{"id":9425,"date":"2022-06-02T17:00:00","date_gmt":"2022-06-02T15:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dezernat-zukunft.org\/das-ist-keine-inflation\/"},"modified":"2023-02-16T14:15:52","modified_gmt":"2023-02-16T13:15:52","slug":"das-ist-keine-inflation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/das-ist-keine-inflation\/","title":{"rendered":"Das ist keine Inflation"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-normal-font-size\"><strong><a href=\"mailto:florian.kern@dezernatzukunft.org\">Florian Kern<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n<p class=\"executivesum\" style=\"border-left: 8px solid #ee6174; text-align: left;\">Unsere geldpolitische Debatte hat sich in den letzten Jahren schon extrem verbessert. Wir sind weg vom <a href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/der-leise-tod-der-geldmengensteuerung-ende-eines-irrwegs\/\">irref\u00fchrenden Gedanken der Geldmengensteuerung<\/a> und Zentralbanken erkl\u00e4ren verst\u00e4ndlich, wie sie \u00fcber Zinsen die Nachfrage und damit die Preise beeinflussen. Dennoch ist der Druck auf Zentralbanker und Wissenschaftler riesig, angesichts extremer Preissteigerungen Handlungsbereitschaft und Aktivit\u00e4t zu signalisieren. Wir erkl\u00e4ren, weshalb es ein Problem ist, dass wir sprachlich nicht zwischen nachfragegetriebener Inflation unterscheiden, f\u00fcr deren Verhinderung die Zentralbank zust\u00e4ndig ist, und angebotsgetriebenen Preissteigerungen, die uns schlicht \u00e4rmer machen und deren \u00dcberwindung nicht in der Macht von Zentralbankern liegt. Gerade von technokratischen und unabh\u00e4ngigen Institutionen w\u00fcnschen wir uns, dass sie nicht nur ihre Meinung \u00fcber den optimalen Zinspfad mitteilen, sondern uns auch erkl\u00e4ren, welche Wirkungsmechanismen sie annehmen, wenn sie davon ausgehen, dass ihr Vorschlag zu Stabilit\u00e4t und Wohlstand beitr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Im Jahr 2017 gab es in der wissenschaftlichen Community der USA einen Aufschrei, als die Trump-Regierung einer damals kaum bekannten Beh\u00f6rde Vorgaben f\u00fcr ihren Jahresbericht machte: Die CDC, das Center for Disease Control and Protection, das sp\u00e4ter f\u00fcr den Umgang mit der Pandemie in den USA verantwortlich war, sollte in ihren Publikationen fortan auf eine Reihe von W\u00f6rtern verzichten: darunter \u201eevidenzbasiert\u201c, \u201ewissenschaftsbasiert\u201c, aber auch \u201eF\u00f6tus\u201c.<\/p>\n<p>Was bezweckte die Trump-Regierung mit diesen Vorgaben? Lera Boroditsky, Verhaltenswissenschaftlerin an der University of California in San Diego, erkl\u00e4rte dazu <a href=\"https:\/\/www.scientificamerican.com\/article\/why-words-matter-what-cognitive-science-says-about-prohibiting-certain-terms\/\">in einem Interview mit dem \u201eScientific American\u201c<\/a>:<\/p>\n<p>\u201eThe reason to erase the word \u201cfetus,\u201d I assume, is to make human life be seen as continuous from the point of conception\u2014so there\u2019s not a separate category that exists before a child or a baby.\u201d<\/p>\n<p>Die Trump-Regierung wollte also durch das Verbot des Wortes \u201eF\u00f6tus\u201c in Berichten dazu beitragen, dass die US-Bev\u00f6lkerung weniger zwischen auf die Welt gekommenen Babys und noch nicht geboren F\u00f6ten unterscheidet \u2013 einfach weil Beh\u00f6rden keine Daten mehr dar\u00fcber sammeln und publizieren k\u00f6nnten, die eine solche Unterscheidung begr\u00fcnden k\u00f6nnten. Und wenn Menschen nicht mehr zwischen Embryos, F\u00f6ten und Babys unterscheiden k\u00f6nnen, dann hilft das in der Tendenz den Trump unterst\u00fctzenden radikalen Evangelikalen, f\u00fcr die jede Abtreibung nach der Empf\u00e4ngnis (also der Verschmelzung von Eizelle und Samenzelle) Mord darstellt. Gleiches gilt f\u00fcr das Verbot von W\u00f6rtern wie \u201eevidenzbasiert\u201c und \u201ewissenschaftsbasiert\u201c, die uns erm\u00f6glichen w\u00fcrden, zwischen nach anerkannten wissenschaftlichen Prinzipien gesicherten Erkenntnissen und blo\u00dfen Behauptungen zu unterscheiden. Und wer eine Autokratie anstrebt, in welcher alle Macht von einem Herrscher ausgeht, der kann kein Interesse daran haben, dass Wissenschaftler Erkenntnisse verbreiten, die im Zweifel den eigenen politischen Interessen zuwider laufen.<\/p>\n<h4><strong>W\u00f6rter sind entscheidend <\/strong><\/h4>\n<p>W\u00f6rter sind also entscheidend. Sie pr\u00e4gen unsere Wahrnehmung. Unsere Wahrnehmung pr\u00e4gt politische Stimmungen. Und politischen Stimmungen pr\u00e4gen in der Demokratie Entscheidungen. Je pr\u00e4ziser wir \u00fcber Ph\u00e4nomene sprechen, also Gleiches gleich benennen und Verschiedenes verschieden, desto eher tragen wir zu einer politischen Stimmung bei, die zu guten demokratischen Entscheidungen f\u00fchrt.<\/p>\n<h4><strong>Nicht jede Preissteigerung ist Inflation<\/strong><\/h4>\n<p>Im Geldbrief von 4. November 2021 erkl\u00e4rten wir bereits, wie sich \u201eInflation\u201c sich zwar in Preissteigerungen zeigt, aber nicht jede Preissteigerung Inflation darstellt:<\/p>\n<p><em>Destatis\u00a0<\/em><a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Wirtschaft\/Preise\/Verbraucherpreisindex\/FAQ\/inflationsraten.html?nn=214056\"><em>erkl\u00e4rt<\/em><\/a><em>\u00a0hierzu (Hervorhebung durch mich): \u201eInflation ist kein feststehender Begriff, er bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch einen \u00fcber mehrere Perioden anhaltenden Anstieg des<strong>\u00a0Preisniveaus<\/strong>.\u201c Wichtig ist der Hinweis auf das Preisniveau und die Tatsache, dass es sich dabei um einen \u00fcber mehreren Perioden anhaltenden Anstieg handelt, den die Wirtschaftssubjekte antizipieren und in Lohnverhandlungen vorweg nehmen. Eine gro\u00dfartige Erkl\u00e4rung zum Thema\u00a0<\/em><em>liefert die Konrad-Adenauer-Stiftung<\/em><em>, die den wichtigen Unterschied zwischen Preisniveaustabilit\u00e4t und Preisstabilit\u00e4t auf ihrer Homepage erkl\u00e4rt:<\/em><\/p>\n<p><em>\u201eWenn man im Zusammenhang mit wirtschaftspolitischen Zielen \u2013 wie etwa bei der Europ\u00e4ischen Zentralbank \u2013 die Formulierung \u201ePreisstabilit\u00e4t\u201d findet, dann ist eigentlich die \u201eStabilit\u00e4t des Preisniveaus\u201d gemeint, wie es zum Beispiel im deutschen Stabilit\u00e4ts- und Wachstumsgesetz von 1967 exakter formuliert ist. Es geht n\u00e4mlich nicht um Preisstabilit\u00e4t im Sinne von fehlender Flexibilit\u00e4t oder Reagibilit\u00e4t der Einzelpreise, sondern darum, Preis(niveau)steigerungen auf breiter Front zu vermeiden.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Inflation ist also ein Ph\u00e4nomen, bei welchem Preise auf breiter Front ansteigen und gleichzeitig angenommen werden muss, dass diese Steigerung jedes Jahr erneut in \u00e4hnlichem Umfang stattfindet. Inflation kann entstehen, wenn Politik oder Arbeitnehmer die Grenzen der Kapazit\u00e4ten einer Volkswirtschaft nicht akzeptieren: Wenn die Politik beispielsweise immer wieder Steuergeschenke oder Konsumgutscheine verteilt oder wenn m\u00e4chtige Gewerkschaften immer wieder Lohnsteigerungen durchsetzen, die den Anstieg der Produktionskapazit\u00e4ten \u00fcbersteigen, dann steigen die verf\u00fcgbaren Einkommen (und damit die aggregierte Nachfrage) permanent schneller als das Angebot an Waren und Dienstleistungen. Inflation ist die Folge. Eine Volkswirtschaft, in der so etwas passiert, nennt man \u201e\u00fcberhitzt\u201c: Die Maschinen f\u00fcr die Produktion sind alle ausgelastet, der Arbeitsmarkt ist leer gefegt. Die einzige M\u00f6glichkeit, die Arbeitgebern bleibt, noch Menschen f\u00fcr eine Anstellung zu finden, ist, noch h\u00f6here L\u00f6hne zu zahlen, die sie dann wieder mit Preiserh\u00f6hungen f\u00fcr Endkunden gegenfinanzieren m\u00fcssen. Die logische Folge ist eine Lohn- Preisspirale. Menschen kaufen mit immer h\u00f6heren L\u00f6hnen Waren und Dienstleistungen zu immer h\u00f6heren Preisen und die nominalen Ums\u00e4tze im Einzelhandel gehen durch die Decke. Wenn eine solche Lohn- Preisspirale droht, ist eine noch restriktivere geldpolitische Ausrichtung angemessen.<\/p>\n<div class=\"blockzitat\" style=\"border: 8px solid #51275f; text-align: left;\">\n<p>Was ist die geldpolitische Ausrichtung?<\/p>\n<p>Geldpolitik beeinflusst Finanzierungskonditionen und damit die aggregierte Nachfrage. \u201eFinanzierungskonditionen\u201c sind alle Faktoren, die die Kosten von Finanzierungen beeinflussen.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> Wer etwa im November 2021 und heute einen Wohnungskredit f\u00fcr 10 Jahre angefragt hat, der wird festgestellt haben, dass der Zins von knapp 1\u00a0% auf 3\u00a0% angestiegen ist \u2013 ohne dass das Eurosystem die Zinsen erh\u00f6ht h\u00e4tte. Wie kann das sein?<\/p>\n<p>Die Antwort liegt darin, dass \u201eFinanzierungskonditionen\u201c sich eben nicht nur durch die vom Eurosystem festgelegten kurzfristigen Zinsen bestimmen lassen, sondern auch von den Zinserwartungen und Risikopr\u00e4mien. Wenn Banken davon ausgehen, dass die EZB bald die Zinsen erh\u00f6ht, dann wollen sie auch heute schon h\u00f6here Zinsen von H\u00e4uslebauern, da ihnen ja sonst ein Verlust entsteht, wenn sie Tagesgelder zu dann h\u00f6heren Konditionen verzinsen m\u00fcssen, aber f\u00fcr 10 Jahre nur knapp 1\u00a0% vom H\u00e4uslebauer erhalten.<\/p>\n<p>Abbildung 1 zeigt, wie die Zinserwartungen am Finanzmarkt seit Jahresbeginn bereits deutlich gestiegen sind. H\u00f6here Zinserwartungen f\u00fchren heute schon zu h\u00f6heren Zinsen. Gleichzeitig f\u00fchren h\u00f6here Zinsen dazu, dass der zus\u00e4tzliche Aufschlag auf risikofreie Zinsen (also die Risikopr\u00e4mie), die Kreditnehmer zahlen m\u00fcssen, steigt. Bei 0\u00a0% Zinsen werden weniger Unternehmen insolvent als bei 3\u00a0%; f\u00fcr dieses erh\u00f6hte Risiko verlangen Banken eine h\u00f6here Risikopr\u00e4mie. F\u00fcr die USA ver\u00f6ffentlicht die US-Investmentbank Bank of America Merryl Lynch, wie die Risikopr\u00e4mien sich entwickeln: So m\u00fcssen Unternehmen, die von Ratingagenturen als besonders kreditw\u00fcrdig angesehen werden, aktuell eine <a href=\"https:\/\/ycharts.com\/indicators\/us_corporate_bbb_bond_risk_premium#:~:text=Basic%20Info,132.9%25%20from%20one%20year%20ago.\">Risikopr\u00e4mie von 1,77\u00a0% zu den Zinserwartungen zahlen \u2013 zu Jahresbeginn lag dieser Wert noch bei 1,07\u00a0%<\/a>. Auch wenn dieser Anstieg in der Eurozone nicht ganz so hoch ausfallen d\u00fcrfte (da die Zinserwartungen nicht genauso angestiegen sind), ist auch hierzulande von h\u00f6heren Risikopr\u00e4mien auszugehen. Die geldpolitische Ausrichtung im Sinne der Finanzierungskonditionen ist also bereits heute deutlich strenger als noch vor wenigen Monaten. Ob hingegen die Zinsen im Juli oder im September zum ersten Mal erh\u00f6ht werden, ist f\u00fcr die Finanzierungskonditionen deutlich weniger relevant als die Frage, wo die Zinsen wohl in 5 Jahren sein werden.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Abbildung 1<\/strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-9705 size-full\" src=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Abbildung1.2-1184x912-1.png\" alt=\"\" width=\"1184\" height=\"912\" srcset=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Abbildung1.2-1184x912-1.png 1184w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Abbildung1.2-1184x912-1-300x231.png 300w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Abbildung1.2-1184x912-1-1024x789.png 1024w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Abbildung1.2-1184x912-1-768x592.png 768w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Abbildung1.2-1184x912-1-100x77.png 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 1184px) 100vw, 1184px\" \/><\/p>\n<\/div>\n<h4><strong>Die Nachfrage sinkt bereits<\/strong><\/h4>\n<p>Egal welche Indikatoren wir uns aktuell anschauen, um uns ein Bild \u00fcber den Zustand der Volkswirtschaft zu machen: Nirgendwo sehen wir das Bild einer \u00fcberhitzten Eurozone, in der die verf\u00fcgbaren Einkommen deutlich schneller wachsen als die Produktionskapazit\u00e4ten. Der CEO von Bosch, Stefan Hartung, erkl\u00e4rte in <a href=\"https:\/\/www.cnbc.com\/2022\/05\/06\/we-see-a-big-recession-in-the-making-top-ceos-fear-worst-in-europe.html#:~:text=The%20continent%20is%20particularly%20vulnerable,euro%20zone%20in%20recent%20weeks.\">einem lesenswerten Artikel von CNBC \u00fcber die Rezessionsrisiken in Europa<\/a>, dass man zwar nach mit dem Abklang der Pandemie einen Anstieg der Nachfrage erlebte, er aber mit einer heftigen Rezession rechne, wenn in wenigen Monate die Pandemieersparnisse, die viele Haushalte bildeten, aufgebraucht sein werden. Und je h\u00f6her die Energiepreissteigerungen sind, desto schneller wird dieser Effekt eintreten. An den zum 1. Juni ver\u00f6ffentlichten Einzelhandelsums\u00e4tzen l\u00e4sst sich bereits erkennen: Wir leben nicht in einem inflation\u00e4ren Umfeld mit einer hei\u00df laufenden Wirtschaft, steigenden L\u00f6hnen, steigenden Preisen und steigenden Ums\u00e4tzen. Im Gegenteil: Susanne Hagenkort-Rieger, Abteilungsleiterin f\u00fcr Konjunkturstatistiken beim Statistischen Bundesamt, erkl\u00e4rte, dass die Einzelhandelsums\u00e4tze im Mai so stark gefallen sind wie noch niemals seit wir 1994 angefangen haben, dar\u00fcber Daten zu erheben.<\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n <div class=\"brlbs-cmpnt-container brlbs-cmpnt-content-blocker brlbs-cmpnt-with-individual-styles\" data-borlabs-cookie-content-blocker-id=\"default\" data-borlabs-cookie-content=\"PGRpdiBjbGFzcz0ieC1lbWJlZCB4LWlzLXJpY2ggeC1pcy10d2l0dGVyIj48YmxvY2txdW90ZSBjbGFzcz0idHdpdHRlci10d2VldCIgZGF0YS13aWR0aD0iNTUwIiBkYXRhLWRudD0idHJ1ZSI+PHAgbGFuZz0iZGUiIGRpcj0ibHRyIj5EZXIgPGEgaHJlZj0iaHR0cHM6Ly90d2l0dGVyLmNvbS9oYXNodGFnL0VpbnplbGhhbmRlbD9zcmM9aGFzaCZhbXA7cmVmX3NyYz10d3NyYyU1RXRmdyI+I0VpbnplbGhhbmRlbDwvYT4gaGF0IGltIEFwcmlsIDIwMjIgcmVhbCA1LDQgJSB3ZW5pZ2VyIHVtZ2VzZXR6dCBhbHMgaW0gTcOkcnogMjAyMi4gRGVyIEVpbnplbGhhbmRlbCBtaXQgTGViZW5zbWl0dGVsbiB2ZXJ6ZWljaG5ldGUgbWl0IGVpbmVtIHJlYWxlbiA8YSBocmVmPSJodHRwczovL3R3aXR0ZXIuY29tL2hhc2h0YWcvVW1zYXR6P3NyYz1oYXNoJmFtcDtyZWZfc3JjPXR3c3JjJTVFdGZ3Ij4jVW1zYXR6PC9hPnxyw7xja2dhbmcgdm9uIDcsNyAlIGRlbiBncsO2w590ZW4gVW1zYXR6ZWluYnJ1Y2ggZ2VnZW7DvGJlciBkZW0gVm9ybW9uYXQgc2VpdCBCZWdpbm4gZGVyIFplaXRyZWloZSAxOTk0LiA8YSBocmVmPSJodHRwczovL3QuY28vNTRMZzdYOGRocCI+aHR0cHM6Ly90LmNvLzU0TGc3WDhkaHA8L2E+IDxhIGhyZWY9Imh0dHBzOi8vdC5jby9ac0d1d01aQ2VYIj5waWMudHdpdHRlci5jb20vWnNHdXdNWkNlWDwvYT48L3A+Jm1kYXNoOyBTdGF0aXN0aXNjaGVzIEJ1bmRlc2FtdCAoQGRlc3RhdGlzKSA8YSBocmVmPSJodHRwczovL3R3aXR0ZXIuY29tL2Rlc3RhdGlzL3N0YXR1cy8xNTMxODc5NDUxODU1ODM5MjMyP3JlZl9zcmM9dHdzcmMlNUV0ZnciPkp1bmUgMSwgMjAyMjwvYT48L2Jsb2NrcXVvdGU+PHNjcmlwdCBhc3luYyBzcmM9Imh0dHBzOi8vcGxhdGZvcm0udHdpdHRlci5jb20vd2lkZ2V0cy5qcyIgY2hhcnNldD0idXRmLTgiPjwvc2NyaXB0PjwvZGl2Pg==\"><div class=\"brlbs-cmpnt-cb-preset-a\"> <p class=\"brlbs-cmpnt-cb-description\">You are currently viewing a placeholder content from <strong>Default<\/strong>. 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Auch ein Blick auf die L\u00f6hne zeigt: Wir sind noch knapp unter dem Wert von 3&nbsp;% Lohnsteigerung, der bei einer (Ziel-) Inflationsrate von 2&nbsp;% und einem Wachstum von 1&nbsp;% einen gleichbleibenden Anteil der Arbeitnehmer am Bruttoinlandsprodukt sichern w\u00fcrde und selbst langfristig nicht inflation\u00e4r w\u00e4re \u2013 und wir sind weit davon weg, die extrem niedrigen Lohnsteigerungen der letzten Jahre zu kompensieren.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a><\/p>\n<p><strong>Abbildung 2<\/strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-9708 size-full\" src=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Abbildung2-1-1536x1218-1.png\" alt=\"\" width=\"1536\" height=\"1218\" srcset=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Abbildung2-1-1536x1218-1.png 1536w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Abbildung2-1-1536x1218-1-300x238.png 300w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Abbildung2-1-1536x1218-1-1024x812.png 1024w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Abbildung2-1-1536x1218-1-768x609.png 768w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Abbildung2-1-1536x1218-1-100x79.png 100w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Abbildung2-1-1536x1218-1-1184x939.png 1184w\" sizes=\"auto, (max-width: 1536px) 100vw, 1536px\" \/><\/p>\n<h4><strong>Wo kommen dann aber die h\u00f6heren Preise her? <\/strong><\/h4>\n<p>Die h\u00f6heren Preise sind importiert. Sie sind das Ergebnis des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, der Rohstoff-, Energie- und Nahrungsmittelpreise ansteigen l\u00e4sst, und von den Produktionsschlie\u00dfungen in China in den letzten Wochen, das weiter eine Zero-Covid-Strategie umzusetzen versucht. Die deutlich weniger von Energiepreiserh\u00f6hungen betroffenen Dienstleistungen haben sich im Jahresvergleich etwa \u201enur\u201c um 2,9&nbsp;% verteuert. Wenn man aus diesen Dienstleistungen auch noch den Einfluss von Energiepreisen herausrechnet (schlie\u00dflich werden zum Beispiel auch Flugreisen teurer, wenn \u00d6l sich verteuert), ist der Anstieg noch geringer.<\/p>\n<p><strong>Abbildung 3<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9710\" src=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Bild2-1.png\" alt=\"\" width=\"907\" height=\"486\" srcset=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Bild2-1.png 907w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Bild2-1-300x161.png 300w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Bild2-1-768x412.png 768w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Bild2-1-100x54.png 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 907px) 100vw, 907px\" \/><\/p>\n<p>Es gibt also keinen inflation\u00e4ren Druck im eigentlichen Sinne des Worts. Das Problem in unserer Debatte ist, dass wir \u00fcber Jahre ein irref\u00fchrendes und vereinfachendes Bild gepr\u00e4gt haben: Wir differenzieren nicht zwischen angebotsbedingten Preissteigerungen \u2013 bei der die Zentralbank nichts tun kann, da sie ja kein Angebot herbeizaubern kann \u2013 und nachfragebedingter Inflation \u2013 bei welcher die Zentralbank aktiv werden muss, indem sie auf die Nachfrage einwirkt \u2013. \u00dcber Jahre hinweg haben wir sogar <a href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/der-leise-tod-der-geldmengensteuerung-ende-eines-irrwegs\/\">f\u00e4lschlicherweise so getan, als k\u00f6nnte die Zentralbank mit der Geldmenge das Preisniveau diktieren<\/a>. Wir haben uns nicht die sprachliche Pr\u00e4zision angeeignet, die notwendig w\u00e4re, damit alle verstehen: \u201eWir werden gerade \u00e4rmer, weil wegen Putins Krieg die Importpreise steigen. Das ist sch&#8230; und die Politik muss denen helfen, die schon vorher knapp bei Kasse waren. Aber die Geldpolitik ist weder verantwortlich f\u00fcr die hohen Preise, noch w\u00fcrde eine strenge geldpolitische Ausrichtung aktuell unseren Wohlstand erh\u00f6hen.\u201c.<\/p>\n<h4><strong>Im Jahr 2022 gibt es keinen Platz mehr f\u00fcr die \u201eMagier der Geldpolitik\u201c<\/strong><\/h4>\n<p>Der ehemalige Pr\u00e4sident der Notenbank Fed, Alan Greenspan, wurde zitiert mit: \u201eWenn Sie glauben, mich verstanden zu haben, habe ich mich nicht unverst\u00e4ndlich genug ausgedr\u00fcckt.\u201c Greenspan geh\u00f6rte einer Generation von Zentralbankern an, die gerne als <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/buecher\/rezensionen\/sachbuch\/der-magier-der-geldpolitik-1493535.html\">Magier<\/a> bezeichnet wurden. Statt zu erkl\u00e4ren, welche Wirkungsmechanismen der Geldpolitik man <em>en detail<\/em> f\u00fcr richtig hielt, ging es eher darum zu signalisieren, dass da honorige und strenge M\u00e4nner in der Kommandozentrale der Zentralbank sa\u00dfen, die sich entschlossen f\u00fcr stabile Preise einsetzten. Greenspan h\u00e4tte aktuell sicher eine strengere geldpolitische Ausrichtung gefordert (\u201edie Preise sind ja um 8&nbsp;% gestiegen!!\u201c). Aber schon unter seinem Nachfolger <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/geldpolitik\/notenbanken-bernanke-bricht-mit-der-greenspan-philosophie\/8540528-3.html\">Ben Bernanke wurde ein Strategiewandel eingel\u00e4utet<\/a>. In unsere wesentlich aufgekl\u00e4rtere Zivilgesellschaft des Jahres 2022 passt schlicht das Verst\u00e4ndnis von Zentralbankern als Heilpraktikern nicht mehr, die mit hom\u00f6opathischer Zinssteuerung einen beruhigenden Placeboeffekt erzeugen.<\/p>\n<h4><strong>A little more quality conversation, please<\/strong><\/h4>\n<p>Walter Bagehot, einer der ersten Autoren, die die Wirkungskan\u00e4le der Geldpolitik \u00fcber die kurzfristigen Zinsen am Geldmarkt auf die Wirtschaft beschrieb, erkl\u00e4rte schon 1873 folgendes:<\/p>\n<p>\u201e[\u2026] I maintain that the Money Market is as concrete and real as anything else; that it can be described in as plain words; that it is the writer&#8217;s fault if what he says is not clear.\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> <br>Auf Deutsch (Hinweis in Klammern von uns): <br>\u201e[\u2026] ich behaupte, dass der Geldmarkt [\u00fcber welchen die Zentralbank ihre Geldpolitik umsetzt] genauso konkret und real ist wie alles andere; dass man ihn in genauso einfachen Worten beschreiben kann und dass es der Fehler des Autors ist, wenn unklar ist, was er meint.\u201c<\/p>\n<p>Geldpolitik ist nicht kompliziert. Aber es gibt immer wieder Stimmen, die die Zentralbank zu irgendwelchen Schritten auffordern, die sie nicht erkl\u00e4ren. Ob dies aus Tr\u00e4gheit, Unwissen oder mit einer Verschleierungsabsicht unterbleibt, kann man nicht feststellen.<\/p>\n<p>Im Jahr 2022 k\u00f6nnen wir als Zivilgesellschaft aber durchaus erwarten, dass Zentralbanken evidenzbasierte Politikvorschl\u00e4ge erarbeiten und mindestens gegen\u00fcber Fachjournalisten <strong>verst\u00e4ndlich<\/strong> erkl\u00e4ren, welche Mechanismen aus ihrer Sicht f\u00fcr Preissteigerungen verantwortlich sind und \u00fcber welche Wirkungskan\u00e4le geldpolitische Entscheidungen ihrer Ansicht nach zu Stabilit\u00e4t und Wohlstand beitragen sollen. Und der gleiche Anspruch gilt nat\u00fcrlich f\u00fcr alle Menschen, die sich in ihrer Eigenschaft als Wissenschaftler am geldpolitischen Diskurs beteiligen.<\/p>\n<hr>\n<h4><strong> Fu\u00dfnoten<\/strong><\/h4>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Ankaufprogramme von Zentralbanken wirken zum Beispiel, indem sie l\u00e4ngerfristige Zinsen und Risikopr\u00e4mien (Aufschl\u00e4ge auf risikofreie Zinsen) senken, vgl. z. B. <a href=\"https:\/\/www.newyorkfed.org\/medialibrary\/media\/research\/staff_reports\/sr441.pdf\">Large-Scale Asset Purchases by the Federal Reserve: Did They Work? (newyorkfed.org)<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> In Deutschland werden im Oktober aufgrund der Mindestlohnerh\u00f6hung ca. 20% der L\u00f6hne um ca. 20% ansteigen. Dabei handelt es sich jedoch um eine mechanische Lohnanpassung per Gesetz und nicht um den Anfang einer Lohn- Preisspirale.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Bagehot, W. (1873). Lombard Street: a Description of the Money Market: By Walter Bagehot. Henry S. King &amp; Company 65 Cornhill &amp; 12 Paternoster Row, London. S.&nbsp;1.<a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\"><\/a><\/p>\n<hr>\n<h4><strong>Medien- und Veranstaltungsbericht 02.06.2022<\/strong><\/h4>\n<ul>\n<li>In der S\u00fcddeutschen ist am 1. Juni ein <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/staatsschulden-deutschland-haushalt-bundestag-1.5595576?reduced=true\">Streitgespr\u00e4ch<\/a> zwischen Philippa und dem kommissarischen Leiter des Instituts f\u00fcr Weltwirtschaft in Kiel, Stefan Kooths erschienen.<\/li>\n<li>Wir freuen uns sehr Stefan Eich von der Georgetown Universit\u00e4t bei unserem kommenden Webinar am 02. Juni ab 19 Uhr als Gespr\u00e4chsgast willkommen zu hei\u00dfen. Stefans druckfrisch-erschienenes Buch: \u201cThe Currency of Politics: The Political Theory of Money from Aristotle to Keynes\u201d (Princeton University Press, May 2022), m\u00f6chten wir zum Anlass nehmen, um sowohl \u00fcber die historische Rolle von Geldsystemen als politische Institutionen zu diskutieren, als auch \u00fcber die zuk\u00fcnftigen M\u00f6glichkeiten Geldsysteme zu demokratisieren. Ihr k\u00f6nnt euch <a href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/events\/open-house-webinar-mit-stefan-eich\/\">hier<\/a> registrieren.<\/li>\n<li>Der Beltz-Verlag hat einen Artikel von Max Krah\u00e9 \u00fcber die Bilanz der \u00c4ra Merkel <a href=\"https:\/\/www.beltz.de\/fachmedien\/sozialpaedagogik_soziale_arbeit\/zeitschriften\/theorie_und_praxis_der_sozialen_arbeit\/artikel\/48972-eine-widerspruechliche-bilanz.html\">ver\u00f6ffentlicht<\/a><\/li>\n<li>Am 10. Juni findet ein Workshop bei der Business School Berlin zu den finanziellen. Herausforderungen der Klimawende statt, bei welchem Vera zu kommunalen Klimaschutzpl\u00e4nen und ihrer Finanzierung vortr\u00e4gt. <a href=\"https:\/\/www.businessschool-berlin.de\/events-detail\/interdisziplinaerer-workshop\/\">Hier<\/a> kann man sich anmelden.<\/li>\n<li>Die Zeit einen Gastbeitrag von Enzo Weber und Philippa <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2022-05\/inflation-knappheit-energie-rohstoffe\">ver\u00f6ffentlicht<\/a>, in welchem sie ihre Vorstellung einer neuen Angebotspolitik darlegen, mit welcher wir aus der Inflation herauswachsen k\u00f6nnten.<\/li>\n<li>Der Oxi-Blog hat Florian Kerns Geldbrief zum Terra-Luna-Crash <a href=\"https:\/\/oxiblog.de\/stablecoins-terra-luna-crash\/\">zweitver\u00f6ffentlicht<\/a>.<\/li>\n<li>N\u00e4chste Woche Montag am 6. Juni ist Philippa zu Gast bei dem Wirtschaftsbriefing von Jung und Naiv mit Maurice H\u00f6fgen. Ihr werdet <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=x_Z026WGmz4\">hier<\/a> dass Interview finden.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"executivesum\" style=\"border-left: 8px solid #ee6174; text-align: center;\"><em>Der&nbsp;<strong>Geldbrief<\/strong> ist unser Newsletter zu aktuellen Fragen der Geldpolitik und der Finanzm\u00e4rkte. \u00dcber Feedback und Anregungen freuen wir uns und erbitten deren Zusendung an florian.kern<\/em><em>[at]dezernatzukunft.org<\/em><\/p>\n<hr>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere geldpolitische Debatte hat sich in den letzten Jahren schon extrem verbessert. Wir sind weg vom irref\u00fchrenden Gedanken der Geldmengensteuerung und Zentralbanken erkl\u00e4ren verst\u00e4ndlich, wie sie \u00fcber Zinsen die Nachfrage und damit die Preise beeinflussen. Dennoch ist der Druck auf Zentralbanker und Wissenschaftler riesig, angesichts extremer Preissteigerungen Handlungsbereitschaft und Aktivit\u00e4t zu signalisieren. Wir erkl\u00e4ren, weshalb es ein Problem ist, dass wir sprachlich nicht zwischen nachfragegetriebener Inflation unterscheiden, f\u00fcr deren Verhinderung die Zentralbank zust\u00e4ndig ist, und angebotsgetriebenen Preissteigerungen, die uns schlicht \u00e4rmer machen und deren \u00dcberwindung nicht in der Macht von Zentralbankern liegt. Gerade von technokratischen und unabh\u00e4ngigen Institutionen w\u00fcnschen wir uns, dass sie nicht nur ihre Meinung \u00fcber den optimalen Zinspfad mitteilen, sondern uns auch erkl\u00e4ren, welche Wirkungsmechanismen sie annehmen, wenn sie davon ausgehen, dass ihr Vorschlag zu Stabilit\u00e4t und Wohlstand beitr\u00e4gt.<\/p>\n","protected":false},"author":17,"featured_media":10241,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[161],"tags":[5,60],"class_list":["post-9425","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geldbrief-en","tag-geldpolitik","tag-monetary-policy"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.8 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Das ist keine Inflation - Dezernat Zukunft<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"%\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/das-ist-keine-inflation\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_US\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Das ist keine Inflation - 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