{"id":8995,"date":"2019-06-24T21:14:02","date_gmt":"2019-06-24T19:14:02","guid":{"rendered":"https:\/\/dezernat-zukunft.org\/?p=8995"},"modified":"2023-07-26T11:34:48","modified_gmt":"2023-07-26T09:34:48","slug":"co2-bepreisung-feigenblatt-oder-allheilmittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/co2-bepreisung-feigenblatt-oder-allheilmittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel\/","title":{"rendered":"CO2-Bepreisung: Feigenblatt oder Allheilmittel im Kampf gegen den Klimawandel?"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"font-size:12px\"><strong><a href=\"mailto:info@dezernatzukunft.org\" data-type=\"mailto\" data-id=\"mailto:info@dezernatzukunft.org\">DEZERNAT ZUKUNFT<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bisher versuchte man in Deutschland die Reduktion von CO2 Emissionen vor allem durch das F\u00f6rdern klimafreundlicher Technologien im Energiesektor zu erreichen. Es ist jedoch klar, dass das nicht reicht, um die selbstgesetzten Emissionsziele einzuhalten: die Energiewirtschaft macht nur ein Drittel der deutschen Emissionen aus und die anderen Sektoren liegen weit unter Plan. &nbsp;Sp\u00e4testens seit der Europawahl ist auch klar, dass die deutschen W\u00e4hler von der Politik wirksamere Ma\u00dfnahmen erwarten.&nbsp; Daher findet nun ein schon in der Vergangenheit diskutiertes Konzept auch bei CDU\/CSU wieder den Weg aus der politischen Versenkung: Ein Preis f\u00fcr CO<sub>2<\/sub>-Emissionen, \u00fcber Sektoren hinweg, wenn n\u00f6tig auch als nationale Ma\u00dfnahme. Aber weshalb sollte man \u00fcberhaupt einen Preis f\u00fcr CO<sub>2<\/sub> einf\u00fchren? Was sind m\u00f6gliche Preis-Mechanismen, welche Vor- und Nachteile h\u00e4tten sie? Wie funktioniert das bisherige, europ\u00e4ische Emissionshandelssystem und welche zus\u00e4tzlichen Optionen werden derzeit in Deutschland diskutiert? Ein \u00dcberblick.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Externalit\u00e4ten \u2013 das Lieblingswort der Wirtschaftswissenschaftler in Sachen Klimaschutz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Spricht man mit Volkswirten \u00fcber den Klimawandel, f\u00e4llt mit Sicherheit innerhalb weniger Minuten der Begriff \u201eExternalit\u00e4t\u201c. Als Externalit\u00e4ten werden Kosten (oder Nutzen) bezeichnet, die nicht bei den Produzenten und Konsumenten eines bestimmten Guts anfallen, sondern bei Au\u00dfenstehenden. Wenn ein Chemieunternehmen zum Beispiel seine giftigen Abf\u00e4lle kosteng\u00fcnstig im n\u00e4chsten Badesee entsorgt, kann es seine Produkte billiger anbieten und sowohl das Unternehmen als auch seine Kunden freuen sich. Die Kosten werden von den Badenden am See getragen, die nun beim Schwimmen Gesundheitssch\u00e4den riskieren. Da das Chemieunternehmen jene jedoch nicht entsch\u00e4digen muss, spielt das in seinen kaufm\u00e4nnischen Entscheidungen keine Rolle.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Art, Externalit\u00e4ten (die man nicht komplett verbieten will) zu reduzieren, ist sie mit einem Preis zu versehen: So k\u00f6nnte man zum Beispiel von dem Chemieunternehmen verlangen, f\u00fcr die Reinigung des Sees aufzukommen. Damit w\u00fcrde die Beseitigung des negativen Nebeneffekts (des verschmutzten Seewassers) Teil der kaufm\u00e4nnischen Kalkulation des Chemieunternehmens. Die Kosten w\u00e4ren internalisiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie viele klassische volkswirtschaftliche Ideen ist die \u201eInternalisierung von Externalit\u00e4ten\u201c ein in der Theorie bestechend elegantes Konzept: CO<sub>2<\/sub>-Bepreisung k\u00f6nnte den sonst auf altruistischem Verzicht basierenden Klimaschutz individuell rational machen. Soziale Kontrolle oder staatliche Eingriffe in die Konsumentscheidungen des Einzelnen w\u00e4ren unn\u00f6tig. Gleichzeitig garantiert ein einheitlicher Preis f\u00fcr CO<sub>2<\/sub>, dass Einsparungen dort stattfinden, wo sie am wenigsten kosten. Im Vergleich zu starren Vorgaben oder Verboten (sogenannten \u201eCommand-and-Control\u201c-Instrumenten) hat das den Vorteil, privatwirtschaftliche und \u00f6ffentliche Entscheidungen effizienter und mit weniger Verwaltungsaufwand zu lenken. In Erwartung steigender CO<sub>2<\/sub>-Preise w\u00fcrden auch Investitionen in zuk\u00fcnftige Produkte und Infrastruktur in die richtige Richtung flie\u00dfen. Kurzum, die Bepreisung der Externalit\u00e4t CO<sub>2<\/sub> hat das Potential, einen \u00f6kologischen Strukturwandel zu den gesellschaftlich kleinstm\u00f6glichen Kosten einzuleiten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>CO2 Steuer oder Emissionshandel?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Grunds\u00e4tzlich gibt es zwei M\u00f6glichkeiten, einen Preis f\u00fcr CO<sub>2<\/sub> einzuf\u00fchren:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>\u00dcber ein <strong>Preisinstrument<\/strong>, zum Beispiel eine CO<sub>2<\/sub> Steuer, mit der der Preis f\u00fcr CO<sub>2<\/sub> bestimmt wird<\/li><li>\u00dcber ein <strong>Mengeninstrument<\/strong>, zum Beispiel staatlich ausgegebene Emissionsrechte, die gehandelt werden k\u00f6nnen. \u00dcber den Handel ergibt sich genau der richtige CO<sub>2<\/sub>-Preis f\u00fcr die angestrebte Emissionsmenge, die bestimmt wird durch die teuerste Vermeidungsoption, die gerade noch gezogen werden muss, um die vorgegebene Emissionsmenge einzuhalten.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>In der Theorie sind die beiden Optionen \u00e4quivalent, da zu jedem Preis eine Menge geh\u00f6rt.&nbsp; An welcher Schraube der Gesetzgeber dreht, sollte damit keine Rolle spielen. Wenig \u00fcberraschend sieht das in der Praxis anders aus. Hier gibt es f\u00fcr beide Optionen, Emissionshandel oder CO<sub>2<\/sub> Steuer, potenziell entscheidende Vor- und Nachteile.<\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst kommt es auf den Kontext an: Politiker in den USA beispielsweise stehen Steuern generell deutlich kritischer gegen\u00fcber als in Kontinentaleuropa, da mit mehr Steuern ein auswuchernder Staat in Verbindung gebracht wird. Ein Emissionshandelssystem lie\u00dfe sich dort unter Umst\u00e4nden politisch leichter verkaufen. \u00c4hnlich klingeln auch bei vielen Konservativen in Deutschland beim Thema \u201eCO<sub>2<\/sub>-Steuer\u201c die Alarmglocken.<\/p>\n\n\n\n<p>Zweitens h\u00e4lt das \u00c4quivalenzargument nur im sehr eingeschr\u00e4nkten Rahmen eines perfekt funktionierenden Marktes mit umfassend, auch \u00fcber die Zukunft, informierten Marktteilnehmern und Gesetzgebern. In Realit\u00e4t ist der Name Programm: Ein Mengeninstrument setzt erst einmal eine Menge an CO<sub>2<\/sub> fest \u2013 mit daraus folgender Unsicherheit \u00fcber den Preis. Ein funktionierender Emissionsrechtehandel stellt also die Zielerreichung in den Mittelpunkt, die eine Steuer wom\u00f6glich nur mit nachtr\u00e4glichen Anpassungen garantieren kann. Ein Preisinstrument hingegen gibt Sicherheit \u00fcber CO<sub>2<\/sub>-Kosten, w\u00e4hrend die tats\u00e4chlich ausgesto\u00dfene Menge nicht exakt vorhersehbar ist. Der Vorteil hier besteht in der Sicherheit f\u00fcr Unternehmen und Investoren, die sich nicht gegen fluktuierende CO<sub>2<\/sub>-Preise absichern m\u00fcssten, sondern sich in ihren Investitionsentscheidungen auf einen festen Steuersatz verlassen k\u00f6nnten. Das Risiko von Steueranpassungen in der Zukunft best\u00fcnde zwar, w\u00e4re jedoch wom\u00f6glich kleiner als die derzeit zu beobachtenden Preisschwankungen im europ\u00e4ischen Zertifikathandelssystem; zudem kann der Staat festlegen, dass Investoren, die durch k\u00fcnftige Senkungen von CO<sub>2<\/sub>-Steuern schlechter gestellt werden, kompensiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Deutschland und seine Sektorenziele \u2013 wer muss was beisteuern?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Klimaschutzplan 2050 spaltet Deutschland seine nationalen Klimaziele (minus 40 Prozent Emissionen im Vergleich zu 1990 bis 2020, minus 55 Prozent Emissionen bis 2030) in Sektorenziele auf. Diese Ziele spezifizieren, wie viel Energiewirtschaft, Industrie, Geb\u00e4udesektor, Transport und Landwirtschaft zur Emissionsminderung beitragen sollen. Die Bundesregierung best\u00e4tigte Anfang des Jahres, dass die 2020-Ziele nicht erreicht werden. Folgende Graphik zeigt, welche Einsparungen zu Erreichung der 2030 Ziele notwendig sind und wie sie sich auf die einzelnen Sektoren verteilen k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.dezernatzukunft.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Bild1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1173\" width=\"768\" height=\"576\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Sowohl ein Mengen- als auch ein Preis-Instrument f\u00fcr CO<sub>2<\/sub> sehen sich bez\u00fcglich dieser Sektorziele demselben Problem gegen\u00fcber: CO<sub>2<\/sub>-Vermeidungskosten sind in den einzelnen Sektoren sehr unterschiedlich. W\u00e4hrend ein CO<sub>2<\/sub>-Preis von 20 Euro pro Tonne im Stromsektor bereits Wirkung zeigt, lie\u00dfe sich damit im Verkehrssektor oder in der energieintensiven Industrie keine Verhaltens\u00e4nderung herbeif\u00fchren. Ein niedrig angesetzter und dann steigender CO<sub>2<\/sub>-Preis w\u00fcrde also zun\u00e4chst prim\u00e4r die g\u00fcnstig zu dekarbonisierenden Sektoren beeinflussen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr das Klima ist es grunds\u00e4tzlich egal, wo und in welchem Sektor Emissionen eingespart werden. Auch \u00f6konomisch ist es einleuchtend, Emissionen zun\u00e4chst dort zu vermeiden, wo es besonders g\u00fcnstig ist. Man k\u00f6nnte daher argumentieren, dass ein Verfehlen bestimmter Sektorenziele erstmal kein Problem ist, solange das Gesamtergebnis stimmt. Das verkennt aber, wie langfristig geplant werden muss, um z.B. im Bereich Geb\u00e4ude signifikanten Einsparungen zu erreichen: Neubau- und Renovierungsquoten sind so gering, dass ein langer Vorlauf n\u00f6tig ist, um CO<sub>2<\/sub>-einsparende Ma\u00dfnahmen gro\u00dffl\u00e4chig ohne teure Hauruck-Aktionen umzusetzen. Ist in einer fr\u00fchen Phase der CO<sub>2<\/sub>-Preis zu niedrig, werden beispielsweise im W\u00e4rmesektor weiterhin \u00d6lheizungen anstatt W\u00e4rmepumpen verbaut, die \u00fcber Jahrzehnte weiter Emissionen verursachen. In der Industrie stehen Gro\u00dfinvestitionen wie zum Beispiel in Hoch\u00f6fen nur alle 30-50 Jahre an \u2013 jede verpasste Investitionswelle bedeutet einen \u201elock-in-Effekt\u201c von Jahrzehnten. Und auch im Verkehr sind Umstellungen so planungs- und infrastrukturintensiv, dass ein langer Vorlauf n\u00f6tig ist. Ob allein die M\u00f6glichkeit in Zukunft steigender CO<sub>2<\/sub>-Preise ohne konkrete Ma\u00dfnahmen und Preissignale hier zu rechtzeitigem Handeln f\u00fchren w\u00fcrde, ist unklar. Ein einziger sektor\u00fcbergreifender CO<sub>2<\/sub>-Preis l\u00e4uft damit Gefahr, f\u00fcr die \u201eg\u00fcnstigeren\u201c Sektoren zu fr\u00fch, f\u00fcr die \u201eteureren\u201c Sektoren zu sp\u00e4t Preissignale zu senden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>CO<sub>2<\/sub>-Bepreisung in der Praxis \u2013 was funktioniert in Europa und in anderen L\u00e4ndern?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei allen theoretischen \u00dcberlegungen zur CO<sub>2<\/sub>-Bepreisung lohnt sich der Blick auf das schon existierende CO<sub>2<\/sub>-Handelssystem der EU, sowie auf L\u00f6sungen in anderen L\u00e4ndern. In Europa gibt es seit 2005 mit dem sogenannten EU-ETS <em>(Emissions Trading System)<\/em> den weltweit ersten grenz\u00fcberschreitenden Emissionsrechtehandel. Das System umfasst die Stromsektoren 31 europ\u00e4ischer L\u00e4nder, die energieintensive Industrie und seit 2012 den innereurop\u00e4ischen Luftverkehr \u2013 und damit rund 45% der europ\u00e4ischen Emissionen. Verkehr (au\u00dfer der innereurop\u00e4ischen Luftfahrt) ist ausgeschlossen. Es legt eine, im Rahmen der EU-Klimaziele sinkende, Menge an Emissionsberechtigungen fest, die teils versteigert, teils umsonst ausgegeben werden. Zertifikate sind handelbar \u2013 ihr Preis ergibt sich aus der Nachfrage der abgedeckten Sektoren sowie dem Angebot an in begrenzter Menge ausgegebenen Zertifikaten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das EU-ETS startete recht holprig, vor allem weil die Zertifikate mit Preisen unter 5 EUR\/tCO<sub>2 <\/sub>viel zu g\u00fcnstig waren, um einen effektiven Anreiz zur Verringerung des CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00dfes zu geben. Im Dezember 2017 wurde eine Reform f\u00fcr die vierte Handelsphase von 2021 bis 2030 beschlossen, die dieses Problem beheben sollte. Das bisher niedrige Preisniveau hatte im Wesentlichen drei Gr\u00fcnde:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die Menge an bis 2020 auszugebenden Zertifikaten wurde vor der Finanz-, Wirtschafts- und Eurokrise ab 2008 festgelegt. Dadurch wurde das Wirtschaftswachstum und somit die Nachfrage nach CO<sub>2<\/sub>-Zertifikaten \u00fcbersch\u00e4tzt. Aufgrund des niedrigeren Wirtschaftswachstums der letzten Jahre war die vorgegebene Emissionsmenge zu geringen Kosten zu erreichen.<\/li><li>Zudem f\u00fchrten EU-Mitgliedsstaaten nationale Ma\u00dfnahmen ein, die sich mit der Wirkung des EU-ETS \u00fcberlappten: so f\u00fchrte beispielsweise das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz, mit dem u.a. der Ausbau von Wind- und Solarenergie gef\u00f6rdert wird, dazu, dass der Druck auf andere, CO<sub>2<\/sub> einzusparen, verringert wurde, was den CO<sub>2<\/sub>-Preis im Emissionshandel senkte (der sog. \u201eWasserbett-Effekt\u201c).<\/li><li>Drittens war es anfangs m\u00f6glich, zus\u00e4tzliche Emissionszertifikate in den EU-ETS zu \u201eimportieren\u201c: sogenannte CER oder JI\/CDM-Zertifikate wurden f\u00fcr erreichte Emissionseinsparungen in Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4ndern vergeben und konnten genutzt werden, um Emissionen in Europa zu kompensieren. Viele der Einsparungen hinter den \u201eImport-Zertifikaten\u201c waren von fragw\u00fcrdiger Natur, sodass diese M\u00f6glichkeit vor einigen Jahren stark eingeschr\u00e4nkt wurde; die zuvor importierten Mengen behandelten jedoch ihre G\u00fcltigkeit und tragen zum \u00dcberangebot bei.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Die 2017 verabschiedete Reform sieht im Kern drei Ma\u00dfnahmen vor, in deren Erwartung sich die Preise deutlich erholt haben und nun bei rund 25 EUR\/tCO<sub>2<\/sub> liegen: Zum einen wird die Menge an j\u00e4hrlich auszugebenden Zertifikaten k\u00fcnftig schneller reduziert als bisher geplant, zum anderen werden \u00fcbersch\u00fcssige Zertifikate in die sogenannte Marktstabilit\u00e4tsreserve \u00fcberf\u00fchrt und dort gr\u00f6\u00dftenteils gel\u00f6scht. Zus\u00e4tzlich erhalten Staaten die M\u00f6glichkeit, freiwillig Zertifikate zu l\u00f6schen, die aufgrund von nationalen Extrama\u00dfnahmen wie beispielsweise dem Kohleausstieg in Deutschland eingespart werden. So l\u00e4sst sich der oben genannte Wasserbett-Effekt vermeiden, bei dem Zertifikate, die in einem Land vermieden werden, durch niedrigere Preise in anderen L\u00e4ndern zus\u00e4tzlich ausgesto\u00dfen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die in Paris festgesetzten Klimaziele zu erreichen, braucht es eine weitere Preissteigerung im EU-ETS. Ein Preis von 25 EUR\/tCO<sub>2<\/sub> hilft aber schon heute, Gas attraktiver als Kohle zu machen und st\u00fctzt die Margen von Stromerzeugern erneuerbarer Energien. Allerdings deckt der europ\u00e4ische Emissionshandel nicht alle Sektoren ab, und seine Ziele sind im Vergleich zu dem, was ben\u00f6tigt w\u00fcrde, um die Erderw\u00e4rmung unter 2\u00b0C (oder gar 1,5\u00b0C) zu begrenzen, wenig ambitioniert.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.dezernatzukunft.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Bild2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1174\" width=\"768\" height=\"576\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Auch in anderen L\u00e4ndern haben sich Bepreisungssysteme f\u00fcr CO<sub>2<\/sub> durchgesetzt: Laut Weltbank sind 2019 rund 20 Prozent der Emissionen durch 57 verschiedenen Preissysteme abgedeckt. In der Praxis finden es die meisten L\u00e4nder bisher jedoch politisch schwierig, CO<sub>2<\/sub>-Preise festzulegen, die hoch genug sind, um eine tiefgreifende Dekarbonisierung zu bewirken. Viele Bepreisungssysteme sind daher recht moderat. In Frankreich und Australien wurden die Bem\u00fchungen zur Erh\u00f6hung der CO<sub>2<\/sub>-Steuern nach W\u00e4hlerprotesten eingestellt. Schweden, das eine sektor\u00fcbergreifende CO<sub>2<\/sub>-Steuer (mit Ausnahme energieintensiver Industrien) von 24 EUR\/tCO<sub>2<\/sub> bereits 1991 einf\u00fchrt und seitdem kontinuierlich und geplant auf heute 114 EUR erh\u00f6ht hat, ist eine rare Ausnahme.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>CO<sub>2<\/sub>-Bepreisung in Deutschland: eine Bestandsaufnahme<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie oben beschrieben sind die einzigen Sektoren, die in Deutschland derzeit einem direkten CO<sub>2<\/sub>-Preis ausgesetzt, diejenigen, die der europ\u00e4ische Emissionshandel abdeckt. F\u00fcr diese Sektoren ergibt sich der CO<sub>2<\/sub>-Preis aus dem Markt; er liegt derzeit bei ca. 25 EUR\/t CO<sub>2<\/sub>. F\u00fcr die \u00fcbrigen Sektoren ist die Lage komplexer: dort ergibt sich durch die jeweiligen Energiesteuern (Mineral\u00f6lsteuer, etc.) eine implizite CO<sub>2<\/sub>-Bepreisung, die, da die Energiesteuern historisch gewachsen sind, nicht am CO<sub>2<\/sub>-Gehalt der Energietr\u00e4ger orientiert sind. Somit ergibt sich beispielsweise f\u00fcr Diesel ein wesentlich niedrigerer CO<sub>2<\/sub>-Preis als f\u00fcr Benzin, f\u00fcr Heiz\u00f6l in Haushalten ein um den Faktor von mehr als drei niedrigerer CO<sub>2<\/sub>-Preis als f\u00fcr Erdgas. Dies steht effizienten Investitionen zur Emissionsreduktion im Wege: \u00d6lheizung sind attraktiver als Gasheizungen, Diesel-PKW \u00fcber Geb\u00fchr attraktiver als Benziner.&nbsp; Der Luftverkehr ist hier noch einmal ein Sonderfall: das dort verbrauchte Kerosin ist von Energiesteuern befreit und zahlt damit keinen impliziten CO<sub>2<\/sub>-Preis.<a href=\"#_ftn1\">[1]<\/a><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.dezernatzukunft.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Bild3.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1175\" width=\"768\" height=\"576\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>In Summe f\u00fchrt dies zu einer hochgradig differenzierten Bepreisung von CO<sub>2<\/sub>-Emissionen: der effektive CO<sub>2<\/sub>-Preis schwankt zwischen Null und fast 300 Euro pro Tonne CO<sub>2<\/sub>. An diesem Punkt sollte jede Reform von CO<sub>2<\/sub>-Preisen ansetzen: eine reine Besteuerung von CO<sub>2<\/sub>-Emissionen w\u00fcrde die aus der Ungleichbehandlung der verschiedenen Energietr\u00e4ger resultierenden Ineffizienzen nicht l\u00f6sen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.dezernatzukunft.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Bild4.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1176\" width=\"768\" height=\"576\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Die deutsche Debatte \u00fcber CO<sub>2<\/sub>-Bepreisung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In der deutschen Debatte stehen sich im Wesentlichen zwei Positionen gegen\u00fcber: die der FDP und von Teilen der Union, die auf Emissionshandelsinstrumente setzen, und die von SPD und Gr\u00fcnen, die eher f\u00fcr eine direkte CO<sub>2<\/sub>-Bepreisung durch eine Steuer sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Vorschlag der FDP ist der am konkretesten ausgearbeitete: Deutschland soll den EU ETS auf weitere Sektoren, die derzeit nicht durch ihn abgedeckt werden, wie zum Beispiel W\u00e4rme und Verkehr, ausweiten. Somit w\u00fcrden diese Sektoren ebenfalls ein CO<sub>2<\/sub>-Preissignal bekommen, was zu Emissionseinsparungen f\u00fchren soll. Dies ginge laut FDP-Position ohne \u00c4nderung der europ\u00e4ischen Gesetze und somit ohne Zustimmung der anderen Mitgliedsstaaten.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend dieser Vorschlag auf den ersten Blick vielversprechend wirkt, ergeben sich dabei jedoch mindestens zwei Probleme. Einerseits ist die rechtliche Umsetzbarkeit des Vorschlags umstritten: ein <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/images\/dokumente\/2019\/05\/einbeziehung_verkehrssektor_emissionshandel_EU__ETS_bf.pdf\">Gutachten<\/a> des Bundesumweltministeriums kommt zum Schluss, dass die unilaterale Ausweitung des EU ETS rechtlich nicht m\u00f6glich w\u00e4re. Auf die rechtlichen Aspekte soll hier nicht eingegangen werden, allerdings ist zu erwarten, dass andere EU-Mitgliedsstaaten angesichts der zu erwartenden Umverteilungswirkung (siehe Folgepunkt) gegen die Einbeziehung klagen w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p>Andererseits ist fraglich, ob eine Ausweitung des bestehenden Emissionshandels \u00f6konomisch sinnvoll ist: in einem Handelssystem ergibt sich der CO<sub>2<\/sub>-Preis durch die g\u00fcnstigsten Vermeidungsoptionen, die zur Zielerreichung noch ben\u00f6tigt werden. Dadurch entsteht genau das Problem, das man, wie oben beschrieben, durch Sektorziele vermeiden m\u00f6chte: Reformen in Sektoren mit langer Vorlaufzeit werden nicht angeschoben und hohe Emissionsniveaus durch den anhaltenden Verbau von \u00d6lheizungen, ineffizienten Hoch\u00f6fen etc. perpetuiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Union hat bisher keinen offiziellen Vorschlag; dieser soll bis Herbst 2019 ausgearbeitet werden. Es wird jedoch von verschiedenen Spitzenpolitikern entweder die Ausweitung des EU ETS (siehe FDP-Position) oder die Einf\u00fchrung eines eigenen Emissionshandels f\u00fcr den W\u00e4rme- und Verkehrssektor gefordert. Bei letzterem g\u00e4lte der oben ge\u00e4u\u00dferte Kritikpunkt hinsichtlich in unterschiedlichen Sektoren sehr unterschiedlichen Vermeidungskosten nicht, da sich ein eigener CO<sub>2<\/sub>-Preis f\u00fcr den W\u00e4rme und Verkehrssektor bilden k\u00f6nnte, der wohl \u00fcber dem im EU ETS l\u00e4ge. Im Gegensatz zum EU ETS, bei dem einzelne Installationen (d.h. emittierende Anlagen) erfasst werden, ist bei einem solchen System die Erfassung einzelner PKW oder Immobilien jedoch klar nicht sinnvoll. Hier m\u00fcsste das Handelssystem an der Quelle, z. B. beim Verkauf von Benzin, Diesel oder Heiz\u00f6l entsprechend ihrem CO<sub>2<\/sub>-Gehalt ansetzen. Ein solches, separates Handelssystem verdient zumindest die Ausarbeitung zu einem detaillierten Vorschlag, der dann mit verschiedenen CO<sub>2<\/sub>-Steuer-Konzepten verglichen werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>SPD und Gr\u00fcne haben bisher keine klar ausgearbeiteten Konzepte zur CO<sub>2<\/sub>-Bepreisung; \u00c4u\u00dferungen verschiedener Spitzenpolitiker lassen jedoch vermuten, dass in Richtung CO<sub>2<\/sub>-Steuer mit den oben beschriebenen Vor- und Nachteilen, gedacht wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Vorschl\u00e4ge aller Parteien haben gemein, dass sie ohne eine grundlegende Reform des Steuer- und Abgabensystems im Energiebereich wenig sinnvoll w\u00e4ren: wie oben beschrieben, setzen sowohl CO<sub>2<\/sub>-Steuer als auch -Handelssystem eine Reform der bestehenden Abgaben und Umlagen auf Energierohstoffe voraus, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Dabei liegen verschiedene Vorschl\u00e4ge f\u00fcr eine aufkommensneutrale Reform vor; weitere sind in Arbeit. Politisch bleibt das Thema allerdings problematisch: selbst wenn eine Reform der CO<sub>2<\/sub>-Bepreisung in Summe zu keiner Mehrbelastung der B\u00fcrger f\u00fchrt, wird es unvermeidlich sein, dass einzelne Haushalte durch sie besser oder schlechter gestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei ist bereits das aktuelle System der expliziten und impliziten CO<sub>2<\/sub>-Bepreisung kaum sozial gerecht: Flug-Fernreisen, die zweifelsohne eher von wohlhabenden B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern genutzt werden, unterliegen keiner impliziten CO<sub>2<\/sub>-Besteuerung, die Deutsche Bahn dagegen schon. Wer sich ein modernes Auto oder eine neue Heizung leisten kann, zahlt weniger, als diejenigen, die ihre alte Heizung immer wieder reparieren lassen, da das Kapital f\u00fcr die Ersatzinvestition fehlt. Eine durchdachte Reform der CO<sub>2<\/sub>-Bepreisung in Deutschland setzt daher nicht kontextlos bei Klimafragen an, sondern bezieht die weiteren Zielsetzungen unserer \u00f6konomischen Ordnung mit ein. Damit w\u00fcrde die CO<sub>2<\/sub>-Bepreisung von einem politischen Gefahrengut, das Proteste wie in Frankreich riskiert, zu einer Chance, die \u00f6konomische Ordnung n\u00e4her an unseren gemeinsamen Werten auszurichten.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> Wobei, wie oben beschrieben, der innereurop\u00e4ische Teil des Flugverkehrs Teil des EU-ETS ist. Zudem wird in Deutschland eine Luftverkehrsteuer erhoben, die sich jedoch nicht nach den Emissionen von Fl\u00fcgen richtet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DEZERNAT ZUKUNFT Bisher versuchte man in Deutschland die Reduktion von CO2 Emissionen vor allem durch das F\u00f6rdern klimafreundlicher Technologien im Energiesektor zu erreichen. Es ist jedoch klar, dass das nicht reicht, um die selbstgesetzten Emissionsziele einzuhalten: die Energiewirtschaft macht nur ein Drittel der deutschen Emissionen aus und die anderen Sektoren liegen weit unter Plan. &nbsp;Sp\u00e4testens seit der Europawahl ist auch &#8230; <a href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/co2-bepreisung-feigenblatt-oder-allheilmittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel\/\" class=\"more-link\">Read More<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":42,"featured_media":71901,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[192],"tags":[173,184,283,172,265],"class_list":["post-8995","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-archive","tag-climate","tag-financial-markets","tag-finanzmaerkte","tag-finanzmaerkte-2","tag-klima-en"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.8 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>CO2-Bepreisung: Feigenblatt oder Allheilmittel im Kampf gegen den Klimawandel? - Dezernat Zukunft<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Institut f\u00fcr Makrofinanzen\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/co2-bepreisung-feigenblatt-oder-allheilmittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_US\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"CO2-Bepreisung: Feigenblatt oder Allheilmittel im Kampf gegen den Klimawandel? - Dezernat Zukunft\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Institut f\u00fcr Makrofinanzen\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/co2-bepreisung-feigenblatt-oder-allheilmittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Dezernat Zukunft\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2019-06-24T19:14:02+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2023-07-26T09:34:48+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/co2-bespreisung.png\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1600\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"933\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/png\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Dezernat Zukunft\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@DezernatZ\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@DezernatZ\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Written by\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Dezernat Zukunft\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Est. reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"16 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/co2-bepreisung-feigenblatt-oder-allheilmittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/co2-bepreisung-feigenblatt-oder-allheilmittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel\/\"},\"author\":{\"name\":\"Dezernat Zukunft\",\"@id\":\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/#\/schema\/person\/8632c473e2d4ac34878a760c537635dd\"},\"headline\":\"CO2-Bepreisung: Feigenblatt oder Allheilmittel im Kampf gegen den Klimawandel?\",\"datePublished\":\"2019-06-24T19:14:02+00:00\",\"dateModified\":\"2023-07-26T09:34:48+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/co2-bepreisung-feigenblatt-oder-allheilmittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel\/\"},\"wordCount\":2821,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/co2-bepreisung-feigenblatt-oder-allheilmittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/co2-bespreisung.png\",\"keywords\":[\"Climate\",\"Financial markets\",\"Finanzm\u00e4rkte\",\"Finanzm\u00e4rkte\",\"Klima\"],\"articleSection\":[\"Archive\"],\"inLanguage\":\"en-US\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/co2-bepreisung-feigenblatt-oder-allheilmittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel\/\",\"url\":\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/co2-bepreisung-feigenblatt-oder-allheilmittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel\/\",\"name\":\"CO2-Bepreisung: Feigenblatt oder Allheilmittel im Kampf gegen den Klimawandel? - Dezernat Zukunft\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/co2-bepreisung-feigenblatt-oder-allheilmittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/co2-bepreisung-feigenblatt-oder-allheilmittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/co2-bespreisung.png\",\"datePublished\":\"2019-06-24T19:14:02+00:00\",\"dateModified\":\"2023-07-26T09:34:48+00:00\",\"description\":\"Institut f\u00fcr Makrofinanzen\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/co2-bepreisung-feigenblatt-oder-allheilmittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-US\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/co2-bepreisung-feigenblatt-oder-allheilmittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-US\",\"@id\":\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/co2-bepreisung-feigenblatt-oder-allheilmittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/co2-bespreisung.png\",\"contentUrl\":\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/co2-bespreisung.png\",\"width\":1600,\"height\":933},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/co2-bepreisung-feigenblatt-oder-allheilmittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"CO2-Bepreisung: Feigenblatt oder Allheilmittel im Kampf gegen den Klimawandel?\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/#website\",\"url\":\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/\",\"name\":\"Dezernat Zukunft\",\"description\":\"Institut f\u00fcr Makrofinanzen\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-US\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/#organization\",\"name\":\"Dezernat Zukunft\",\"url\":\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-US\",\"@id\":\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/#\/schema\/logo\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Dezernat_Zukunft-01_Zeichenfla\u0308che-1.png\",\"contentUrl\":\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Dezernat_Zukunft-01_Zeichenfla\u0308che-1.png\",\"width\":966,\"height\":167,\"caption\":\"Dezernat Zukunft\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/#\/schema\/logo\/image\/\"},\"sameAs\":[\"https:\/\/x.com\/DezernatZ\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/#\/schema\/person\/8632c473e2d4ac34878a760c537635dd\",\"name\":\"Dezernat Zukunft\",\"url\":\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/author\/dzautorinnen\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"CO2-Bepreisung: Feigenblatt oder Allheilmittel im Kampf gegen den Klimawandel? - Dezernat Zukunft","description":"Institut f\u00fcr Makrofinanzen","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/co2-bepreisung-feigenblatt-oder-allheilmittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel\/","og_locale":"en_US","og_type":"article","og_title":"CO2-Bepreisung: Feigenblatt oder Allheilmittel im Kampf gegen den Klimawandel? - Dezernat Zukunft","og_description":"Institut f\u00fcr Makrofinanzen","og_url":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/co2-bepreisung-feigenblatt-oder-allheilmittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel\/","og_site_name":"Dezernat Zukunft","article_published_time":"2019-06-24T19:14:02+00:00","article_modified_time":"2023-07-26T09:34:48+00:00","og_image":[{"width":1600,"height":933,"url":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/co2-bespreisung.png","type":"image\/png"}],"author":"Dezernat Zukunft","twitter_card":"summary_large_image","twitter_creator":"@DezernatZ","twitter_site":"@DezernatZ","twitter_misc":{"Written by":"Dezernat Zukunft","Est. reading time":"16 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/co2-bepreisung-feigenblatt-oder-allheilmittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/co2-bepreisung-feigenblatt-oder-allheilmittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel\/"},"author":{"name":"Dezernat Zukunft","@id":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/#\/schema\/person\/8632c473e2d4ac34878a760c537635dd"},"headline":"CO2-Bepreisung: Feigenblatt oder Allheilmittel im Kampf gegen den Klimawandel?","datePublished":"2019-06-24T19:14:02+00:00","dateModified":"2023-07-26T09:34:48+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/co2-bepreisung-feigenblatt-oder-allheilmittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel\/"},"wordCount":2821,"publisher":{"@id":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/co2-bepreisung-feigenblatt-oder-allheilmittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/co2-bespreisung.png","keywords":["Climate","Financial markets","Finanzm\u00e4rkte","Finanzm\u00e4rkte","Klima"],"articleSection":["Archive"],"inLanguage":"en-US"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/co2-bepreisung-feigenblatt-oder-allheilmittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel\/","url":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/co2-bepreisung-feigenblatt-oder-allheilmittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel\/","name":"CO2-Bepreisung: Feigenblatt oder Allheilmittel im Kampf gegen den Klimawandel? - Dezernat Zukunft","isPartOf":{"@id":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/co2-bepreisung-feigenblatt-oder-allheilmittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/co2-bepreisung-feigenblatt-oder-allheilmittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/co2-bespreisung.png","datePublished":"2019-06-24T19:14:02+00:00","dateModified":"2023-07-26T09:34:48+00:00","description":"Institut f\u00fcr Makrofinanzen","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/co2-bepreisung-feigenblatt-oder-allheilmittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-US","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/co2-bepreisung-feigenblatt-oder-allheilmittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-US","@id":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/co2-bepreisung-feigenblatt-oder-allheilmittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel\/#primaryimage","url":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/co2-bespreisung.png","contentUrl":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/co2-bespreisung.png","width":1600,"height":933},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/co2-bepreisung-feigenblatt-oder-allheilmittel-im-kampf-gegen-den-klimawandel\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"CO2-Bepreisung: Feigenblatt oder Allheilmittel im Kampf gegen den Klimawandel?"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/#website","url":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/","name":"Dezernat Zukunft","description":"Institut f\u00fcr Makrofinanzen","publisher":{"@id":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-US"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/#organization","name":"Dezernat Zukunft","url":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-US","@id":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Dezernat_Zukunft-01_Zeichenfla\u0308che-1.png","contentUrl":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Dezernat_Zukunft-01_Zeichenfla\u0308che-1.png","width":966,"height":167,"caption":"Dezernat Zukunft"},"image":{"@id":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/x.com\/DezernatZ"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/#\/schema\/person\/8632c473e2d4ac34878a760c537635dd","name":"Dezernat Zukunft","url":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/author\/dzautorinnen\/"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8995","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/42"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8995"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8995\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":71318,"href":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8995\/revisions\/71318"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/71901"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8995"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8995"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8995"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}