{"id":8749,"date":"2020-04-10T15:06:09","date_gmt":"2020-04-10T13:06:09","guid":{"rendered":"https:\/\/dezernat-zukunft.org\/?p=8749"},"modified":"2024-01-02T12:07:52","modified_gmt":"2024-01-02T11:07:52","slug":"bargeld-2-0-ein-offentlicher-e-euro-fur-die-demokratische-digitalisierung-im-finanzsektor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/bargeld-2-0-ein-offentlicher-e-euro-fur-die-demokratische-digitalisierung-im-finanzsektor\/","title":{"rendered":"Bargeld 2.0: Ein \u00f6ffentlicher E-Euro f\u00fcr die demokratische Digitalisierung im Finanzsektor?"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"font-size:12px\"><strong>STEFAN HERWEG, CAROLINA MELCHES<\/strong><\/p>\n\n\n<p>Im Juni 2019 k\u00fcndigte <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/facebook-digitale-weltwaehrung-101.html\">Facebook <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/facebook-digitale-weltwaehrung-101.html\">an<\/a>, eine eigene W\u00e4hrung namens \u201eLibra\u201c auszugeben. Dieser Vorsto\u00df hat Aufsichtsbeh\u00f6rden, Zentralbanken und die Finanzbranche in Aufruhr versetzt. Dabei ist Facebook nur die Spitze des Eisbergs. Denn die Digitalisierung des Geld- und Zahlungsverkehrs schreitet seit Jahren voran, die Relevanz klassischer Gesch\u00e4ftsbanken und des Bargelds nimmt tendenziell ab. Stattdessen entern Finanz-Startups (FinTechs) und vermehrt auch die gro\u00dfen Tech-Firmen wie Amazon, Google und Facebook (BigTechs) den Finanzsektor.<\/p>\n<p>\u00d6konomisch werden Nutzerdaten zum essentiellen Rohstoff vieler Gesch\u00e4ftsmodelle, da sie Algorithmen f\u00fcttern und ma\u00dfgeschneiderte Produkte und Werbung erm\u00f6glichen. Durch Skalen- und Netzwerkeffekte wird Gr\u00f6\u00dfe f\u00fcr Unternehmen und ihre Plattformen zum Wettbewerbsvorteil. F\u00fcr Kunden werden intuitive App-L\u00f6sungen und die Verlagerung von Dienstleistungen auf das Smartphone zum Standard.<\/p>\n<p>Im Ergebnis verquicken sich f\u00fcr Nutzer Fragen nach der Hoheit \u00fcber pers\u00f6nliche Daten und der Sicherheit des bei FinTech oder BigTech angelegten Ersparten in der n\u00e4chsten Finanzkrise. Das im 19. Jahrhundert etablierte W\u00e4hrungsmonopol der Staaten steht ebenso in Frage wie der Umgang mit Marktmacht alter oder neuer Finanzdienstleister. Eine m\u00f6gliche Antwort auf diese Fragen k\u00f6nnte die Digitalisierung des staatlichen Bargelds sein: sicher, (teilweise) anonym, \u00f6ffentlich kontrolliert und online. Viele Fragen sind dabei aber noch offen. Der Rest dieses Artikels schildert zun\u00e4chst die Umbr\u00fcche die zur Zeit im Finanzsektor stattfinden, um im Anschluss das F\u00fcr- und Wider von digitalem staatlichen Bargeld zu analysieren.<\/p>\n<p><strong>Umbr\u00fcche im Finanzsektor<\/strong><\/p>\n<p>Der traditionelle Bankensektor verarbeitet insbesondere in Europa noch die Folgen des Crashs von 2008 und der Eurokrise, sowie die Anpassung an ein neues Regulierungsregime. Viele Banken konnten aus ihren Altlasten nach der Krise nicht herauswachsen, da die Kreditnachfrage von Haushalten und Unternehmen infolge der unsicheren \u00f6konomischen Aussichten und fehlender fiskalischer Impulse schwach blieb. Der Gro\u00dfteil der Banken hat daher mit niedriger Profitabilit\u00e4t zu k\u00e4mpfen, wodurch Ressourcen f\u00fcr Investitionen in die Digitalisierung und Erneuerung veralteter IT-Systeme knapp sind (Sachverst\u00e4ndigenrat, Jahresgutachten 19\/20, <a href=\"https:\/\/www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de\/fileadmin\/dateiablage\/gutachten\/jg201920\/JG201920_04_Finanzmarkt.pdf\">4. Kapitel<\/a>).<\/p>\n<p>Doch die Anpassung unseres Geld- und Zahlungssystems an die digitalisierte Welt dr\u00e4ngt. Online-K\u00e4ufe werden binnen Sekunden get\u00e4tigt, aber \u00dcberweisungen dauern im internationalen Zahlungsverkehr mehrere Tage. Der E-Commerce macht mittlerweile 10,8 Prozent des gesamten deutschen Einzelhandels aus, Tendenz steigend. Das wirkt sich auch auf die Nutzung von Bargeld aus: Nur noch 18 Prozent aller Ausgaben der Haushalte werden mit Bargeld beglichen (<a href=\"https:\/\/www.bundesbank.de\/resource\/blob\/665446\/cfd6e8fbe0f2563b9fc1f48fabda8ca2\/mL\/2017-09-distributed-ledger-technologien-data.pdf\">Bundesbank 2017<\/a>).<\/p>\n<p>In der Folge w\u00e4chst die Nachfrage der Kunden nach bequemen und schnellen digitalen Zahlungsm\u00f6glichkeiten. FinTechs haben diese Angebotsl\u00fccke erkannt. Statt des kompletten Programms einer klassischen Gesch\u00e4ftsbank bieten sie spezialisierte Finanzdienstleistungen wie die Zahlungsverkehrsabwicklung im E-Commerce (z.B. Wirecard, Klarna), Zahlungsverkehrsabwicklung international (z.B. Transferwise), Neo-Banking (z.B. N26, SolarisBank), Anlagevermittlung, spezielle Kreditdienstleistungen, oder Kryptob\u00f6rsen. Finden sie in ihrer Nische Erfolg, wird diese teils verlassen. Neo-Banken wie N26 etwa beginnen oft mit der Bereitstellung einer App und dem Interface f\u00fcr den Endkunden. Das eigentliche Finanzgesch\u00e4ft l\u00e4uft im Hintergrund \u00fcber ein Drittunternehmen mit Banklizenz und Infrastruktur wie z.B. Wirecard. Erst mit wachsendem Kundenstamm und Ressourcen wird eine eigene Lizenz beantragt und vollwertige Banksysteme eingerichtet.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich sto\u00dfen mittlerweile auch \u201cBigTechs\u201d wie Amazon, Google und Apple in die Finanzbranche vor. Sie verf\u00fcgen bereits \u00fcber immense finanzielle Ressourcen, leistungsf\u00e4hige digitale Infrastruktur und einen gro\u00dfen Kundenstamm. Die Erweiterung ihrer Plattformen um Finanzdienstleistungen l\u00e4uft durch den \u201eLock-In\u201c-Effekt noch schneller. Kunden k\u00f6nnen in einer einzelnen Anwendung einkaufen, kommunizieren und ihre Finanzen verwalten. Dies ist bequem. Der Faktor \u201eConvenience\u201c ist beim Kampf um Marktanteile entscheidend.<\/p>\n<p>Die sch\u00f6ne neue Welt der digitalisierten Finanzen hat aber auch Schattenseiten. Denn pers\u00f6nliche Daten und die Privatsph\u00e4re sind im Online-Handel f\u00fcr B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger oft Ware. Neben dem Online-Shop-Betreiber greifen die jeweiligen Zahlungsdiensteanbieter bei jeder Online-Bezahlung auf Transaktions- und Kaufdaten zu.<\/p>\n<p>\u00dcberdies besitzen viele Tech-Firmen (bisher) keine Vollbanklizenz und entgehen so den damit einhergehenden regulatorischen Anforderungen. Daher sind Einlagen, Guthaben oder in Abwicklung befindliche Zahlungen im Falle von Insolvenz oder Finanzmarktturbulenzen nur bedingt sicher. Diese Unsicherheit beg\u00fcnstigt unter Umst\u00e4nden Krisen, wenn Menschen Vertrauen verlieren und es zum Bank Run kommt.<\/p>\n<p>F\u00fcr Unternehmen und Einzelh\u00e4ndler ist der digitale Zahlungsverkehr \u00fcberdies mit teils hohen Geb\u00fchren verbunden. Denn die gro\u00dfen Zahlungsdienstleister wie PayPal, Visa oder SofortBezahlung sind zwar f\u00fcr Endkunden umsonst, der Anbieter muss aber die Nutzung bezahlen. Insbesondere \u00dcberweisungen \u00fcber (W\u00e4hrungs)Grenzen sind kostspielig, da hier im Zusammenspiel mehrerer Institute (z.B. als Korrespondenzbanken) Compliance-Kosten z.B. in der Geldw\u00e4schepr\u00e4vention steigen. Im analogen Handel halten sich viele Einzelh\u00e4ndler daher offen, kleine Betr\u00e4ge nur in Bargeld anzunehmen.<\/p>\n<p><strong>Eine private W\u00e4hrung f\u00fcr die digitale Welt?<\/strong><\/p>\n<p>Mit der Ank\u00fcndigung von Libra ging Facebook im vergangenen Jahr ein St\u00fcck weiter als der Rest der FinTech Branche. Der Zusammenschluss von geplant 100 privaten Unternehmen aus den Bereichen Technologie und Finanzwirtschaft in der \u201cLibra Association\u201d sollte ein weltweites W\u00e4hrungssystem schaffen, das global Zahlungen sekundenschnell und kosteng\u00fcnstig erm\u00f6glicht (vgl. <a href=\"https:\/\/libra.org\/en-US\/wp-content\/uploads\/sites\/23\/2019\/06\/LibraWhitePaper_en_US.pdf\">Libra White Paper, Juni 2019<\/a>). Die Pl\u00e4ne haben heftige Gegenwehr von Politik, Aufsehern und Zivilgesellschaft hervorgerufen. Denn Libra birgt nicht nur M\u00f6glichkeiten und Risiken f\u00fcr Unternehmen und Verbraucher, sondern k\u00f6nnte perspektivisch das W\u00e4hrungsmonopol der Staaten selber herausfordern. Grund ist insbesondere die extreme Verbreitung von Facebook, Instagram und WhatsApp mit insgesamt fast <a href=\"https:\/\/allfacebook.de\/toll\/state-of-facebook\">3 Milliarden Nutzern<\/a>.<\/p>\n<p>Dabei entstehen zwei Probleme: Erstens werden geldpolitische Werkzeuge weniger wirkm\u00e4chtig, wenn durch eine private Alternative die Bedeutung der offiziellen W\u00e4hrung f\u00fcr den Zahlungsverkehr und die Wirtschaft eines Landes schrumpft. Insbesondere f\u00fcr Staaten mit volatilen W\u00e4hrungen und schwachen Finanzsystemen w\u00fcrde Kapitalflucht beg\u00fcnstigt, wodurch der Druck auf lokale W\u00e4hrungen weiter zun\u00e4hme \u2014 gerade in Krisensituationen.<\/p>\n<p>Zweitens erhielte die Libra Association als privater Akteur enorme Macht, um sowohl die Volkswirtschaft als auch das Verhalten staatlicher Akteure in seinem Sinne zu beeinflussen: eine aus demokratietheoretischer Perspektive h\u00f6chst problematische Machtverschiebung.<\/p>\n<p>Die Verantwortung f\u00fcr systemische Risiken w\u00fcrde jedoch wahrscheinlich bei der \u00f6ffentlichen Hand verbleiben. Denn aufgrund der festen Bindung an einen W\u00e4hrungskorb k\u00f6nnte die Libra Association kein eigenes Geld sch\u00f6pfen, ohne die propagierte Sicherheit und Stabilit\u00e4t der eigenen W\u00e4hrung in Form eines festen Kurses zu W\u00e4hrungen wie Euro oder Dollar aufzugeben, was wiederum Vertrauen schw\u00e4chen und eine Krise verschlimmern k\u00f6nnte. Wenn gleichzeitig viele Unternehmen und Konsumenten (irgendwann) auf die Zahlungsm\u00f6glichkeit mit Libra angewiesen sind, w\u00e4re eine Rettung durch \u00f6ffentliche Gelder wahrscheinlich \u2014 ein Dilemma \u00e4hnlich dem \u201cToo-Big-To-Fail\u201d-Problem im traditionellen Finanzsektor.<\/p>\n<p><strong>E-Euro to the rescue?<\/strong><\/p>\n<p>In der analogen Welt l\u00f6st bisher das Bargeld eine Reihe der skizzierten Probleme. Es ist im Gegensatz zu von Banken geschaffenem Giralgeld auf Konten in einer Krise bedingungslossicher, da es nicht von der Solvenz privater Finanzinstitute (bzw. der H\u00f6he der Einlagensicherung) abh\u00e4ngt. Auch erm\u00f6glicht es anonyme Zahlungen ohne Datenspur, was im Alltagsverkehr die Privatsph\u00e4re sch\u00fctzt. Zus\u00e4tzlich fallen bei baren Zahlungsvorg\u00e4ngen keine Geb\u00fchren f\u00fcr einzelne Transaktionen an (lediglich Kosten f\u00fcr den Betrieb von Bargeldautomaten und Bargeldtransport). Der Staat st\u00fctzt durch die Versorgung mit Bargeld in eigener W\u00e4hrung sein W\u00e4hrungsmonopol und f\u00e4hrt Seignorage-Gewinne in Millionenh\u00f6he ein (<a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/resource\/blob\/675118\/d03c07163dec8ece7a6479fedbb3f94a\/WD-4-131-19-pdf-data.pdf\">Deutscher Bundestag, Wissenschaftlicher Dienst, 2019<\/a>).<\/p>\n<p>Vielfach wird daher gefordert, der Staat m\u00fcsse das Bargeld in das digitale Zeitalter \u00fcberf\u00fchren und Zentralbankgeld k\u00fcnftig auch digital anbieten (dies wird g\u00e4ngig als Central Bank Digital Currency, kurz CBDC, beschrieben). So hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz im Kontext der Libra-Ank\u00fcndigung digitales Zentralbankgeld <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/finanzen-scholz-fordert-den-e-euro-1.4626255\">angeregt <\/a>und auch die EZB-Pr\u00e4sidentin Christine Lagarde ist der Idee eines digitalen Euros nicht <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/article\/us-ecb-policy-cryptocurrency\/ecb-should-be-ahead-of-the-curve-on-digital-currency-lagarde-idUSKBN1YG1SD\">abgeneigt<\/a>. Laut der Bank f\u00fcr Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) forschen 70 Prozent der Zentralbanken weltweit an digitalen <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20230403120609\/https:\/\/cointelegraph.com\/news\/bis-70-of-central-banks-involved-in-cbdc-research-only-several-have-concrete-plans\">Zentralbankw\u00e4hrungen<\/a>. China k\u00fcndigte bereits f\u00fcr Herbst 2019 an, ein digitales Zentralbankgeld auf den Weg zu bringen. Zuletzt haben die EZB sowie die Zentralbanken von Kanada, UK, Japan, Schweden und der Schweiz mit der BIZ eine umfassende <a href=\"https:\/\/www.ecb.europa.eu\/press\/pr\/date\/2020\/html\/ecb.pr200121_1~e99d7946d6.en.html\">Kooperation <\/a>zu CBDC gestartet.<\/p>\n<p>Dabei ist bisher nicht einheitlich definiert, was genau mit digitalem Zentralbankgeld gemeint ist. Rein technisch gibt es digitales Zentralbankgeld schon heute in Form der Einlagen von Gesch\u00e4ftsbanken bei der Zentralbank. Neu ist die Debatte \u00fcber einen direkten Zugriff von B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern. Denn analoges Bargeld ist f\u00fcr Haushalte und Unternehmen die bisher einzig zug\u00e4ngliche Form von Zentralbankgeld.<\/p>\n<p>Sowohl die Abw\u00e4gung \u00fcber eine \u00d6ffnung von digitalem Zentralbank, als auch die konkrete technische Ausgestaltung werfen dabei Fragen auf. Unklar sind beispielsweise die zu nutzende Technologie, die Form des Zugangs f\u00fcr Unternehmen und Haushalte, die Skalierbarkeit des Systems, die M\u00f6glichkeit anonymer Zahlungen, die M\u00f6glichkeit internationaler \u00dcberweisungen sowie eine etwaige H\u00f6chstgrenzen f\u00fcr Einzelpersonen. Zu bedenken sind au\u00dferdem m\u00f6gliche Wechselwirkungen mit dem Gesch\u00e4ftsbankensektor, die rechtlichen Grenzen des Zentralbankmandats und die Erf\u00fcllung sekund\u00e4rer Aufgaben im Zahlungsverkehr wir Sorgfaltspflichten (z.B. Know-You-Customer-Pr\u00fcfungen) der Geldw\u00e4schepr\u00e4vention.<\/p>\n<p>Dennoch kristallisieren sich in der Literatur zwei grundlegende Modell-Ans\u00e4tze f\u00fcr digitales Zentralbankgeld heraus (siehe auch <a href=\"https:\/\/www.wirtschaftsdienst.eu\/inhalt\/jahr\/2019\/heft\/5\/beitrag\/digitales-zentralbankgeld-als-neues-instrument-der-geldpolitik.html\">Hanl und Michaelis 2019<\/a>).<\/p>\n<p><strong>Ein-Ebenen-Modell: Zentralbankgeld f\u00fcr Jedermann<\/strong><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p>In diesem Modell k\u00f6nnen Haushalte und Unternehmen digitales Zentralbankgeld direkt bei der Zentralbank halten (z.B. <a href=\"https:\/\/www.ecb.europa.eu\/pub\/pdf\/scpwps\/ecb.wp2351~c8c18bbd60.en.pdf\">Bindseil, 2020<\/a>) oder <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_135_2018.pdf\">Theobald und Tober, 2018<\/a>). Technisch kann dies in Form von B\u00fcrgerkonten bei der Zentralbank (identit\u00e4tsbasiertes System) oder Wallets auf einer Blockchain im Fall eines Krypto-Euros (wertbasiertes System) geschehen.<\/p>\n<p>B\u00fcrgerkonten unterscheiden sich technisch nicht von jetzigen Konten der Gesch\u00e4ftsbanken bei der EZB. Auch rechtlich sind sie unproblematisch, denn das Gesetz erlaubt der Zentralbank Gesch\u00e4fte mit Jedermann (\u00a719(2) und \u00a722, <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/bbankg\/\">BbankG<\/a>). Die Anzahl der Konten bei der EZB w\u00fcrde sich von ca. 10 000 auf 300 bis 500 Millionen erh\u00f6hen (Bindseil, 2020).<\/p>\n<p>Alternativ k\u00f6nnte digitales Zentralbankgeld auch mithilfe der Blockchain-Technologie emittiert werden. Die Euro-Token w\u00fcrden in Wallets gehalten werden und die Zentralbank betriebe eine geschlossene Blockchain. Identifizierung und Zugang zur Blockchain m\u00fcssten somit \u00fcber die Zentralbank verlaufen. In diesem <em>wertbasierten System<\/em> basieren Transaktion auf der \u201eUnf\u00e4lschbarkeit\u201c bzw. der \u201eEchtheit\u201c der Euro-Token und nicht auf der gepr\u00fcften Identit\u00e4t des Eigent\u00fcmers. Bargeld ist ebenfalls eine Form des Tokens, da die \u201eEchtheit\u201c des Geldes auf der Echtheit der M\u00fcnze oder des Scheins basiert (Wasserzeichen etc.) und nicht auf der verifizierten Existenz der Gegenpartei.<\/p>\n<p>\u201eAnonymit\u00e4t\u201c als Datenschutz gegen\u00fcber privaten Unternehmen w\u00e4re in jeder Ausf\u00fchrung des Ein-Ebenen-Modells gew\u00e4hrleistet. Ob Anonymit\u00e4t auch gegen\u00fcber \u00f6ffentlichen Instanzen in einem geschlossenen Blockchain-Modell gew\u00fcnscht ist, ist aus regulatorischen Anforderungen und geldw\u00e4scherechtlichen Bedenken heraus anzuzweifeln. Dar\u00fcber hinaus w\u00fcrde das Ein-Ebenen-Modell sowohl das Problem der privaten Intermedi\u00e4re und damit verbundener Geb\u00fchren, als auch den Zugang zu \u00f6ffentlichem Geld im digitalen Zahlungsverkehr l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Im internationalen Zahlungsverkehr k\u00f6nnten unterschiedliche \u00f6ffentliche CBDC-Systeme durch technische Schnittstellen verbunden werden. So w\u00e4ren \u00dcberweisungen zwischen W\u00e4hrungsr\u00e4umen einfach m\u00f6glich. Offen ist allerdings die Organisation von geldw\u00e4scherechtlichen Sorgfaltspflichten wie die Identifikation von Kunden bzw. das Monitoring m\u00f6glicherweise riskanter Transaktionen, die international einen gro\u00dfen Kostenpunkt darstellen.<\/p>\n<p>Insofern als jede Person und jedes Unternehmen allerdings nur genau ein Zentralbankkonto erhielte und sich bei dessen Er\u00f6ffnung ausweisen muss, w\u00e4re auch das Risiko intransparenter Kontoinhaber gemildert. Das Transaktionsmonitoring k\u00f6nnte \u2014 wie schon heute bei privaten Instituten \u2014 IT-gest\u00fctzt ablaufen. Verd\u00e4chtige Bewegungen w\u00fcrden angehalten und an die Zentralstelle der Geldw\u00e4schebek\u00e4mpfung (Financial Intelligence Unit) gemeldet. Entstehende Mehrkosten k\u00f6nnten mit Zentralbankgewinnen verrechnet werden.<\/p>\n<p><strong>Zwei-Ebenen-Modell: Die Intermedi\u00e4re bleiben an Bord<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">In einem Zwei-Ebenen-Modell w\u00fcrden B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger und Unternehmen ihr digitales Zentralbankgeld auf Extrakonten (Wallets) bei Gesch\u00e4ftsbanken oder anderen Wallet- bzw. Zahlungs-App-Providern halten (z.B. <\/span><a href=\"https:\/\/www.ecb.europa.eu\/paym\/intro\/publications\/pdf\/ecb.mipinfocus191217.en.pdf\"><span style=\"font-weight: 400;\">EUROchain 2019<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, <\/span><a href=\"https:\/\/www.bankofengland.co.uk\/-\/media\/boe\/files\/paper\/2020\/central-bank-digital-currency-opportunities-challenges-and-design.pdf?la=en&amp;hash=DFAD18646A77C00772AF1C5B18E63E71F68E4593\"><span style=\"font-weight: 400;\">Bank of England 2020<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">). Diese w\u00e4ren als Verbindlichkeit der Zentralbank verbucht und w\u00fcrden wie Bargeld auch von dieser garantiert. Die Zentralbank h\u00e4tte als Betreiber des (blockchainbasierten) Modells die \u00dcbersicht \u00fcber das Gesamtvolumen der emittierten Euro-Token. Die Gesch\u00e4ftsbanken oder Wallet-Provider w\u00fcrden allerdings die Zahlungsabwicklung und entsprechende Sorgfaltspflichten (KYC, etc.) durchf\u00fchren und ihre Applikationen \u00fcber eine offene API mit dem System der Zentralbank verbinden. Die Zentralbank k\u00f6nnte nicht sehen, wo wer die jeweiligen Euro-Token h\u00e4lt, h\u00e4tte aber auch einen geringeren Aufwand, ihre Infrastruktur auszudehnen. Erst dieses Jahr wurde in Deutschland eine Kryptoverwahrlizenz f\u00fcr Gesch\u00e4ftsbanken <\/span><a href=\"https:\/\/www.bafin.de\/SharedDocs\/Veroeffentlichungen\/DE\/Merkblatt\/mb_200302_kryptoverwahrgeschaeft.html\"><span style=\"font-weight: 400;\">eingef\u00fchrt<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">, die solche Modelle erm\u00f6glichen w\u00fcrden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">In diesem Modell w\u00e4ren Kunden weiterhin auf private Finanzintermedi\u00e4re mit entsprechenden Geb\u00fchren \u2014 auch f\u00fcr die Bereitstellung der E-Euro-Konten \u2014 angewiesen. Transaktionsdaten w\u00e4ren den privaten Firmen zug\u00e4nglich. Diese Variante w\u00e4re insofern nur eine partielle L\u00f6sung und w\u00fcrde lediglich das Problem des sicheren\/staatlichen digitalen Geldes l\u00f6sen. Sie w\u00e4re daf\u00fcr ein geringerer Umbruch f\u00fcr das bestehende Finanzsystem.<\/span><\/p>\n<table width=\"602\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"201\"><strong>Probleme im digitalen Zahlungsverkehr<\/strong><\/td>\n<td width=\"201\"><strong>L\u00f6sung durch E-Euro im Ein-Ebenen-Modell?<\/strong><\/td>\n<td width=\"201\"><strong>L\u00f6sung durch E-Euro im Zwei-Ebenen-Modell?<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"201\">Zugang zu sicherem Geld<\/td>\n<td width=\"201\">Ja<\/td>\n<td width=\"201\">Ja<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"201\">Datenschutz<\/td>\n<td width=\"201\">Teils (gegen\u00fcber privaten Firmen)<\/td>\n<td width=\"201\">Nein<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"201\">Teilweise hohe Kosten<\/td>\n<td width=\"201\">Ja<\/td>\n<td width=\"201\">Eher nein<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"201\">Gef\u00e4hrdung staatliches W\u00e4hrungsmonopol<\/td>\n<td width=\"201\">Ja<\/td>\n<td width=\"201\">Ja<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>Der n\u00e4chste Crash: Ein digitaler Bank Run?<\/strong><\/p>\n<p>Die Bundesbank und Verb\u00e4nde der Kreditwirtschaft f\u00fcrchten einen digitalen Bank Run und eine ernsthafte Schw\u00e4chung des Gesch\u00e4ftsmodells der Gesch\u00e4ftsbanken im Falle der Einf\u00fchrung von digitalem Zentralbankgeld (z.B. <a href=\"https:\/\/www.dsgv.de\/positionen\/standpunkte-der-chefsvolkswirte\/ezb-digitales-zentralbankgeld.html\">DSGV, 2020<\/a>). Denn w\u00fcrden Bankkunden bei der Zentralbank mehr Sicherheit und geringere Kosten erwarten, k\u00f6nnten sie ihr Geld aus dem traditionellen Banksystem abziehen und so unter Umst\u00e4nden die Finanzierungskosten der Banken erh\u00f6hen. Dabei refinanzieren sich schon heute Gesch\u00e4ftsbanken nur zu 20 Prozent \u00fcber Kundeneinlagen und weit mehr \u00fcber den Interbankenmarkt (<a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_135_2018.pdf\">Theobald und Tober, 2018<\/a>).<\/p>\n<p>Wenn das digitale Zentralbankgeld unverzinst bleibt, best\u00fcnde \u00fcberdies kein Anreiz f\u00fcr Bankkunden, ihre Spareinlagen von positiv verzinsten Konten abzuziehen. Der Verzicht auf Zinsen bei der Zentralbank k\u00f6nnte gesetzlich verankert werden. Auch mengenm\u00e4\u00dfige Beschr\u00e4nkungen von B\u00fcrgerkonten w\u00e4ren denkbar, um abrupte Schocks zu vermeiden. Und die Kreditvergabe bliebe ebenso im Gesch\u00e4ftsbankensektor. Dabei w\u00e4re sogar denkbar, dass die Stabilit\u00e4t des Bankensystems perspektivisch zunimmt, wenn der Zahlungsverkehr der Realwirtschaft nicht mehr in jedem Fall durch gro\u00dfe Bankenpleiten bedroht w\u00e4re und Risiken ohne implizite Staatsgarantie eher eingepreist w\u00fcrden (z.B. <a href=\"https:\/\/www.imf.org\/external\/pubs\/ft\/wp\/2016\/wp16224.pdf\">Gudmundsson, 2016<\/a>).<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Als weiterer Kritikpunkt gegen einen E-Euro f\u00fcr den Massenmarkt wird angef\u00fchrt, dass die Zentralbank weder die unternehmerische Kreativit\u00e4t noch die (IT-)Ressourcen bes\u00e4\u00dfe, ein solches System effizient zu unterhalten. Das Argument ist ernstzunehmen. Erste Modellvorschl\u00e4ge von Zentralbanken tendieren daher mehr in Richtung des Zwei-Ebenen-Modells, welches privaten Finanzinstituten eine gr\u00f6\u00dfere Rolle bel\u00e4sst (<a href=\"https:\/\/www.bankofengland.co.uk\/-\/media\/boe\/files\/paper\/2020\/central-bank-digital-currency-opportunities-challenges-and-design.pdf\">Bank of England 2020<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.bis.org\/publ\/qtrpdf\/r_qt2003j.htm\">Auer und Boehme 2020<\/a>).<\/span><\/p>\n<p>Die Verf\u00fcgbarkeit von Ressourcen ist aber eine politische Frage, die es gegen die Kosten des Status Quo abzuw\u00e4gen gilt. \u00dcberdies w\u00e4re denkbar, die B\u00fcrgerkonten auf ein funktionales Basismodell zu begrenzen und gleichzeitig privaten Anbietern zu erm\u00f6glichen, zus\u00e4tzliche Funktionalit\u00e4ten (wie Budgetplanung) durch Apps auf Basis der Kundendaten anzubieten. So h\u00e4tten Nutzer die Wahl, ihre Daten f\u00fcr mehr Komfort auch Dritten zug\u00e4nglich zu machen, oder allein im \u00f6ffentlichen System zu belassen.<\/p>\n<p>Ein positiver Nebeneffekt eines \u00f6ffentlichen Zahlungssystem k\u00f6nnte zudem darin bestehen, die europ\u00e4ische \u00d6konomie robuster gegen\u00fcber externem Einfluss wie den amerikanischen Iran-Sanktionen zu machen. <a href=\"https:\/\/www.tu-chemnitz.de\/wirtschaft\/vwl1\/RePEc\/download\/tch\/wpaper\/CEP023_Iran_Sanktionen.pdf\">Thie\u00dfen und Jehmlich (2018)<\/a> etwa argumentieren, dass die Zentralbank als zentrale Gegenpartei von Transaktionen die beste Chance w\u00e4re, um extraterritorialen Sanktionen zu begegnen.<em>&nbsp;<\/em><\/p>\n<p><strong>Fazit: \u201cform follows function\u201d<\/strong><\/p>\n<p>Bargeld erf\u00fcllt wichtige Wirtschaftsfunktionen. Zugriff f\u00fcr B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger auf elektronisches Zentralbankgeld kann diese Vorteile in der digitalen Finanzwelt erhalten. Dabei sollte gelten: \u201cform follows function\u201d, denn technisch ist mittlerweile fast alles m\u00f6glich. Viele Modelle w\u00fcrden die Rolle der Zentralbank fundamental \u00e4ndern. Sie w\u00fcrde nun direkt \u00f6ffentliche Dienstleistungen wie ein Zahlungsverkehrssystem auch f\u00fcr Endkunden bereitstellen. Ob dies im Angesicht der dargelegten Herausforderungen w\u00fcnschenswert ist, bleibt eine politische Entscheidung.<\/p>\n<p>\u00d6konomisch und politisch spricht viel daf\u00fcr, mindestens das staatliche W\u00e4hrungsmonopol in \u00f6ffentlicher Hand zu verteidigen. Dies w\u00e4re unter Umst\u00e4nden durch effektive Regulierung von Projekten wie Libra m\u00f6glich. M\u00f6glicherweise braucht es aber auch \u00f6ffentliche Alternativen, um die Marktmacht von Quasi-Monopolisten wie Facebook zu begrenzen.<\/p>\n<p>Kern der Abw\u00e4gung ist daneben die Frage, welcher Teil der Finanzinfrastruktur als \u00f6ffentliche Daseinsvorsorge ohne Risiko und in informationeller Selbstbestimmung allen Menschen offen stehen soll. Hier bleibt die Lehre aus der Finanzkrise von 2008 relevant, dass M\u00e4rkte und insbesondere Marktaustritt schlecht funktionieren, wenn die externen Kosten f\u00fcr den Rest der Wirtschaft enorm sind. Auch geld- und finanzpolitische Neuerungen wie das im Rahmen der Corona-Krise wieder verst\u00e4rkt diskutierte Helikoptergeld w\u00fcrden unter Umst\u00e4nden durch einen E-Euro leichter umsetzbar. Denn jede Zuweisung an alle B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger braucht eine zentrale Kontoinfrastruktur, zum Beispiel bei der Zentralbank.<\/p>\n<p>Wie genau ein E-Euro technisch aussehen und funktionieren k\u00f6nnte, ist derzeit Gegenstand intensiver Debatten und Forschungsprojekte in den Zentralbanken und dar\u00fcber hinaus <span style=\"font-weight: 400;\">(siehe <a href=\"https:\/\/www.bankofengland.co.uk\/-\/media\/boe\/files\/paper\/2020\/central-bank-digital-currency-opportunities-challenges-and-design.pdf\">Bank of England 2020<\/a> f\u00fcr detaillierten Hintergrund)<\/span>. Zentral f\u00fcr die \u00f6ffentliche Debatte bleibt dabei die politische Frage des Ausgleichs unterschiedlicher Interessen von Realwirtschaft, Finanzunternehmen und Verbrauchern sowie dem \u00fcbergeordneten Ziel der Finanz- und W\u00e4hrungsstabilit\u00e4t.<\/p>\n<hr>\n<p><strong>Quellen:<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Auer, R. und Boehme, R., The technology of retail central bank digital currency, March 2020, BIS Quarterly Review, <a href=\"https:\/\/www.bis.org\/publ\/qtrpdf\/r_qt2003j.htm\">https:\/\/www.bis.org\/publ\/qtrpdf\/r_qt2003j.htm<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Bindseil, U., Tiered CBDC and the financial system, January 2020, Working Paper Series No. 2351, <\/span><a href=\"https:\/\/www.ecb.europa.eu\/pub\/pdf\/scpwps\/ecb.wp2351~c8c18bbd60.en.pdf\"><span style=\"font-weight: 400;\">https:\/\/www.ecb.europa.eu\/pub\/pdf\/scpwps\/ecb.wp2351~c8c18bbd60.en.pdf<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Bank of England,Central Bank Digital Currency Opportunities, challenges and design, March 2020, Discussion Paper, <\/span><a href=\"https:\/\/www.bankofengland.co.uk\/-\/media\/boe\/files\/paper\/2020\/central-bank-digital-currency-opportunities-challenges-and-design.pdf\"><span style=\"font-weight: 400;\">https:\/\/www.bankofengland.co.uk\/-\/media\/boe\/files\/paper\/2020\/central-bank-digital-currency-opportunities-challenges-and-design.pdf<\/span><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Bundestag, Sachstand: Fragen zu den Geldsch\u00f6pfungsgewinnen (Seigniorage) der Notenbanken, WD 4 &#8211; 3000 &#8211; 131\/19, November 2019, <\/span><a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/resource\/blob\/675118\/d03c07163dec8ece7a6479fedbb3f94a\/WD-4-131-19-pdf-data.pdf\"><span style=\"font-weight: 400;\">https:\/\/www.bundestag.de\/resource\/blob\/675118\/d03c07163dec8ece7a6479fedbb3f94a\/WD-4-131-19-pdf-data.pdf<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Deutsche Bundesbank, Distributed- Ledger- Technologien im Zahlungsverkehr und in der Wertpapierabwicklung: Potenziale und Risiken, Monatsbericht September 2017, <\/span><a href=\"https:\/\/www.bundesbank.de\/resource\/blob\/665446\/cfd6e8fbe0f2563b9fc1f48fabda8ca2\/mL\/2017-09-distributed-ledger-technologien-data.pdf\"><span style=\"font-weight: 400;\">https:\/\/www.bundesbank.de\/resource\/blob\/665446\/cfd6e8fbe0f2563b9fc1f48fabda8ca2\/mL\/2017-09-distributed-ledger-technologien-data.pdf<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">DSGV, Standpunkt: Digitales Zentralbankgeld: Fluch oder Segen?, Februar 2020 <\/span><a href=\"https:\/\/www.dsgv.de\/positionen\/standpunkte-der-chefsvolkswirte\/ezb-digitales-zentralbankgeld.html\"><span style=\"font-weight: 400;\">https:\/\/www.dsgv.de\/positionen\/standpunkte-der-chefsvolkswirte\/ezb-digitales-zentralbankgeld.html<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Eurochain, Exploring anonymity in central bank digital currencies, In Focus issue No 4, Dezember 2019, <\/span><a href=\"https:\/\/www.ecb.europa.eu\/paym\/intro\/publications\/pdf\/ecb.mipinfocus191217.en.pdf\"><span style=\"font-weight: 400;\">https:\/\/www.ecb.europa.eu\/paym\/intro\/publications\/pdf\/ecb.mipinfocus191217.en.pdf<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Gudmundsson, T., Whose Credit Line is it Anyway: An Update on Banks&#8217; Implicit Subsidies, Internationaler W\u00e4hrungsfonds, November 2016, <\/span><a href=\"https:\/\/www.imf.org\/external\/pubs\/ft\/wp\/2016\/wp16224.pdf\"><span style=\"font-weight: 400;\">https:\/\/www.imf.org\/external\/pubs\/ft\/wp\/2016\/wp16224.pdf<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Hanl, A., Michaelis, J., Digitales Zentralbankgeld als neues Instrument der Geldpolitk, 2019, Wirtschaftsdienst, 99. Jahrgang, 2019, Heft 5, S. 340\u2013347, <\/span><a href=\"https:\/\/www.wirtschaftsdienst.eu\/inhalt\/jahr\/2019\/heft\/5\/beitrag\/digitales-zentralbankgeld-als-neues-instrument-der-geldpolitik.html\"><span style=\"font-weight: 400;\">https:\/\/www.wirtschaftsdienst.eu\/inhalt\/jahr\/2019\/heft\/5\/beitrag\/digitales-zentralbankgeld-als-neues-instrument-der-geldpolitik.html<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Libra Association, Libra White Paper, Juni 2019, <\/span><a href=\"https:\/\/libra.org\/en-US\/wp-content\/uploads\/sites\/23\/2019\/06\/LibraWhitePaper_en_US.pdf\"><span style=\"font-weight: 400;\">https:\/\/libra.org\/en-US\/wp-content\/uploads\/sites\/23\/2019\/06\/LibraWhitePaper_en_US.pdf<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Sachverst\u00e4ndigenrat, Jahresgutachten 19\/20, Oktober 2019, <\/span><a href=\"https:\/\/www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de\/fileadmin\/dateiablage\/gutachten\/jg201920\/JG201920_Gesamtausgabe.pdf\"><span style=\"font-weight: 400;\">https:\/\/www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de\/fileadmin\/dateiablage\/gutachten\/jg201920\/JG201920_Gesamtausgabe.pdf<\/span><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Theobald, T., Tober, S., Geldpolitische Herausforderungen: Zinspolitische Wende, sichere Staatsanleihen und digitaler Euro, IMK Report 135, M\u00e4rz 2018, <\/span><a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_135_2018.pdf\"><span style=\"font-weight: 400;\">https:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_135_2018.pdf<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Thie\u00dfen, F., Jehmlich, T., Iran-Sanktionen, internationaler Zahlungsverkehr und Reformvorschl\u00e4ge aus europ\u00e4ischer Sicht, Chemnitz Economic Papers, No. 023, October 2018, <\/span><a href=\"https:\/\/www.tu-chemnitz.de\/wirtschaft\/vwl1\/RePEc\/download\/tch\/wpaper\/CEP023_Iran_Sanktionen.pdf\"><span style=\"font-weight: 400;\">https:\/\/www.tu-chemnitz.de\/wirtschaft\/vwl1\/RePEc\/download\/tch\/wpaper\/CEP023_Iran_Sanktionen.pdf<\/span><\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>STEFAN HERWEG, CAROLINA MELCHES Im Juni 2019 k\u00fcndigte Facebook an, eine eigene W\u00e4hrung namens \u201eLibra\u201c auszugeben. 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