Deutschlands knapp 900 Energieversorgungsunternehmen (EVU) müssen 647 Milliarden Euro in Strom- und Wärmenetze investieren. Dafür fehlen bis zu 68 Milliarden Euro an Eigenkapital. Nach Ausschöpfung bestehender Spielräume verbleiben rund 13 Milliarden Euro, vor allem bei kommunalen Stadtwerken. Ohne diese Mittel reicht die Bonität vieler EVU nicht aus, um genügend Fremdkapital für die Finanzierung der Netzinvestitionen aufzunehmen – eine Gefahr für Energiewende und Wirtschaftsstandort.
Die Lösung liegt in hybridem Kapital: nachrangige und staatlich abgesicherte Kredite können die Bonität der EVU stärken, ohne die angespannten öffentlichen Haushalte zu belasten. Einzelne Vorreiter wie Hannover und Hessen zeigen, dass es funktioniert. Was fehlt, ist ein einheitlicher Rahmen.
Diese Studie liefert die Blaupause für einen „Deutschland-Standard”: Kommunen stellen über Konzernkredite wirtschaftliches Eigenkapital bereit. Länder erweitern die Investitionsmöglichkeiten von Kommunen und unterstützen mit eigenen Programmen. Der Bund setzt mit Kredit- und Absicherungsprogrammen unter dem Dach des Deutschlandfonds einheitliche Standards und mobilisiert privates Kapital über einen Private-Investor-Pool .