Forschung ohne Wachstum
Deutschland forscht stark, bringt Ergebnisse jedoch schlecht auf den Markt und verliert in Schlüsseltechnologien an Boden.
Deutschland forscht stark, bringt Ergebnisse jedoch schlecht auf den Markt und verliert in Schlüsseltechnologien an Boden.
Deutschland investiert weltweit Spitze in Forschung und fällt bei Innovation trotzdem zurück. Unsere Analyse der Fördervorhaben zeigt: Fast zwei Drittel der FuE-Mittel fließen an etablierte Großunternehmen. Es braucht nicht mehr Geld, sondern eine Förderpolitik, die junge Unternehmen systematisch in den Fokus rückt.
Bis zu 7,50 €/m² weniger Miete im Neubau? Wie günstigere Finanzierung das möglich macht und was der Bund tun kann.
China dominiert immer mehr Schlüsseltechnologien. Unser neuer Geldbrief zeigt, was das für Deutschlands Industrie bedeutet.
Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Kriegsgeschehen, Energiepreisen und den wirtschaftlichen Folgen für Europa und Deutschland.
Die staatlichen Ausgaben für Wohnen sind nahe ihrem historischen Höhepunkt.
Tech, Finanzmärkte, Energie: Wo Europa gegenüber den USA am längeren Hebel sitzt.
Europe holds more cards than assumed: chokepoints in uranium enrichment and turbine supply, a USD 10 trillion consumer market US tech cannot abandon, and a coming LNG buyer’s market
Subventionen auf dem Prüfstand: Der Geldbrief erklärt FisKAR, einen neuen Indikator zur Bewertung der Wirksamkeit staatlicher Unternehmenshilfen.
Wir nehmen den Deutschlandfonds unter die Lupe. Im ersten Teil dieser Serie gucken wir insbesondere auf die Energieversorgungsunternehmen (EVU).
Der Bund gibt jährlich 60 Milliarden Euro für Subventionen an Unternehmen aus. Wir entwickeln einen Kosten-Nutzen-Indikator zur Bewertung dieser Subventionen: die Fiskalische Kosten-Arbeitsplatz-Relation (FisKAR).
Mit einer aktiveren Rolle des Staates kann ein erfolgreicher Turnaround begünstigt werden.
In den 2000er Jahren war Deutschland Exportweltmeister, mittlerweile fällt es zurück. Kann ein Turnaround gelingen?
Im Namen von Effizienz verliert die Klimapolitik Tempo und Steuerungsfähigkeit.
Flottengrenzwerte lockern und Strafzahlungen erlassen, unter der Bedingung grünen Stahl zu nutzen.
Subventionen steigen auf Rekordniveau, sind aber nicht so klimafreundlich wie dargestellt und engen den Haushalt ein.
Zwei Erkenntnisse zum Bundeshaushalt 2025: Die Bundesregierung hält ihr Versprechen, die Investitionen deutlich zu steigern, aber ab 2027 wird es eng. Die Ausgaben für alles, was nicht unter die Sonderregeln außerhalb der Schuldenbremse fällt, sollen sinken.
Die Universitäten Jena und Mannheim, das Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) sowie das Dezernat Zukunft (DZ) starten das Projekt „Demokratisch legitimierte Fiskalpolitik in Zeiten des Wandels“.
Die volatile Zollpolitik von Präsident Trump und der eskalierende Handelskonflikt zwischen den USA und China schaden exportorientierten Volkswirtschaften. Dieser Geldbrief zeigt, welche Wirtschaftssektoren in der Eurozone besonders verletzlich sind – und in welchen Bereichen Preissteigerungen folgen könnten.
Der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD ist da. Er steht unter dem Motto Wachstum. In der ersten Studie unseres neu gegründeten Growth & Budget Lab schätzen wir, wie viel Potenzialwachstum im Koalitionsvertrag steckt und was das für den Bundeshaushalt bedeutet. Dieser Geldbrief fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen.
Die Finanzmärkte haben das Fiskalpaket gut verdaut. Aber haben wir die realen Kapazitäten zur Umsetzung? Für Verteidigung scheinen ausreichend Kapazitäten verfügbar. Bei der Infrastruktur sind hingegen Flaschenhälse absehbar. Eine schrittweise Steigerung der Ausgaben sowie kapazitätssteigernde Maßnahmen werden hier entscheidend sein.
Frauen erhalten im Schnitt 27 Prozent weniger Rente als Männer. Der Ursprung dieser Lücke findet sich sowohl in geringeren Löhnen als auch in geringerer Erwerbsbeteiligung, welche zu großen Teilen auf unbezahlte Sorgearbeit zurückzuführen ist. Um die Lücke bei den Renten strukturell zu schließen, braucht es insbesondere eine Entlastung bei der Sorgearbeit. Das führt nicht nur zu mehr Geschlechtergerechtigkeit, sondern ist auch gute Wirtschafts- und Fiskalpolitik, denn es steigert Erwerbsbeteiligung und Wirtschaftsleistung.
Die Ampel scheiterte an den Finanzen. Droht der nächsten Regierung dasselbe Schicksal? Unsere Sorge ist „ja“: Denn bereits ohne Steuersenkungen oder neue Anreize für private Investitionen ist eine 100-Milliarden-Euro-Lücke zu erwarten. Weder aus den Wahlprogrammen noch dem ersten TV-Duell wird klar, wie die demokratischen Parteien diese füllen möchten. Dabei wäre es wichtig, vor der Wahl darüber zu streiten. Denn gerade die öffentlichen Investitionsbedarfe sind groß und für alle sichtbar.
Im Bundestagswahlkampf machen die Parteien teure Versprechungen. Sie scheinen auf den ersten Blick kaum finanzierbar. Aber: Wenn sie das Wachstum ankurbeln, wird die Finanzierungslücke kleiner. Denn viele Politikmaßnahmen stärken mittelfristig das Wirtschaftswachstum und führen zu zusätzlichen Steuereinnahmen. In der deutschen finanzpolitischen Debatte spielt dieser Effekt – politikgetriebenes Wachstum – bisher eine untergeordnete Rolle. Dieser Geldbrief soll dazu einen ersten Impuls liefern: Wir haben die Literatur ausgewertet und versucht, Wachstumseffekte ausgewählter Vorschläge aus den Wahlprogrammen abzuschätzen. Es zeigt sich: Die Datenlage zu Wachstumseffekten von Politikmaßnahmen ist lückenhaft. Außerdem erschwert die Schuldenbremse die Finanzierung von langfristig wachstumsförderlichen Politikmaßnahmen.
Im Laufe des Jahres 2024 wurden privatwirtschaftliche Großinvestitionen mit einem Gesamtvolumen von 38,7 Milliarden Euro angekündigt oder in die Umsetzung gebracht, verteilt auf 36 Projekte mit einem Mindestvolumen von 100 Millionen Euro. Dies stellt einen Rückgang in Höhe von 25,3 Mrd. € im Vergleich zu 2023 dar. Diese Investitionen zielen auf eine Modernisierung hin zu einer klimaneutralen und souveränen Wirtschaft ab. Hier geht es direkt zur interaktiven Karte.
In diesem Papier vergleichen wir die Reformvorschläge der Parteien der politischen Mitte sowie zwei Alternativen bezüglich ihrer Entlastungswirkung und Implikationen für die öffentlichen Haushalte. Außerdem schätzen wir Steuermehreinnahmen durch Wachstumseffekte und ermitteln Finanzierungslücken.
2024 offenbarte die destruktiven Folgen einer Fixierung auf niedrige Schuldenquoten. Dekarbonisierung, Verteidigung und Bildung bleiben chronisch unterfinanziert: Bis 2030 fehlen hier 782 Milliarden Euro an öffentlichen Geldern. Obwohl Deutschland fiskalischen Spielraum hat, bleibt dieser ungenutzt. Doch nicht alles ist schlecht: Die Reform der europäischen Fiskalregeln, die dieses Jahr in Kraft tat, war ein Fortschritt. Und es mehren sich die Zeichen, dass 2025 ein Reformprozess der deutsche Finanzverfassung beginnen könnte. Das begrüßen wir.
Damit die Energiewende bis 2045 gelingen kann, müssen sich die Investitionen ins Stromübertragungsnetz verdreifachen. Die hohen Netzentgelte werden deshalb weiter steigen. Gleichzeitig bekommen die Übertragungsnetzbetreiber das notwendige Eigenkapital am Markt nicht in der nötigen Höhe. Um diese Engpässe zu reduzieren, schlagen wir vor, dass sich der Staat stärker am Übertragungsnetz beteiligt: Über Staatsbeteiligungen an den Übertragungsnetzbetreibern könnten Kapitalengpässe gemildert und Finanzierungskosten reduziert werden. Der Einstieg für privates Kapital würde attraktiver, Netzentgelte würden sinken. Dieser Geldbrief fasst die Ergebnisse unserer am 3.12.24 erschienen Studie zusammen.
Der Übertragungsnetzausbau erfordert eine Verdreifachung der Netzinvestitionen und wird zu steigenden Netzkosten von heute 10 auf rund 30 Mrd. Euro bis 2045 führen. Die Übertragungsnetztbetreiber haben einen Eigenkapital-Engpass und können den Eigenkapitalbedarf von etwa 70 Mrd. Euro bis 2045 im derzeitigen Regulierungsumfeld nicht ausschließlich über den Markt mobilisieren, was bereits zu Rating-Herabstufungen geführt hat. Mithilfe eines Risikomodells schätzen wir, dass in der regulatorischen Eigenkapital-Verzinsung ein zusätzlicher Risikoaufschlag von 2 bis 2,5 % nötig ist, um hinreichend Eigenkapital über den Markt zu mobilisieren. Durch diese Anpassung würden Netzmehrkosten bis 2080 von etwa 75 Mrd. Euro entstehen, jährlich bis zu 1,6 Mrd. Euro. Steigende Netzentgelte wären die Folge. Ein Amortisationskonto ist indes keine attraktive Lösung, denn das Netzinvestitionsprofil erlaubt nur bedingt Kostenglättung und wäre zudem sehr teuer für den Staat (bis zu 20 Mrd. Euro bis 2065).