{"id":8428,"date":"2022-04-07T18:30:00","date_gmt":"2022-04-07T16:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dezernat-zukunft.org\/?p=8428"},"modified":"2024-06-05T12:28:47","modified_gmt":"2024-06-05T10:28:47","slug":"der-leise-tod-der-geldmengensteuerung-ende-eines-irrwegs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/der-leise-tod-der-geldmengensteuerung-ende-eines-irrwegs\/","title":{"rendered":"Der leise Tod der Geldmengensteuerung: Ende eines Irrwegs"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-normal-font-size\"><strong><a href=\"mailto:florian.kern@dezernatzukunft.org\">Florian Kern<\/a><\/strong>, Max Krah\u00e9<\/p>\n\n\n<p class=\"executivesum\" style=\"border-left: 8px solid #ee6174; text-align: left;\">Preise h\u00e4ngen von Angebot und Nachfrage ab. Das Preisniveau der gesamten Volkwirtschaft h\u00e4ngt wiederum vom gesamtwirtschaftlichen Angebot und der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage ab. \u00dcber lange Zeit haben Zentralbanken jedoch kommuniziert, die Geldmenge sei ausschlaggebend f\u00fcr die Preisentwicklung. Diese Kommunikationslinie wurde nie wirklich korrigiert, was noch heute zu Irritationen in der Wirtschaftsberichterstattung f\u00fchrt. Im Sinne einer modernen Fehlerkultur w\u00fcrde es der Bundesbank gut zu Gesicht stehen, ihre geldpolitische Kommunikation aufzuarbeiten und klarzustellen, wie Geldpolitik tats\u00e4chlich wirkt: N\u00e4mlich \u00fcber <a href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/der-zinshammer-wie-zentralbanken-inflation-bekaempfen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">kurz- und langfristige Zinsen<\/a>.<\/p>\n<h4><strong>Nach Bretton Woods: Die Geldmengensteuerung<\/strong><\/h4>\n<p>Im Jahr 1973 wird das Bretton-Woods-System f\u00fcr beendet erkl\u00e4rt, in welchem die W\u00e4hrungen westlicher Staaten mittels fester Wechselkurse an den US-Dollar (USD) gekoppelt waren. Diese Bindung endete zusammen mit dem Bretton-Woods-System, sodass sich die Zentralbanken eine neue geldpolitische Strategie einfallen lassen mussten. Die Deutsche Bundesbank erkl\u00e4rte daraufhin, das ihr im Bundesbankgesetz aufgetragene Ziel (Preisstabilit\u00e4t) mittels einer Geldmengensteuerung zu verfolgen. Am 5. Dezember 1974 f\u00fchrte die Bundesbank als erste Zentralbank der Welt ein Ziel f\u00fcr das Wachstum der Zentralbankgeldmenge (haupts\u00e4chlich Bargeld und Guthaben der Gesch\u00e4ftsbanken bei der Zentralbank) ein und erkl\u00e4rte, mittels dieses Ziels die Preise beeinflussen zu wollen.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Die Bundesbank war zu diesem Zeitpunkt von der damals von einigen Wissenschaftlern propagierten Quantit\u00e4tstheorie des Geldes beeinflusst, die davon ausging, dass die Preise steigen, wenn die Geldmenge steigt. Man ging von einer praktisch unendlichen Kreditnachfrage aus, die nur durch das Kreditangebot der Banken begrenzt w\u00fcrde. Das Kreditangebot der Banken w\u00fcrde wiederum nur durch die Mindestreserve begrenzt, die Banken bei der Zentralbank auf ihre Einlagen halten m\u00fcssen. Nach dieser Logik w\u00fcrde eine Erh\u00f6hung der Geldmenge der Zentralbank (in Abh\u00e4ngigkeit von einem von der H\u00f6he der Mindestreserven abh\u00e4ngigen \u201eGeldmengenmultiplikator\u201c) zu einer h\u00f6heren Kreditvergabe und damit zu einer h\u00f6heren gesamtwirtschaftlichen Nachfrage beitragen, was wiederum die Preise erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Heute wissen wir, dass diese Vorstellung falsch ist. Bereits 2004 erkl\u00e4rte der sp\u00e4tere Leiter der geldpolitischen Implementierung der EZB und fr\u00fchere Bundesbanker, Ulrich Bindseil, in einem <a href=\"https:\/\/www.ecb.europa.eu\/pub\/pdf\/scpwps\/ecbwp372.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gro\u00dfartigen Paper<\/a> weshalb die Zentralbankgeldmengensteuerung niemals konzeptionell \u00fcberzeugte. Die Bundesbank erkl\u00e4rte im April 2017 <a href=\"https:\/\/www.bundesbank.de\/de\/publikationen\/suche\/die-rolle-von-banken-nichtbanken-und-zentralbank-im-geldschoepfungsprozess-614448\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">in einem Aufsatz<\/a> dann auch, dass die Kreditnachfrage nicht in einem Zusammenhang mit der Zentralbankgeldmenge steht.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Es ist aber durchaus spannend nachzuvollziehen, wie die Bundesbank damit umging, dass sie einen fehlerhaften Wirkungsmechanismus der Geldpolitik unterstellte.<\/p>\n<h4><strong>Von der Zentralbankgeldmenge zu M3<\/strong><\/h4>\n<p>Dass die Zentralbankgeldmengensteuerung, also die Steuerung der Menge von Bargeld und Guthaben der Gesch\u00e4ftsbanken bei der Zentralbank, nicht funktionierte, hat sich in den Jahren nach 1974 in der Praxis gezeigt. Als die Bundesbank die Mindestreserve \u00e4nderte, das Kreditvolumen sich aber nicht so \u00e4nderte, wie es der in Lehrb\u00fcchern enthaltene Geldmengenmultiplikator vorhersah, wurde schnell klar, dass die allgemeine Kreditvergabe nicht \u00fcber eine Steuerung der Zentralbankgeldmenge m\u00f6glich war. Anstatt die geldpolitische Kommunikation zu \u00e4ndern und den Geldmengenmultiplikator zu beerdigen, erkl\u00e4rte die Bundesbank jedoch zun\u00e4chst, man w\u00fcrde weiterhin die Zentralbankgeldmenge steuern, m\u00fcsse aber praktisch zur\u00fcck rechnen, wie hoch diese w\u00e4re, wenn die Mindestreserve noch so hoch w\u00e4re wie 1974. Was irritierend klingt, war es auch.<\/p>\n<p>1988 erkl\u00e4rte die Bundesbank dann, dass man fortan nicht mehr die Zentralbankgeldmenge (Bargeld und Guthaben bei der Zentralbank) steuere, sondern die Geldmenge M3 (Guthaben des Privatsektors bei den Gesch\u00e4ftsbanken). Statt zu erkl\u00e4ren, dass offensichtlich nicht die Geldmenge die Preise beeinflusst, sondern die Kreditvergabe (und andere Gr\u00f6\u00dfen), <a href=\"https:\/\/www.bundesbank.de\/resource\/blob\/691172\/fdfb12f9c684bf5dc05b593d95d08498\/mL\/1988-03-monatsbericht-data.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">suchte man sich eine neue Steuerungsgr\u00f6\u00dfe (M3)<\/a>, die sehr stark mit der Kreditvergabe korrelierte: Wenn diese steigt, dann steigen auch die Guthaben bei den Gesch\u00e4ftsbanken. Auf diese Art und Weise konnte man argumentieren, dass man weiterhin Geldmengensteuerung betreibe und auf eine Geldmengendefinition verweisen, die auch tats\u00e4chlich bis in die 90er Jahre einen \u00e4hnlichen Trend wie die Inflation aufwies (da sowohl Geldmenge als auch Inflation von der Kreditvergabe beeinflusst waren), wie Abbildung 1 zeigt.<\/p>\n<p><strong>Abbildung 1<\/strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-7917 aligncenter\" src=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Abbildung-1.png\" alt=\"\" width=\"729\" height=\"609\" srcset=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Abbildung-1.png 1600w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Abbildung-1-300x251.png 300w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Abbildung-1-1024x856.png 1024w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Abbildung-1-768x642.png 768w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Abbildung-1-1536x1284.png 1536w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Abbildung-1-100x84.png 100w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Abbildung-1-1184x989.png 1184w\" sizes=\"auto, (max-width: 729px) 100vw, 729px\" \/><\/p>\n<h4><strong>Auch M3 hat seine Grenzen<\/strong><\/h4>\n<p>Ab Anfang der 90er brach jedoch auch der Zusammenhang zwischen der Geldmenge M3 und der Inflationsrate zusammen. Besonders klar wurde die Irrelevanz der M3-Geldmenge dann mit den Ankaufprogrammen der Zentralbanken als Antwort auf die Finanzkrise: Wenn die Zentralbank eine Anleihe z.B. von einer Versicherung kauft, steigt die Geldmenge M3, da die Guthaben bei den Gesch\u00e4ftsbanken steigen. So stieg ab 2014 die Geldmenge M3, als das Eurosystem (EZB und nationale Zentralbanken) begann, Staatsanleihen anzukaufen \u2013 die Inflation aber fiel. Bis zur Coronakrise reichte das M3-Geldmengenwachstum nicht mehr an Werte von vor der Finanzkrise heran \u2013 auch weil die Kreditvergabe mittlerweile st\u00e4rker als fr\u00fcher au\u00dferhalb des Bankensystems passiert, sich also nicht immer in neuen Guthaben bei Gesch\u00e4ftsbanken niederschl\u00e4gt. Sowohl Auf- als auch Abschw\u00fcnge im M3-Geldmengenwachstum blieben ohne offensichtliche Ko-Bewegungen in der Inflation.<\/p>\n<p><strong>Abbildung 2<\/strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-7919 aligncenter\" src=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Abbildung-2-1.png\" alt=\"\" width=\"720\" height=\"592\"><\/p>\n<p>Sp\u00e4testens heute ist also aus den Daten heraus offensichtlich, dass auch die Geldmenge M3 nicht die Preise steuert. Die aggregierte Nachfrage wird durch viele Gr\u00f6\u00dfen beeinflusst: Die Einkommen und ihre Verteilung, die Ersparnisse, die Investitionen und die allgemeine Risikoneigung, die kurz- und langfristigen Zinsen sowie Verm\u00f6genspreise, um nur die wichtigsten zu nennen.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> Verschiedene Definitionen der Geldmenge korrelieren zwar mit einigen dieser relevanten Gr\u00f6\u00dfen (so steigt tendenziell die M3-Geldmenge, wenn die Einkommen, die Ersparnisse oder die Investitionen steigen), aber sie liefert \u00fcber diese hinaus keine zus\u00e4tzlichen Erkenntnisse \u00fcber die Preisentwicklung.&nbsp;<\/p>\n<h4><strong>Kommunikation ist nicht gleich Geldpolitik<\/strong><\/h4>\n<p>Wichtig ist dabei festzustellen: Die fehlerhafte Kommunikation der Wirkungsweise der Geldpolitik durch die Bundesbank f\u00fchrte deshalb noch nicht automatisch zu einer falschen Geldpolitik. So erh\u00f6hte die Bundesbank in den 70er Jahren den Diskontsatz, zu welchem Banken bei der Bundesbank Kredite an Unternehmen refinanzieren konnten, nie \u00fcber 7,5%. Die Fed f\u00fchrte hingegen unter Paul Volcker trotz der Bedenken des Leiters der geldpolitischen Implementierung der Fed, Stephen Axilrod und auf Anraten von Bundeskanzler Helmut Schmidt und Bundesbankpr\u00e4sident Emminger, ebenfalls eine Zentralbankgeldmengensteuerung ein, befolgte diese aber mit mehr Gehorsam als die Bundesbank.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a> Im Ergebnis erh\u00f6hte die Fed 1979 die Kurzfristzinsen in erratischen Bewegungen von 7,5% auf \u00fcber 20% &#8211; und erzeugte damit eine Volatilit\u00e4t bei den Zinsen, die zu einer h\u00f6heren Arbeitslosigkeit beigetragen hat. Bereits 1982 beendete die Fed daher dieses \u201e<a href=\"https:\/\/www.federalreserve.gov\/newsevents\/speech\/bernanke20061110a.htm#:~:text=monetarist%20experiment\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">monetaristische Experiment<\/a>.\u201c<\/p>\n<p><strong>Abbildung 3<\/strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7972  aligncenter\" src=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Abbildung-3-2.png\" alt=\"\" width=\"694\" height=\"592\" srcset=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Abbildung-3-2.png 1600w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Abbildung-3-2-300x256.png 300w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Abbildung-3-2-1024x874.png 1024w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Abbildung-3-2-768x656.png 768w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Abbildung-3-2-1536x1311.png 1536w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Abbildung-3-2-100x85.png 100w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Abbildung-3-2-1184x1011.png 1184w\" sizes=\"auto, (max-width: 694px) 100vw, 694px\" \/><\/p>\n<p>Die Bundesbank hingegen <a href=\"https:\/\/www.bundesbank.de\/dynamic\/action\/de\/statistiken\/zeitreihen-datenbanken\/zeitreihen-datenbank\/723452\/723452?tsId=BBK01.SU0112&amp;dateSelect=1998\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">steuerte die Zinsen deutlich weniger erratisch<\/a> und trug seit ihrer Gr\u00fcndung 1957 bis zum Eintritt in die W\u00e4hrungsunion mit ihrer Geldpolitik zu einer durchschnittlichen Inflationsrate von <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/inflationsraten-im-vergleich-statistiker-der-euro-ist-kein-teuro-11566143.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">nur 2,6%<\/a> bei \u2013 ein Wert, der sonst nur von der Schweizer Notenbank erreicht wurde.<\/p>\n<p><strong>Abbildung 4<\/strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7923 aligncenter\" src=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Abbildung-4.png\" alt=\"\" width=\"723\" height=\"610\" srcset=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Abbildung-4.png 1600w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Abbildung-4-300x253.png 300w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Abbildung-4-1024x864.png 1024w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Abbildung-4-768x648.png 768w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Abbildung-4-1536x1296.png 1536w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Abbildung-4-100x84.png 100w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Abbildung-4-1184x999.png 1184w\" sizes=\"auto, (max-width: 723px) 100vw, 723px\" \/><\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten hier nicht die tats\u00e4chliche Zinspolitik der Bundesbank kritisieren. Dennoch ist es problematisch, wenn ein inkorrekter Wirkungszusammenhang kommuniziert wird.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><sup>[5]<\/sup><\/a> So entstanden etwa im Zuge der Ankaufprogramme der Zentralbanken Inflations\u00e4ngste, die unbegr\u00fcndet waren.<\/p>\n<h4><strong>Politische Entscheidungen sind vor dem Hintergrund ihrer Zeit zu bewerten<\/strong><\/h4>\n<p>Liest man die vernichtende Kritik Bindseils \u00fcber die Zentralbankgeldsteuerung, stellt sich automatisch die Frage, wie ein Konzept, das keinen Praktiker \u00fcberzeugte und von der Realit\u00e4t der geldpolitischen Umsetzung v\u00f6llig abgekoppelt war, je als geldpolitische Strategie kommuniziert werden konnte. Bindseil <a href=\"https:\/\/www.ecb.europa.eu\/pub\/pdf\/scpwps\/ecbwp372.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">schreibt<\/a>:<\/p>\n<p><em>\u201cIt appears that with RPD [Reserve Position Doctrine = Zentralbankgeldmengensteuerung], academic economists developed theories detached from reality, without resenting or even admitting this detachment&#8230; The dynamics of academic research and the underlying incentive mechanisms seem to have failed to ensure pressure on academics to ensure that models of central bank operations were sufficiently in line with the reality of these operations. Central bankers failed to resist the reality-detached theories of academics, or even promoted them as they got convinced, or as the theories served their aim to mask their responsibility for short term interest rate and thus for economic developments.\u201d<\/em><\/p>\n<p>Bindseil f\u00fchrt in seinem <a href=\"https:\/\/www.ecb.europa.eu\/pub\/pdf\/scpwps\/ecbwp372.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Paper von 2004<\/a> gleich mehrere Notenbanker als Quellen an, die vermuten, man habe vor allem deshalb Geldmengensteuerung als Strategie kommuniziert, weil so die Verantwortung der Zentralbank f\u00fcr das Zinsniveau weniger klar und es so politisch einfacher war, notwendige Zinserh\u00f6hungen durchzusetzen. Der zu Zeiten des Volcker-Schocks amtierende Leiter der geldpolitischen Implementierung der Fed, Stephen Axilrod, suggeriert in seiner politischen Verteidigung der Zentralbankgeldsteuerung \u2014 die er aus intellektueller Sicht ebenfalls ablehnte \u2014 sogar, dass die damals nicht unabh\u00e4ngige Fed die Zinsen nicht h\u00e4tte ausreichend erh\u00f6hen k\u00f6nnen, um die Inflation zu bek\u00e4mpfen, wenn sie offen zugegeben h\u00e4tte, dass sie diese steuere und damit Geldpolitik betreibe. Die hohen Zinsen seien nur deswegen politisch gangbar gewesen, weil sie mittels der neuen Geldmengensteuerungsstrategie als Ergebnis von Marktkr\u00e4ften dargestellt wurden.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><sup>[6]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Dieser Erkl\u00e4rungsansatz ist polit-\u00f6konomisch zun\u00e4chst einleuchtend, aus unserer Sicht aber nicht ausreichend. Bindseil erkl\u00e4rt selbst weiter, dass er aus Protokollen keine Hinweise fand, die dokumentierten, dass geldpolitische Entscheidungstr\u00e4ger (im Gegensatz zu f\u00fcr die Umsetzung verantwortliche Personen wie Axilrod) davon ausgingen, dass die geldpolitische Wirkung sich nicht \u00fcber die Geldmenge, sondern \u00fcber Zinsen entfaltete.<\/p>\n<p>Ein aus unserer Sicht m\u00f6glicher Erkl\u00e4rungsansatz ergibt sich aus dem Streit unterschiedlicher philosophischer Denkschulen: Einerseits eine in der Tradition Hegels stehende, \u201cstaatspositive\u201d Denkschule, und andererseits eine in der Tradition der Romantik und Ludwig Mises stehenden \u201cstaatskritischen\u201d Denkschule, die jede Steuerung der wirtschaftlichen T\u00e4tigkeit als prinzipiell problematisch sieht.<\/p>\n<p>Kern der ersteren Denkschule, der neben Hegel vor allem Keynes angeh\u00f6rt,<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\"><sup>[7]<\/sup><\/a> ist die Sorge, ein naiver laissez-faire Liberalismus drohe sich selbst zu unterminieren. Dies k\u00f6nnte zum Beispiel geschehen, wenn \u2013 wie 1929 passiert &#8211; Zinsen in die H\u00f6he schie\u00dfen, die Verm\u00f6genswerte einbrechen und eine allgemeine Panik die Wirtschaft in einen nicht enden wollenden Abw\u00e4rtssog rei\u00dft. Um diese Art von Abw\u00e4rtsspirale zu unterbrechen, braucht es, so die staatspositive Denkschule, eine Zentralbank, die bei Panik gro\u00dfz\u00fcgig neues Geld zum geldpolitisch gew\u00fcnschten Zinssatz gegen gute Sicherheiten ausgibt.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\"><sup>[8]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Die Monetaristen, in den 1970er Jahren vor allem von Friedman vertreten, argumentierten hingegen in der Tradition von Mises<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\"><sup>[9]<\/sup><\/a> dass es erst die staatliche Beeinflussung von Zinsen oder der Geldmenge sei, die zu einem Auf und Ab der Konjunkturzyklen f\u00fchre. Daher sei diese abzulehnen.<\/p>\n<p>Der Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems in Verbindung mit der \u00d6lkrise und der darauffolgenden Stagflation stellte in den Augen vieler eine so entscheidende Niederlage f\u00fcr die staatspositiven Keynesianer dar, dass eine politische Bereitschaft bestand, ein g\u00e4nzlich anderes System auszuprobieren. Als die Bundesbank 1974 zum ersten Mal eine komplett eigenst\u00e4ndige geldpolitische Strategie f\u00fcr ein System flexibler Wechselkurse formulierte, existierte also ein besonderes <em>window of opportunity <\/em>um etwas auszuprobieren, dass einen strukturellen Bruch mit dem status quo ante darstellte: Eine Zentralbankgeldmengensteuerung, in welcher \u2014 zumindest im Lehrbuch, welches so nie umgesetzt wurde \u2014 die Zentralbank das Lenkrad der geldpolitischen Steuerung abmontiert und aus dem Fenster wirft.<\/p>\n<p>In einer hierarchischen Bundesbank ohne positive Fehlerkultur bestanden Anreize, Anpassungen der geldpolitischen Strategie wenn \u00fcberhaupt nur so vorzunehmen, dass vorherige Entscheidungen dabei nicht kritisiert wurden. Erst die Gr\u00fcndung der EZB, die keinen fr\u00fcheren Aussagen verpflichtet war, schaffte die M\u00f6glichkeit, die Geldmengensteuerung zuerst in eine in der Praxis wenig beachtete zweite S\u00e4ule zu verfrachten, bevor sie dann mit dem aktuellen <em>strategy review <\/em>der EZB endg\u00fcltig begraben wurde.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\"><sup>[10]<\/sup><\/a><\/p>\n<h4><strong>Hand in Hand: Unabh\u00e4ngigkeit und Rechenschaft <\/strong><\/h4>\n<p>Selbst wenn es in den 1970er Jahren politische Gr\u00fcnde f\u00fcr ein kommunikatives Vorschieben der Geldmengensteuerung gegeben haben sollte, w\u00fcrde ein solches polit-kommunikatives Verhalten heute unsere Anspr\u00fcche an die Rechenschaftspflichten einer unabh\u00e4ngigen Zentralbank nicht erf\u00fcllen. Um diesen Anspr\u00fcchen gerecht zu werden und um zu verhindern, dass in der \u00d6ffentlichkeit ein falsches Bild \u00fcber die Wirkungszusammenh\u00e4nge der Geldpolitik fortbesteht, sollte die Bundesbank im Sinne einer modernen Fehlerkultur und einem modernen Politikevaluierungsverst\u00e4ndnis ihre Kommunikation aufarbeiten. Wer Fehler verschweigt, kann nicht aus ihnen lernen.<\/p>\n<hr>\n<h4><strong> Fu\u00dfnoten<\/strong><\/h4>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Vgl. <a href=\"https:\/\/www.bundesbank.de\/resource\/blob\/690126\/7d69c67151067fd573a56b0da1b89878\/mL\/1974-geschaeftsbericht-data.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gesch\u00e4ftsbericht der Deutschen Bundesbank<\/a>. 1974, S. 26.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Ebenso haben Wissenschaftler und Zentralbanker schon seit l\u00e4ngerem festgestellt, dass es \u201edie eine Geldmenge\u201c nicht gibt, sondern dass es eine Reihe von verschiedenen Geldmengen gibt, die sich unabh\u00e4ngig voneinander bewegen k\u00f6nnen. So hielt zum Beispiel der ehemalige Fed-Chair <a href=\"https:\/\/www.federalreserve.gov\/newsevents\/speech\/bernanke20061110a.htm#:~:text=In%20practice%2C%20the%20difficulty%20has%20been%20that%2C%20in%20the%20United%20States%2C%20deregulation%2C%20financial%20innovation%2C%20and%20other%20factors%20have%20led%20to%20recurrent%20instability%20in%20the%20relationships%20between%20various%20monetary%20aggregates%20and%20other%20nominal%20variables\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ben Bernanke<\/a> 2006 fest: \u201cIn practice, the difficulty [mit Geldmengensteuerung] has been that, in the United States, deregulation, financial innovation, and other factors have led to recurrent instability in the relationships between various monetary aggregates and other nominal variables.\u201d.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Ein in und nach der Finanzkrise besonders wichtiger Mechanismus ist ein Anstieg der Liquidit\u00e4tspr\u00e4ferenz: Wenn die Risikowahrnehmung steigt, tauschen Firmen und Haushalte illiquide oder unsichere Verm\u00f6genswerte \u2014 wie zum Beispiel l\u00e4nger laufende Anleihen \u2014 gegen liquidere Mittel wie Tagesgeld oder Girokontoguthaben. Wenn die Zentralbank willens ist, als Ank\u00e4ufer der letzten Instanz die Anleihen gegen Geld zu tauschen und die Zinsen auf dem geldpolitisch gew\u00fcnschten Niveau zu halten, steigt hierdurch sowohl die Zentralbankgeldmenge als auch die Geldmenge M3. Weil die zus\u00e4tzlichen liquiden Mittel zur Risikoabsicherung gedacht sind, bleibt die aggregierte Nachfrage und damit die Inflation aber konstant oder sinkt sogar.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Paul Volcker schreibt dazu in seinen Memoiren (Anmerkung in Klammern von uns): \u201cOur trip included a short stopover in Hamburg at the request of German Chancellor Helmut Schmidt. I knew Schmidt, and his blunt manner, well from his days as finance minister. Generally sympathetic to the United States, he had become disenchanted with what he perceived as American policy inconsistencies and ineffectiveness, including, if not confined to, monetary affairs. For almost an hour he harangued us about how waffling American policy makers had let inflation run amok and undermined confidence in the dollar and Europe\u2019s efforts to restore exchange-rate stability. I sat there quietly. There could be no more persuasive argument for why I had to act. I invited Bundesbank president Otmar Emminger, who had accompanied Schmidt and long been an interlocutor of mine, to fly with us to Belgrade. I used the opportunity to hint at the new approach I was considering (Zentralbankgeldmengensteuerung). Predictably, Emminger was supportive. I became impatient to get back home and to work.\u201d Volcker, P. A., &amp; Harper, C. (2018). Keeping at it: the quest for sound money and good government. Hachette UK. S. 109.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Ob die Zinsen in den 70er Jahren optimalerweise h\u00e4tten niedriger oder h\u00f6her sein sollen, ist nicht Gegenstand dieses Geldbriefs und kann an anderer Stelle diskutiert werden.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Vgl. Axilrod, S. (2000). The role of interest rates in Federal Reserve policymaking: discussion. In The Evolution of Monetary Policy and the Federal Reserve System Over the Past Thirty Years: A Conference in Honor of Frank E. Morris (pp. 70-75).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Vgl. Geoff Mann, In the Long Run We Are All Dead: Keynesianism, Political Economy, and Revolution, London: Verso, 2017, S. 39ff.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Brian F. Madigan, der damalige Leiter der monetay affairs Abteilung der Fed, <a href=\"https:\/\/www.federalreserve.gov\/newsevents\/speech\/madigan20090821a.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">erkl\u00e4rte<\/a> bei der ersten Notenbankertagung in Jackson Hole nach der Finanzkrise 2009 unter R\u00fcckgriff auf den geldpolitischen Vordenker Walter Bagehot: \u201eBy lending freely, the central bank may be able to quell powerful panic-driven demands for liquidity and their potentially untoward effects on the economy. Providing a virtually unlimited source of liquidity to institutions can avert the fire sales that can lead to decreases in asset values, reductions in wealth, and ultimately to a costly contraction in economic activity. And providing liquidity can enable a continuation of the lending by financial institutions that is necessary to support activity at the economy&#8217;s potential. We might call this the macroeconomic rationale for Bagehot&#8217;s dictum&#8211;promoting the full employment of resources.\u201d.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Wir haben grunds\u00e4tzliche Sympathien mit den Gedanken Friedmans und respektieren sein leidenschaftliches Eintreten f\u00fcr eine wettbewerbsorientierte, dynamische Marktwirtschaft. Im Hinblick auf die Geldpolitik lag Friedman jedoch schlicht falsch, da diese eben durch das Zinsniveau wirkt, das sie bestimmt, und eine Fixierung des Geldangebots zu einer stabilit\u00e4tsfeindlichen Volatilit\u00e4t des Zinsniveaus f\u00fchrt.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Vgl.: Holm-Hadulla, F., Musso, A., Vlassopoulos, T., &amp; Rodriguez-Palenzuela, D. (2021). Evolution of the ECB&#8217;s analytical framework. ECB Occasional Paper, (2021277).<\/p>\n<hr>\n<h4><strong style=\"color: revert; font-size: revert;\">Call for Papers<\/strong><\/h4>\n<p>Wie werden sich die L\u00f6hne in Deutschland k\u00fcnftig entwickeln? F\u00fcr eine gute Beantwortung dieser Frage haben wir ein Preisgeld von 2.500 \u20ac ausgeschrieben. Alle Infos findet Ihr in unserem&nbsp;Call for Papers, Einsendeschluss ist der 31.05.2022. Bei Fragen k\u00f6nnte Ihr Euch an <a href=\"mailto:pola.schneemelcher@dezernatzukunft.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pola<\/a> wenden.<\/p>\n<h4><strong>&nbsp;<\/strong><strong>Medien- und Veranstaltungsbericht 07.04.2022<\/strong><\/h4>\n<ul>\n<li>Max argumentiert in einem <a href=\"https:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/european-ambivalence-enabled-war-in-ukraine-by-max-krahe-2022-03\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beitrag auf Project Syndicate<\/a> vom 28. M\u00e4rz, dass entweder eine st\u00e4rkere strategische Zuwendung der EU zur Ukraine, oder ein konsequentes Ablehnen der Ann\u00e4herungsversuche, einen russischen Angriffskrieg h\u00e4tte unwahrscheinlicher werden lassen k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Der \u201c<a href=\"https:\/\/www.europarl.europa.eu\/RegData\/etudes\/STUD\/2022\/698897\/EPRS_STU(2022)698897_EN.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Economic and Budgetary Outlook of the EU<\/a>\u201d bezieht sich auf unser Paper f\u00fcr eine neue deutsche Fiskalpolitik.<\/li>\n<li>Der neue <a href=\"https:\/\/www.bloomberg.com\/news\/articles\/2022-04-07\/the-biggest-economic-peril-depends-on-where-you-live-podcast?srnd=stephanomics\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stephanomics<\/a> Podcast von Bloomberg zitiert Philippa am 7. April zum Sonderverm\u00f6gen der Bundeswehr: &#8220;First of all, military spending is not something that we normally go into debt for, and secondly 100 billion is just a huge number and it came out of nowhere, and I don&#8217;t think that many analysts saw it coming.&#8221; Und &#8220;With military spending it&#8217;s also very hard to argue that this is a huge boost for the economy, right? So it&#8217;s not an easy sell.&#8221;<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"executivesum\" style=\"border-left: 8px solid #ee6174; text-align: center;\"><em>Der&nbsp;<strong>Geldbrief<\/strong> ist unser Newsletter zu aktuellen Fragen der Geldpolitik und der Finanzm\u00e4rkte. \u00dcber Feedback und Anregungen freuen wir uns und erbitten deren Zusendung an florian.kern<\/em><em>[at]dezernatzukunft.org<\/em><\/p>\n<hr>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Preise h\u00e4ngen von Angebot und Nachfrage ab. Das Preisniveau der gesamten Volkwirtschaft h\u00e4ngt wiederum vom gesamtwirtschaftlichen Angebot und der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage ab. \u00dcber lange Zeit haben Zentralbanken jedoch kommuniziert, die Geldmenge sei ausschlaggebend f\u00fcr die Preisentwicklung. Diese Kommunikationslinie wurde nie wirklich korrigiert, was noch heute zu Irritationen in der Wirtschaftsberichterstattung f\u00fchrt. Im Sinne einer modernen Fehlerkultur w\u00fcrde es der Bundesbank gut zu Gesicht stehen, ihre geldpolitische Kommunikation aufzuarbeiten und klarzustellen, wie Geldpolitik tats\u00e4chlich wirkt: N\u00e4mlich \u00fcber kurz- und langfristige Zinsen.<\/p>\n","protected":false},"author":17,"featured_media":7965,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[161],"tags":[289,280,60,266],"class_list":["post-8428","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geldbrief-en","tag-economic-policy-en","tag-mk-en","tag-monetary-policy","tag-wirtschaftspolitik-en"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.8 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Der leise Tod der Geldmengensteuerung: Ende eines Irrwegs - Dezernat Zukunft<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"%\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/der-leise-tod-der-geldmengensteuerung-ende-eines-irrwegs\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_US\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Der leise Tod der Geldmengensteuerung: Ende eines Irrwegs - 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