{"id":9029,"date":"2018-11-10T22:45:12","date_gmt":"2018-11-10T21:45:12","guid":{"rendered":"https:\/\/dezernat-zukunft.org\/?p=9029"},"modified":"2024-03-26T15:03:09","modified_gmt":"2024-03-26T14:03:09","slug":"was-wir-lesen-november-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/was-wir-lesen-november-2018\/","title":{"rendered":"Was wir lesen &#8211; November 2018"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"font-size:12px\"><strong><a href=\"mailto:info@dezernatzukunft.org\" data-type=\"mailto\" data-id=\"mailto:info@dezernatzukunft.org\">DEZERNAT ZUKUNFT<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n<p>Dieses Mal in unserem Blickfeld: Das Ende der Quantitative Lockerung; Italiens Haushalt; die amerikanischen Midterm-Wahlen; sowie das Jahresgutachten des Sachverst\u00e4ndigenrates.<\/p>\n<p><strong>Quantiative Lockerung. <\/strong>Das Ende naht. Die EZB stellt zum Ende des Jahres die Neuank\u00e4ufe im Rahmen ihres <a href=\"https:\/\/www.ecb.europa.eu\/mopo\/implement\/omt\/html\/index.en.html\">Quantitative Lockerungsprogramms<\/a> ein.<\/p>\n<ul>\n<li>Werden die Zinsen auf Bundesanleihen steigen, wenn durch das Beenden der Neuank\u00e4ufe die Nachfrage f\u00e4llt? Dies geschah im Fall amerikanischer Staatsanleihen (bekannt als Treasuries), als die Federal Reserve im Oktober letzten Jahres ank\u00fcndigte, auslaufende Treasuries in ihrem Besitz nicht mehr durch Neuank\u00e4ufe zu ersetzen. Die <a href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/62207220-dd05-11e8-9f04-38d397e6661c\">FT<\/a> fasst die Einsch\u00e4tzungen diverser Marktteilnehmer zusammen, und kommt zu dem Schluss das dies jedoch unwahrscheinlich ist f\u00fcr Bundesanleihen.<\/li>\n<li>Die Schritte, klein und viele an der Zahl, in Richtung Programmende k\u00f6nnen Sie im Tapering Monitor von <a href=\"https:\/\/makronom.de\/\">Makronom<\/a> nachverfolgen: <a href=\"https:\/\/makronom.de\/qe-geldpolitik-quantitative-easing-der-ezb-tapering-monitor-23570\">Oktober 2017<\/a>, <a href=\"https:\/\/makronom.de\/tapering-monitor-ezb-geht-den-naechsten-trippelschritt-in-richtung-qexit-25623\">M\u00e4rz 2018<\/a>, <a href=\"https:\/\/makronom.de\/tapering-monitor-ezb-weiter-im-standby-modus-26142\">April 2018<\/a>, <a href=\"https:\/\/makronom.de\/ein-sanfter-ausstieg-26840\">Juni 2018<\/a>, und <a href=\"https:\/\/makronom.de\/ezb-tapering-monitor-befriedigende-langweile-27800\">September 2018<\/a>.<\/li>\n<li>Ende des Programms, Anfang des Post-Mortems: Mario Draghi gab Ende Oktober <a href=\"https:\/\/www.ecb.europa.eu\/press\/key\/date\/2018\/html\/ecb.sp181026.en.html\">eine Rede<\/a> in der er die Notwendigkeit und verteilungspolitische Neutralit\u00e4t des Quantitative Lockerungsprogramms verteidigte. Doch diese Position ist umstritten: bei der <a href=\"https:\/\/www.bankofengland.co.uk\/-\/media\/boe\/files\/working-paper\/2018\/the-distributional-impact-of-monetary-policy-easing-in-the-uk-between-2008-and-2014.pdf\">Analyse<\/a> ihres eigenen Quantitative Lockerungsprogramms fand die Bank of England erheblich Umverteilungseffekte, vor allem entlang Alters- und Einkommenslinien (siehe Charts 14, 17, und 20).<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Italien. <\/strong>Das Quantitative Lockerungsprogramm der EZB war nicht nur ein wirtschaftliches Mittel, um Europa vor den schlimmsten Folgen der Finanz- und Eurokrise zu sch\u00fctzen, sondern gleichzeitig ein Testfall, in dem ausgelotet wurde, wie eng bestehende Regeln und Vertr\u00e4ge die Handlungsf\u00e4higkeit der europ\u00e4ischen Institutionen einschr\u00e4nken, wenn aus unerwarteten Umst\u00e4nden und der Summe nationaler Einzelentscheidungen wirtschaftliche Handlungszw\u00e4nge f\u00fcr diese Institutionen entstehen (siehe die&nbsp;<a href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/darf-die-ezb-staatsanleihen-kaufen\/\">F\u00e4lle<\/a> am Bundesverfassungsgericht dazu). Eine \u00e4hnliche Kombination aus wirtschaftlichem Mittel und politischem Testfall ist der Haushaltsentwurf der italienischen Regierung, der zur Zeit rege Debatten in der deutschen und internationalen Presse ausl\u00f6st.<\/p>\n<ul>\n<li>Der <a href=\"http:\/\/www.mef.gov.it\/inevidenza\/documenti\/NADEF_2018.pdf\">Haushaltsvorschlag<\/a> (auf Italienisch), der den vielen Trubel ausl\u00f6st, ist von <a href=\"https:\/\/www.research.unicredit.eu\/DocsKey\/economics_docs_2018_167523.ashx?EXT=pdf&amp;KEY=C814QI31EjqIm_1zIJDBJBXeBdQg444L_ljn5ga_15s=&amp;T=1\">Loredana Federico<\/a>, der Chefvolkswirtin von UniCredit Italia detailliert beschrieben worden. Erik Nielsen, der Chefvolkswirt von UniCredit weltweit, <a href=\"https:\/\/www.research.unicredit.eu\/DocsKey\/economics_docs_2018_167549.ashx?EXT=pdf&amp;KEY=C814QI31EjqIm_1zIJDBJBXeBdQg444LV3N8g-EgiOY=&amp;T=1\">ordnet<\/a> den Haushalt in seinen italienischen und europ\u00e4ischen Kontext ein (beide Artikel auf Englisch). Kernpunkte: die H\u00f6he der Neuverschuldung ist moderat, die Zusammensetzung der Mehrausgaben und Mindereinnahmen jedoch nicht maximal wachstumsf\u00f6rdernd, vor allem aufgrund der Rentenreform und Steuersenkungen. Die Fixierung vieler Analysten auf die Schulden-zu-BIP Quote ist jedoch fehl am Platz: Nielsen argumentiert, dass das Verh\u00e4ltnis von Schuldendienst zu Steuereinnahmen die aussagekr\u00e4ftigere Metrik ist. Zur Zeit gibt Italien ca. 8% seiner Staatseinnahmen f\u00fcr den Schuldendienst aus \u2013 kaum mehr als Spanien oder das Vereinigte K\u00f6nigreich, die beide ca. 7% ihrer Einnahmen f\u00fcr den Schuldendienst ausgeben.<\/li>\n<li>Ist die Aufregung um den Haushaltsentwurf also \u00fcbertrieben? Aus wirtschaftlicher Perspektive ist die Antwort: h\u00f6chstwahrscheinlich ja. Auch der neue Haushalt kommt mit weniger als 3% des BIPs an Neuverschuldung aus (anvisiert ist 2.4%), weniger sowohl als das franz\u00f6sische (<a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20201102014406\/https:\/\/ec.europa.eu\/eurostat\/tgm\/table.do?tab=table&amp;init=1&amp;language=de&amp;pcode=tec00127&amp;plugin=1\">7%<\/a>) als auch das spanische (<a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20201102014406\/https:\/\/ec.europa.eu\/eurostat\/tgm\/table.do?tab=table&amp;init=1&amp;language=de&amp;pcode=tec00127&amp;plugin=1\">3.1%<\/a>) Haushaltsdefizit letzten Jahres. Die Situation am italienischen Arbeitsmarkt macht es au\u00dferdem wahrscheinlich, dass ein Konjunkturpaket effektiv sein wird und durch Ankurbeln des Wachstums die effektive Schuldenlast senken k\u00f6nnte, wie 2016-2017 in Portugal geschehen.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/li>\n<li>Aus europapolitischer Perspektive ist die Antwort jedoch: die Aufregung ist nicht \u00fcbertrieben. Denn die italienische Regierung stellt mit diesem Haushalt die Gretchenfrage: wer entscheidet innerhalb der Eurozone, ob die wirtschaftliche Lage ein Abweichen von vorher beschlossenen Regeln erfordert oder erlaubt? Die Europ\u00e4ische Kommission, der Europ\u00e4ische Rat, einzelne nationale Regierungen, die EZB, oder noch jemand anderes? Es wird also nichts geringeres als die wirtschaftspolitische Machtfrage gestellt.<\/li>\n<li>In der deutschen Presse gibt es mehrere Vorschl\u00e4ge, den Dschinni der Finanzmarktverkn\u00fcpfungen zwischen Italien und dem Rest der Eurozone wieder in die Flasche zu bekommen. <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2018-11\/italien-regierung-europa-staatshaushalt-schulden-wirtschaft\">Gustav Horn schl\u00e4gt in der ZEIT vor<\/a>, dass die EZB erm\u00e4chtigt werden sollte, gezielt die Staatsanleihen einzelner Eurostaaten zu kaufen, um so zu verhindern, dass italienische Haushaltsentscheidungen die Haushalte anderer Eurozonenstaaten (durch steigende Zinsen) unter Druck setzen. <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/italien-buerger-sollen-mit-zwangsanleihe-schulden-abbauen-15858654.html\">Kasten Wendorff h\u00e4lt die italienische Regierung in der FAZ an<\/a>, sich Handlungsspielraum zu verschaffen, indem sie sich von der eigenen Bev\u00f6lkerung per Zwangsanleihe Gelder leiht. Inwiefern diese L\u00f6sungen politisch wie wirtschaftlich effektiv und durchsetzbar sind ist nicht klar zu erkennen.<\/li>\n<li>Bleibt festzuhalten: die Lage ist unklar. Die Europ\u00e4ische Kommission hat Italien am <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20190528113056\/https:\/\/ec.europa.eu\/info\/sites\/info\/files\/economy-finance\/2019_dbp_commission_letter_it_20181023_en.pdf\">23. Oktober<\/a>&nbsp;gebeten, binnen drei Wochen einen neuen Haushaltsentwurf vorzulegen. Dies hat die italienische Regierung <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/haushaltsstreit-italiens-regierung-weist-forderungen-der-eu-zurueck\/23215450.html\">abgelehnt<\/a>. Der n\u00e4chste Schritt, wie in <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/HTML\/?uri=CELEX:12008E126&amp;from=EN\">Artikel 126<\/a> des Vertrags \u00fcber die Arbeitsweise der Europ\u00e4ischen Union festgelegt, w\u00e4re, dass der Rat \u201eunverz\u00fcglich Empfehlungen\u201c an Italien richtet den Haushalt innerhalb einer bestimmten Frist (zum Beispiel 3-6 Monate) zu korrigieren. Sollte dies nicht geschehen, kann der Rat feststellen, dass Italien in Verzug ist und weitere Forderungen stellen. Werden diese wiederum innerhalb einer gewissen Frist nicht erf\u00fcllt, kann der Rat per qualifizierter Mehrheit Strafma\u00dfnahmen, inklusive Geldbu\u00dfen, anordnen. Wer und wie diese Strafen durchzusetzen w\u00e4ren ist jedoch im Moment unklar.<\/li>\n<li>Es bleibt also festzuhalten: w\u00e4hrend Italien die wirtschaftspolitische Gretchenfrage in Europa stellt, wird die Antwort noch Monate, vielleicht sogar Jahre auf sich warten lassen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Midterm Wahlen in den USA: <\/strong>Am Dienstag, dem 6. November, gab es in den USA die ersten nationalen Wahlen seit Trumps Pr\u00e4sidentenwahl im November 2016. R\u00fcdiger Bachmann schrieb eine umfassen Einsch\u00e4tzung der Ergebnisse f\u00fcr Makronom: <a href=\"https:\/\/makronom.de\/usa-wahlen-midterms-trump-der-trumpismus-ist-gekommen-um-vorerst-zu-bleiben-28511\">Der Trumpismus ist gekommen, um (vorerst) zu bleiben<\/a>. Diese Einsch\u00e4tzung teilen wir, jedoch mit einer entscheidenden Differenz: Bachmann sagt, dass aufgrund des republikanischen Doppelsieges in Florida (Senatssitz und Gouverneurs-, also Ministerpr\u00e4sidentenwahlen) \u201eFlorida&nbsp;inzwischen als trumpistischer Staat gelten [muss]\u201d. Dies sehen wir anders:<\/p>\n<ul>\n<li>die <a href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/election-results\/florida\/?utm_term=.c923f3c778ff\">Siege<\/a> sind in beiden F\u00e4llen knapp ausgefallen: bei ca. acht Millionen abgegebenen Stimmen schlug der Republikaner Rick Scott den Demokraten Bill Nelson im Rennen um den Senatssitz um nur 15,000 Stimmen. Ron DeSantis (R) schlug Andrew Gillum (D) im Rennen um die Ministerpr\u00e4sidentschaft bei \u00e4hnlicher Gesamtstimmenzahl um gut 30,000 Stimmen.<\/li>\n<li>Gleichzeitig stimmten die W\u00e4hler Floridas daf\u00fcr, Straft\u00e4tern, die ihre Strafe verb\u00fc\u00dft haben, ihr Stimmrecht zur\u00fcckzugeben (<a href=\"https:\/\/www.seattletimes.com\/nation-world\/florida-passes-amendment-to-restore-felons-voting-rights\">Amendment 4<\/a>). Dies betrifft laut <a href=\"https:\/\/www.brennancenter.org\/analysis\/voting-rights-restoration-efforts-florida\">Sch\u00e4tzungen<\/a> mehr als eine Millionen B\u00fcrger (manche <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20200218101341\/https:\/\/felonvoting.procon.org\/view.resource.php?resourceID=000287\">Sch\u00e4tzungen<\/a> sprechen sogar von mehr als 1,6 Millionen), die bisher vom Wahlrecht ausgeschlossen waren.<\/li>\n<li>Jeder Prozentpunkt, um den diese B\u00fcrger die Demokraten bevorzugen, ist ca 10,000 Stimmen wert. Wenn diese neu-W\u00e4hler also nur um 3% bis 4% die Demokraten bevorzugen, w\u00e4ren beide Rennen mit einem Sieg f\u00fcr die Demokraten ausgegangen. Zum Kontext: ca. <a href=\"https:\/\/www.prisonpolicy.org\/profiles\/FL.html\">50% der verurteilten Straft\u00e4ter in Florida sind schwarz<\/a>, die historisch eher Demokraten unterst\u00fctzen (Hillary Clinton konnte zum Beispiel 2016 <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20190113131055\/https:\/\/ropercenter.cornell.edu\/polls\/us-elections\/how-groups-voted\/groups-voted-2016\/\">89%<\/a> aller Schwarzen f\u00fcr sich gewinnen).<\/li>\n<li>W\u00e4hrend Trump und die Republikaner also sowohl 2016 als auch 2018 Siege in Florida davontragen konnten, ist aufgrund von Amendment 4 zu erwarten, dass Florida 2020 h\u00f6chst umk\u00e4mpft sein wird.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Zum Abschluss das Jahresgutachten des Sachverst\u00e4ndigenrates 2018-19<\/strong>. Diese Woche erschien das neue&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de\/fileadmin\/dateiablage\/gutachten\/jg201819\/JG2018-19_gesamt.pdf\">Jahresgutachten<\/a> des <em>Sachverst\u00e4ndigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung<\/em>\u2014umgangssprachlich bekannt als \u201eDie Wirtschaftsweisen\u201c. Insbesondere die Kurzfassung zu Beginn des Gutachten, sechs Seiten kurz, lohnt sich zu lesen. Wer tiefer einsteigen will, sei auf zwei Textstellen hingewiesen:<\/p>\n<ul>\n<li>Vor dem Hintergrund sowohl amerikanischer als auch chinesischer Industriepolitik und protektionistischer Handelspolitik, lohnt es sich, die Sondermeinung Peter Bofingers zum Thema Industriepolitik zu lesen (S. 76-80).<\/li>\n<li>Ebenso lohnenswert ist Isabel Schnabels Sondermeinung zum Thema Europabudget, bzw. Europ\u00e4ische Fiskalkapazit\u00e4t (S. 218-221). Erfrischend ist, dass Professorin Schnabel klar sagt, dass es \u201ein der Realit\u00e4t keine Vorbilder f\u00fcr eine solche Fiskalkapazit\u00e4t gibt, die eine empirische Evaluation erlauben w\u00fcrden\u201c, so dass die Diskussion um ein Eurozonenbudget unvermeidlich eine Frage von (mitunter abweichenden) Einsch\u00e4tzungen und Beurteilung ist. Hervorzuheben ist ebenfalls der Fokus auf den Zusammenbruch des Interbankenmarktes (\u00a7459.), und der damit einhergehende Einbruch der Risikoteilung auf europ\u00e4ischer Ebene.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr>\n<p><em>Picture credit: Sachverst\u00e4ndigenrat; italienisches Finanzministerium; EZB.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Portugal steigerte seinen Defizit von 2% des BIPs 2016 auf 3% 2017 (<a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20201102014406\/https:\/\/ec.europa.eu\/eurostat\/tgm\/table.do?tab=table&amp;init=1&amp;language=de&amp;pcode=tec00127&amp;plugin=1\">Eurostat<\/a>). Da dies jedoch das Wachstum ankurbelte, sank die Verschuldungsquote von 130% 2016 auf 126% 2017 (<a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/167464\/umfrage\/staatsverschuldung-von-portugal-in-relation-zum-bruttoinlandsprodukt-bip\/\">Statista<\/a>), weil der Nenner (das BIP) st\u00e4rker stieg als der Z\u00e4hler (die ausstehenden Schulden).<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DEZERNAT ZUKUNFT Dieses Mal in unserem Blickfeld: Das Ende der Quantitative Lockerung; Italiens Haushalt; die amerikanischen Midterm-Wahlen; sowie das Jahresgutachten des Sachverst\u00e4ndigenrates. Quantiative Lockerung. Das Ende naht. Die EZB stellt zum Ende des Jahres die Neuank\u00e4ufe im Rahmen ihres Quantitative Lockerungsprogramms ein. Werden die Zinsen auf Bundesanleihen steigen, wenn durch das Beenden der Neuank\u00e4ufe die Nachfrage f\u00e4llt? 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