{"id":8695,"date":"2021-07-22T16:00:00","date_gmt":"2021-07-22T14:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dezernat-zukunft.org\/?p=8695"},"modified":"2023-03-14T13:54:46","modified_gmt":"2023-03-14T12:54:46","slug":"ist-das-wirklich-grun-investitionen-und-ihre-nachhaltigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/ist-das-wirklich-grun-investitionen-und-ihre-nachhaltigkeit\/","title":{"rendered":"Ist das wirklich gr\u00fcn? Investitionen und ihre Nachhaltigkeit"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-normal-font-size\"><strong><a href=\"mailto:max.krahe@dezernatzukunft.org\">Max Krah\u00e9<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"thn_post_wrap\">\n<div class=\"executivesum\" style=\"border-left: 8px solid #ee6174; text-align: left;\">\n<p>Dieser Dezernatsbrief stellt die Frage, wie nachhaltige von nicht-nachhaltigen Investitionen unterschieden werden k\u00f6nnen. Die Antwort: es ist schwierig. Am vielversprechendsten ist ein systemischer Ansatz, der f\u00fcr f\u00fcnf zentrale Wirtschaftssysteme Transformationsflugbahnen vorzeichnet, an denen die Nachhaltigkeit einzelner Investitionen anschlie\u00dfend festgemacht werden kann.<\/p>\n<\/div>\n<p>Wie kann man nachhaltige von nicht-nachhaltigen Investitionen unterscheiden? Diese Frage m\u00fcssen sich alle stellen, ob \u00f6ffentliche oder private Akteure, die mit ihren Investitionsentscheidungen die Nachhaltigkeitstransformation der Wirtschaft voranbringen wollen. Doch auch die, die dies nicht vorhaben, t\u00e4ten gut, eine Antwort auf die Frage zu haben: Alle Investitionsentscheidungen, die heute gef\u00e4llt werden, wirken unweigerlich auf den Wandel der Wirtschaft ein und beg\u00fcnstigen oder verlangsamen damit die dringend notwendige Transformation. Doch obwohl es bereits heute <a href=\"https:\/\/nachhaltiges-investment.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">jede Menge als nachhaltig beworbene<\/a> <a href=\"https:\/\/www.deutsche-finanzagentur.de\/de\/institutionelle-investoren\/bundeswertpapiere\/gruene-bundeswertpapiere\/\">Finanzprodukte<\/a> gibt, ist diese Thematik nur unzureichend gekl\u00e4rt: Niemand wei\u00df genau, welche Investitionen transformationsbef\u00f6rdernd (und damit nachhaltig) sind, und welche nicht.<\/p>\n<p>Eine allgemein akzeptierte <strong>theoretische Definition<\/strong> von Nachhaltigkeit gibt es seit dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Brundtland-Bericht\">Brundtland-Bericht von 1987<\/a>: Nachhaltigkeit bedeutet grunds\u00e4tzlich, die Bed\u00fcrfnisse der heutigen Generation zu befriedigen, ohne zu riskieren, dass k\u00fcnftige Generationen ihre eigenen Bed\u00fcrfnisse nicht befriedigen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Diese Definition ist schl\u00fcssig, doch was bedeutet sie in der Praxis? Ans\u00e4tze wie die <a href=\"https:\/\/sdgs.un.org\/goals\">Sustainable Development Goals<\/a> oder Kate Raworths <a href=\"https:\/\/www.kateraworth.com\/doughnut\/\">Doughnut Economics<\/a> \u00fcbersetzen das Brundtland-Prinzip in <strong>konkrete Kennziffern<\/strong>, an denen die Nachhaltigkeit einzelner L\u00e4nder oder Regionen wie der EU gemessen werden kann. Das ist hilfreich, gerade f\u00fcr die Politik.<\/p>\n<p>Was diese Ans\u00e4tze jedoch nicht beantworten, ist die Frage, welche <em>Investitionen <\/em>nachhaltig (oder nicht) sind. Denn ihre Indikatorik konzentriert sich auf gesamtgesellschaftliche Gr\u00f6\u00dfenordnungen: nationale CO<sub>2<\/sub>-Emissionen, gesellschaftsweite Gesundheits- oder Bildungsstatistiken, landesweite Artenvielfalt. Dies ist gut, da sich Nachhaltigkeit auf der Makro-Ebene entscheidet, letztendlich auf der planetarischen. Doch f\u00fcr nachhaltige Investitionen ist <strong>eine Klassifizierung auf der <em>Mikroebene<\/em><\/strong> notwendig: Es m\u00fcssen die einzelnen Projekte und Anlagem\u00f6glichkeiten identifiziert werden, die die gesamtgesellschaftlichen Statistiken in die richtige Richtung bewegen. Diese m\u00fcssen von jenen unterschieden werden, die sie in die falsche Richtung bewegen w\u00fcrden.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Wie kann dies gelingen? Ein <strong>erster Ansatz, <\/strong>die isolierte Analyse einzelner Projekte, erweist sich als <strong>Sackgasse<\/strong>. Ist die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tesla_Gigafactory_Berlin-Brandenburg\">Tesla \u201eGigafabrik\u201c<\/a>, die zurzeit s\u00fcdlich von Berlin gebaut wird, nachhaltig oder nicht? Solange man dieses Projekt isoliert betrachtet, kann man die Frage nicht abschlie\u00dfend beantworten. Denn die Nachhaltigkeit dieser Investition h\u00e4ngt nicht nur von den Lieferketten ab, von denen die Fabrik ihre Teile bezieht, sondern zum Beispiel auch von den Energietr\u00e4gern, aus denen die dort produzierten Autos in Zukunft ihren Strom beziehen, und damit dem Ausbau der erneuerbaren Energien; von l\u00e4ngerfristigen Homeoffice-Quoten, von st\u00e4dtebaulichen Entscheidungen und von der Entwicklung des \u00f6ffentlichen Nah- und Fernverkehrs, die alle beeinflussen, ob der individuelle Autoverkehr als Massenprodukt <a href=\"https:\/\/www.tandfonline.com\/doi\/full\/10.1080\/15487733.2020.1816026\">eine Zukunft hat<\/a>; und vom Batterie-, Gummi- und Stahl- bzw. Aluminiumrecycling, welche die Nachwirkungen am Endes des Produktzyklus bestimmen.<\/p>\n<p>Kurz gesagt: Nur in Betrachtung des Gesamtsystems l\u00e4sst sich bestimmen, ob eine bestimmte Investition nachhaltig ist oder eine Verschwendung von Energie, Zeit (insbesondere die Arbeitszeit von Fachkr\u00e4ften), Land, Rohstoffen oder anderen Ressourcen darstellt. Der Vergleich einer einzelnen Investition mit einem kontextlosen Kriterienkatalog, wie es oft bei <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/meine-finanzen\/sparen-und-geld-anlegen\/was-taugen-nachhaltigkeitsratings-fuer-finanzprodukte-17241821.html\">als nachhaltig beworbenen Finanzprodukten<\/a> geschieht, ist daher ein Irrweg, der in der <a href=\"https:\/\/mitsloan.mit.edu\/sustainability-initiative\/aggregate-confusion-project\">neueren Forschung<\/a> bereits als solcher erkannt ist.<\/p>\n<p>Ein <strong>zweiter Ansatz<\/strong> besteht darin, nicht einzelne Projekte isoliert zu betrachten, sondern <strong>die Beurteilung ihrer Nachhaltigkeit dem Marktmechanismus zu \u00fcberlassen<\/strong>. Daf\u00fcr m\u00fcssten Treibhausgasemissionen und andere externe Effekte pr\u00e4zise gemessen und anschlie\u00dfend <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/themen\/klimaschutz\/co2-bepreisung-1673008\">bepreist<\/a> werden, zum Beispiel durch eine CO<sub>2<\/sub>-Abgabe oder einen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/EU-Emissionshandel\">Emissionshandel<\/a>. Diese Preis\u00e4nderungen w\u00fcrden sich in der Preisstruktur insgesamt niederschlagen; genau die Projekte, die dann noch profitabel sind, w\u00e4ren als nachhaltig identifiziert.<\/p>\n<p>Dieser Ansatz wird unter \u00d6konominnen und anderen Wissenschaftlern <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/debatte-um-klimaschutzmassnahmen-warum-verbieten-wir-nicht.769.de.html?dram:article_id=459034\">intensiv<\/a> <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/luisa-neubauers-ueberraschender-debattenbeitrag-kann-es-auch-ohne-einen-hoeheren-co2-preis-auf-benzin-und-diesel-gehen\/27411066.html\">diskutiert<\/a>. Er hat <strong>Vorteile und Nachteile<\/strong>: So wirkt er zum Beispiel \u00fcber indirekte Effekte bis in die Kapillaren der Wirtschaft und unterst\u00fctzt nachhaltigere Produkte, Dienstleistungen oder Produktionsmethoden, die sonst relativ gesehen zu teuer w\u00e4ren. Gleichzeitig ist die Bepreisung mancher externen Effekte, wie zum Beispiel dem Verlust von Artenvielfalt, schwierig bis unm\u00f6glich und die sozialen Auswirkungen einer Bepreisung k\u00f6nnen die Akzeptanz der Nachhaltigkeitswende untergraben. In der Summe kann dieser Ansatz \u2013 wenn er andere Instrumente erg\u00e4nzt und nicht ersetzt \u2013 den Wandel der Wirtschaft in Richtung Nachhaltigkeit unterst\u00fctzen; doch als alleinige Methode, um nachhaltige Investitionen zu identifizieren, erweist sich auch dieser Ansatz als <strong>unzureichend<\/strong>. Warum?<\/p>\n<p>Das grundlegende Problem liegt in der Diskrepanz zwischen der Art des Problems und der Mechanik des L\u00f6sungsansatzes. Insbesondere die Bew\u00e4ltigung der Klimakrise, aber auch die anderen Dimensionen der Nachhaltigkeit, erfordern die Umstellung von mindestens f\u00fcnf grundlegenden Versorgungssystemen in unseren Volkswirtschaften: <strong>Energie, Verkehr, Geb\u00e4ude, Industrie und Landwirtschaft<\/strong>. Der Preismechanismus ist gut darin, die Produktion von Konsumg\u00fctern und kleineren Produkten wie Schuhe, Lippenstifte, oder B\u00fcromaterial schnell umzustellen. Auch die allm\u00e4hliche Weiterentwicklung komplexerer Produkte kann so gelingen. Doch derselbe Mechanismus ist \u00fcberfordert, wenn es um die rasche Umstellung grundlegender und intensiv miteinander verflochtener Systeme mit Lock-In-Effekten, Skaleneffekten und nat\u00fcrlichen Monopolstrukturen geht.<\/p>\n<p>Ein Beispiel verdeutlicht diesen Punkt. Es gab in der Geschichte immer wieder hochentwickelte Marktwirtschaften, schon <a href=\"https:\/\/oxford.universitypressscholarship.com\/view\/10.1093\/acprof:oso\/9780199608133.001.0001\/acprof-9780199608133\">lange<\/a> <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/-\/en\/Jairus-Banaji\/dp\/1642591327\">vor<\/a> der industriellen Revolution. Viele \u2013 zum Beispiel China w\u00e4hrend der sp\u00e4ten Song-Dynastie \u2013 verf\u00fcgten \u00fcber die Technologien, die f\u00fcr eine industrielle Revolution hinreichend gewesen w\u00e4ren. Aber <strong>nur einmal<\/strong>, im Gro\u00dfbritannien des 18. und 19. Jahrhunderts, fand die revolution\u00e4re Umstellung der Energieversorgung auf Kohle, des Transportwesens auf die Eisenbahn und der Industrie auf Dampfkraft durch die dezentrale Koordination von Investitionen durch den Marktmechanismus statt. Dieser einen \u201eerfolgreiche Z\u00fcndung\u201c steht eine Vielzahl an erfolglosen Versuchen gegen\u00fcber.<\/p>\n<p><strong>Diese Chancen sind nicht gut genug<\/strong> f\u00fcr uns, f\u00fcr heute. Die Nachhaltigkeitswende muss gelingen, und zwar schnell. Um die daf\u00fcr notwendigen Investitionen zu identifizieren ist Marktkoordination, gerade in einem Umfeld, das auf fossile Energietr\u00e4ger zugeschnitten ist, nicht das richtige Instrument. Der allm\u00e4hliche Wandel, den dieser Mechanismus gut koordiniert, ist zu langsam. Ein rapider Wandel, in dem zuk\u00fcnftige Preise und Wettbewerbsstrukturen unvorhersehbar werden, l\u00e4sst den Mechanismus ins Leere greifen bzw. f\u00fchrt zu Fehlfunktionen.<\/p>\n<p>Was ist die Alternative? Anstatt darauf zu warten, dass der Markt spricht, k\u00f6nnte ein Planungsgremium \u2013 dessen Zusammensetzung und politische Rechenschaftspflichten sorgf\u00e4ltig zu bedenken w\u00e4ren \u2013 <strong>indikative Pl\u00e4ne<\/strong> f\u00fcr jedes der f\u00fcnf Systeme formulieren. Diese Pl\u00e4ne w\u00fcrden Entwicklungspfade mit Bleistift vorzeichnen,<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> die mit den planetarischen Grenzen (und den Pl\u00e4nen f\u00fcr die je anderen vier Systeme) vereinbar sind. Anschlie\u00dfend k\u00f6nnten diese in Kriterien auf der Projekt- oder Investitionseben \u00fcbersetzt werden, die dann sowohl dem \u00f6ffentlichen als auch dem privaten Sektor als Leitfaden dienen k\u00f6nnten.<\/p>\n<\/div>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/info\/business-economy-euro\/banking-and-finance\/sustainable-finance\/eu-taxonomy-sustainable-activities_de\"><strong>EU-Taxonomie<\/strong><\/a> bildet diese <strong>Strategie in Knospenform <\/strong>ab. Die Taxonomie selbst ist eine Liste von Kriterien, die einzelne wirtschaftliche Aktivit\u00e4ten, z. B. Stromerzeugung oder der Bau von Geb\u00e4uden, erf\u00fcllen m\u00fcssen, um als nachhaltig zu gelten. Bislang ist die Taxonomie weder vollst\u00e4ndig noch ehrgeizig genug und auch noch nicht hinreichend mit expliziten sektoralen Pl\u00e4nen zusammen gedacht. Dennoch k\u00f6nnte sie mittelfristig dazu dienen, um sektorale Entwicklungspfade in praktikable Kriterien auf der Investitionsebene zu \u00fcbersetzen. Auch beim gezielten Zur\u00fcckf\u00fchren von besonders sch\u00e4dlichen Aktivit\u00e4ten k\u00f6nnte sie n\u00fctzlich sein (siehe Fu\u00dfnote 1).<\/p>\n<p>Doch selbst in seiner besten Ausf\u00fchrung wird auch dieser Ansatz <strong>fehlerbehaftet<\/strong> bleiben. Auch eine Taxonomie, die auf sektoralen Planungen aufbaut, wird unweigerlich bestimmte Investitionen f\u00e4lschlich als (nicht) nachhaltig identifizieren, sowohl wegen unserem stets unvollkommenen Wissen als auch weil die Zukunft inh\u00e4rent ungewiss ist. Aber <strong>eine perfekte Methode<\/strong> <strong>gibt es nicht.<\/strong> Was tats\u00e4chlich nachhaltig ist, wird sich letztendlich erst in der Praxis herausstellen.<\/p>\n<p>Entscheidend ist, welche Identifikationsmethode m\u00f6glichst schnelles Lernen erm\u00f6glicht. So gesehen besteht die gr\u00f6\u00dfte Gefahr heute darin, <strong>zu wenig bzw. die falschen Risiken<\/strong> <strong>einzugehen<\/strong>. Die Frage ist also, welche Art von Identifikationssystem am besten dabei hilft, bewusst die <strong>richtigen<\/strong> Risiken in Angriff zu nehmen und <strong>m\u00f6glichst schnell aus ihnen zu lernen<\/strong>. Weder ein reiner Marktansatz noch die isolierte Analyse einzelner Projekte scheint hierbei vielversprechend. Hybridans\u00e4tze, insbesondere der der Indikativplanung, k\u00f6nnten als Leitplanken und Leuchtt\u00fcrme dabei helfen, die Nachhaltigkeitstransformation in den ben\u00f6tigten Gang zu bringen.<\/p>\n<div class=\"thn_post_wrap\">\n<hr>\n<h4><strong> Fu\u00dfnoten <\/strong><\/h4>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Die Klimaliteratur ist inzwischen zu dem Schluss gekommen, dass es nicht ausreicht, zu definieren und zu f\u00f6rdern, was gr\u00fcn ist. Zus\u00e4tzlich ist es notwendig, besonders sch\u00e4dliche Aktivit\u00e4ten zu identifizieren und kontrolliert zur\u00fcckzuf\u00fchren, insbesondere um sogenannte \u201eLock-In Effekte\u201c zu \u00fcberwinden. Einen \u00dcberblick \u00fcber die relevante Literatur geben <a href=\"https:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/doi\/epdf\/10.1002\/wcc.669\">Rosenbloom und Rinscheid 2020<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Mit Bleistift, da dieser Ansatz vor allem der Identifikation von Projekten als nachhaltig oder nicht dient; die Umsetzung der einzelnen Projekte m\u00fcsste anschlie\u00dfend mit separaten Instrumenten, z.B. CO<sub>2<\/sub>-Bepreisung oder Finanzmarktregulierung, profitabel gemacht werden (so sie es noch nicht sind) oder von der \u00f6ffentlichen Hand durchgef\u00fchrt oder subventioniert werden.<\/p>\n<p class=\"executivesum\" style=\"border-left: 8px solid #ee6174; text-align: center;\"><em>Der <strong>Dezernatsbrief<\/strong> ist ein zweiw\u00f6chentlicher Kommentar zu aktuellen Fragen der deutschen und europ\u00e4ischen \u00d6konomie. \u00dcber Feedback und Anregungen freuen wir uns und erbitten deren Zusendung an info[at]dezernatzukunft.org<\/em><\/p>\n<\/div>\n<hr>\n\n\n<p><strong>Veranstaltungen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wir freuen uns, n\u00e4chste Woche <strong>Otto Fricke MdB<\/strong>, haushaltspolitischer Sprecher der FDP Bundestagsfraktion, zu unserer Sonderserie \u201e<strong>Reden wir \u00fcber Geld<\/strong>\u201c begr\u00fc\u00dfen zu d\u00fcrfen. Am 28.7., 20:30 bis 21:30 Uhr, wird Philippa mit ihm \u00fcber das Wahlprogramm der FDP und die kommende Bundestagswahl reden. <strong>Anmeldung <\/strong><a href=\"https:\/\/forms.office.com\/Pages\/ResponsePage.aspx?id=hZLfH-PbvEiNU68UWpg9izzQwb-1fXVFv9rg_wXVfetUMDdIV1hSOEtSNDYyRExXWk5GV0NUWEVIWC4u\"><strong>hier<\/strong><\/a>.<\/li>\n\n\n\n<li>Am 29.7. wird ihm <strong>Antje Tillman MdB, <\/strong>finanzpolitische Sprecherin der Unions-Bundestagsfraktion, in der gleichen Serie folgen. Pola wird mit ihr \u00fcber die finanzpolitischen Ideen der CDU\/CSU zur Bundestagswahl sprechen. <strong>Anmeldung<\/strong> <a href=\"https:\/\/forms.office.com\/Pages\/ResponsePage.aspx?id=hZLfH-PbvEiNU68UWpg9izzQwb-1fXVFv9rg_wXVfetURTVMQkhVVEsyNUszNEg3MEVKM1IzM0RONi4u\"><strong>hier<\/strong><\/a>.<\/li>\n\n\n\n<li>Am 5.8. findet dann unser letzter Stammtisch vor der Sommerpause statt: <strong>Prof. Dr. Laura Rischbieter<\/strong> (Universit\u00e4t Konstanz) und <strong>Dr. Stefanie Middendorf<\/strong> (Leibniz-Zentrum f\u00fcr Zeithistorische Forschung Potsdam), co-Organisatorinnen des \u201e<a href=\"https:\/\/doing-debt.de\/\">Doing Debt<\/a>\u201c DFG-Netzwerkes, werden sich mit Max dar\u00fcber unterhalten, wie <strong>staatliches Schuldenmachen im 20. Jahrhundert <\/strong>in der Praxis aussah. <strong>Anmeldung <\/strong><a href=\"https:\/\/forms.office.com\/Pages\/ResponsePage.aspx?id=hZLfH-PbvEiNU68UWpg9izzQwb-1fXVFv9rg_wXVfetUNTFUMVZWUVdSSjdTNzBVM1pPOFJMOENLNi4u\"><strong>hier<\/strong><\/a>.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Ver\u00f6ffentlichungen und Medien:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Gestern erschien die <a href=\"http:\/\/www.dezernatzukunft.de\/a-new-fiscal-policy-for-germany\/\"><strong>englische \u00dcbersetzung<\/strong><\/a> unseres Papiers \u201e<a href=\"http:\/\/www.dezernatzukunft.de\/eine-neue-deutsche-finanzpolitik\/\">Eine neue deutsche Finanzpolitik<\/a>\u201c. Eine Zusammenfassung findet Ihr <a href=\"http:\/\/www.dezernatzukunft.de\/70-milliarden-euro-fuer-unsere-zukunft-eine-neue-deutsche-finanzpolitik\/\">hier<\/a> auf Deutsch, <a href=\"https:\/\/twitter.com\/DezernatZ\/status\/1417749355856113667\">hier<\/a> auf Englisch.<\/li>\n\n\n\n<li>In der Juli-Ausgabe des <strong>Wirtschaftsdienst<\/strong> haben Max und Philippa an einem Zeitgespr\u00e4ch zum Thema \u201eWirtschaftspolitische Perspektiven f\u00fcr eine neue Bundesregierung\u201c teilgenommen. <a href=\"https:\/\/www.wirtschaftsdienst.eu\/inhalt\/jahr\/2021\/heft\/7\/beitrag\/die-definition-einer-zukunftsfaehigen-finanzpolitik.html\"><strong>Ihr Beitrag<\/strong><\/a> fragt, wie zukunftsf\u00e4higen Finanzpolitik heute zu definieren ist.<\/li>\n\n\n\n<li>Letzen Montag hat Max einen Gastbeitrag in der <strong>Financial Times<\/strong> ver\u00f6ffentlicht. Der <a href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/54237547-4e83-471c-8dd1-8a8dcebc0382\">Artikel<\/a> argumentiert, dass <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Indicative_planning\">Indikativplanung<\/a> notwendig ist, um nachhaltige von nicht-nachhaltigen Investitionen zu unterscheiden.<\/li>\n\n\n\n<li>Beim <strong>WDR 5<\/strong> Wirtschaftsmagazin \u201eProfit\u201c wurde Max letzten Dienstag zum Thema EZB und Klimaschutz interviewt: \u00dcberstreckt die Zentralbank mit ihrer neuen Klima-Strategie ihr Mandat? Die Aufzeichnung gibt es <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20210914140224\/https:\/\/www1.wdr.de\/mediathek\/audio\/wdr5\/wdr5-profit\/audio-stromverbrauch---buchhandlungen---preise-steigen---klimaschutz--100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hier<\/a>.<\/li>\n\n\n\n<li>Apropos Radio: Mathis, unser ehemaliger Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, und Max wurden f\u00fcr den <a href=\"https:\/\/www.ghst.de\/fileadmin\/images\/06_Videos\/Podcast_Essaypreis_FB_SD_1.mp4\"><strong>Podcast<\/strong><\/a> der Hertie-Stiftung interviewt. Thema war ihr Essay \u201e<a href=\"https:\/\/www.ghst.de\/fileadmin\/images\/02_Formulare_und_Dokumente\/DE_2Platz_1Duo_Richtmann_Krahe_retour.pdf\">Vorw\u00e4rts, aber nicht gen Peking<\/a>\u201c, mit dem sie letztes Jahr den 2. Platz im Hertie-Stiftung Essaypreis gewannen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Dezernatsbrief stellt die Frage, wie nachhaltige von nicht-nachhaltigen Investitionen unterschieden werden k\u00f6nnen. Die Antwort: es ist schwierig. 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