{"id":78209,"date":"2025-10-30T17:00:09","date_gmt":"2025-10-30T16:00:09","guid":{"rendered":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/?p=78209"},"modified":"2025-10-30T17:01:26","modified_gmt":"2025-10-30T16:01:26","slug":"droht-jetzt-die-mehrwertsteuererhohung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/droht-jetzt-die-mehrwertsteuererhohung\/","title":{"rendered":"Droht jetzt die Mehrwertsteuererh\u00f6hung?"},"content":{"rendered":"\r\n<p class=\"has-normal-font-size\"><strong><a href=\"mailto:philippa.sigl-gloeckner@dezernatzukunft.org\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Philippa Sigl-Gl\u00f6ckner<\/a><\/strong>, Niklas Illenseer<\/p>\r\n<p class=\"executivesum\" style=\"border-left: 8px solid #ee6174; text-align: left;\">F\u00fcr das Jahr 2027 klafft eine L\u00fccke von 30 Milliarden Euro im Haushalt, in den Folgejahren ist die L\u00fccke noch gr\u00f6\u00dfer. Wie sie geschlossen werden soll, ist unklar \u2013 auch, weil sich kurzfristig nicht in diesem Volumen k\u00fcrzen lassen wird. Historisch wurde in solchen Situationen oft die Mehrwertsteuer erh\u00f6ht. Das w\u00e4re heute fatal und w\u00fcrde riskieren, den stagnierenden Konsum abzuknicken und die Wirtschaft weiter zu schw\u00e4chen. Es braucht eine fokussierte Finanzpolitik, die verf\u00fcgbare Mittel effektiv auf Wachstum und Besch\u00e4ftigung ausrichtet.<\/p>\r\n<h4>Woher kommt die 30-Milliarden-Euro-L\u00fccke?<\/h4>\r\n<p>F\u00fcr das Jahr 2027 fehlen mehr als 30 Milliarden Euro im Bundeshaushalt. In den Folgejahren ist die L\u00fccke deutlich gr\u00f6\u00dfer. Schon 30 Milliarden Euro sind viel in einem Haushalt, in dem nur rund <a href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/growth-and-budget-lab\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">74 Milliarden Euro<\/a> nicht rechtlich gebunden sind und kurzfristig weggek\u00fcrzt werden k\u00f6nnen. Und selbst diese Mittel sind weitgehend mit Projekten belegt, die die wenigsten gerne wegk\u00fcrzen w\u00fcrden: Ausgaben f\u00fcr Bildung und Forschung (26 Milliarden Euro), die \u00dcbernahme der EEG-Finanzierung, damit der Strom nicht noch teurer wird (17 Milliarden Euro), ein bereits gestutztes Budget f\u00fcr die Entwicklungszusammenarbeit (10 Milliarden Euro), F\u00f6rderung des Wohnungsbaus (3 Milliarden Euro) oder Ausgaben f\u00fcr den Verkehr (16 Milliarden) im Kernhaushalt.<\/p>\r\n<p>Dazu hat die Regierung einen recht teuren Koalitionsvertrag und weitere wirtschaftsst\u00fctzende Ma\u00dfnahmen beschlossen, die j\u00e4hrlich \u00fcber 20 Milliarden Euro kosten werden. Dass das B\u00fcrgergeld teurer ausf\u00e4llt als in der sehr optimistischen Projektion vom letzten Jahr (<a href=\"https:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Monatsberichte\/Ausgabe\/2025\/10\/Inhalte\/Kapitel-3-Wirtschafts-und-Finanzlage\/3-3-entwicklung-bundeshaushalt-september-2025.html?nn=237786\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wobei die Ausgaben bis September 2025 tats\u00e4chlich unter dem Vorjahreswert liegen<\/a>), vergr\u00f6\u00dfert die L\u00fccke zus\u00e4tzlich. Das neue Sonderverm\u00f6gen und die Ausnahme von Verteidigungsausgaben schaffen etwas Platz, aber die L\u00fccke bleibt. Wie sie geschlossen werden soll, ist unklar. Ein Blick in die Geschichte zeigt, was historisch in solchen Situationen passiert ist.<\/p>\r\n<h4>Die 1980er: Vom Aufschwung zur Spar\u00e4sthetik<\/h4>\r\n<p>Anfang der Achtziger: Die zweite \u00d6lkrise traf eine Bundesrepublik, die sich an Vollbesch\u00e4ftigung gew\u00f6hnt hatte. Die Preise stiegen, die Investitionen sanken, und die sozialliberale Koalition um Helmut Schmidt suchte Halt. Es war die Zeit der gro\u00dfen Sparrufe: Die Bundesbank <a href=\"https:\/\/www.bundesbank.de\/resource\/blob\/690172\/f496936d2d203e5c622f1039773e1cd3\/472B63F073F071307366337C94F8C870\/1981-geschaeftsbericht-data.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mahnte<\/a>, die Opposition <a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btp\/09\/09079.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sekundierte<\/a>. 1982 schrieb Wirtschaftsminister Lambsdorff ein <a href=\"https:\/\/www.1000dokumente.de\/Dokumente\/Konzept_f%C3%BCr_eine_Politik_zur_%C3%9Cberwindung_der_Wachstumsschw%C3%A4che_und_zur_Bek%C3%A4mpfung_der_Arbeitslosigkeit_(Lambsdorff-Papier)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Thesenpapier<\/a> gegen den gro\u00dfen Staat und erkl\u00e4rte die Einstellung zu Staatsschulden zur Gretchenfrage. Daraufhin platzte die Koalition, Helmut Kohl kam ins Amt und Gerhard Stoltenberg wurde Finanzminister.<\/p>\r\n<p>Stoltenberg, ein protestantischer Norddeutscher, inszenierte sich als \u201eSparminister\u201c. Der neue Ton war moralisch, fast pastoral. Nicht mehr Konjunkturpolitik oder Vollbesch\u00e4ftigung bestimmten die Agenda, sondern \u201eHaushaltskonsolidierung\u201c. Hier wurde eine \u00c4sthetik des Sparens geboren, die sich bis heute durchzieht. Stoltenberg verfolgte das Ziel, das Defizit zur\u00fcckzufahren, was ihm zwischen 1982 und 1986 <a href=\"https:\/\/www.bundesbank.de\/resource\/blob\/844258\/67625c0f1280f95351e1464202f3a13d\/mL\/i-8-oeffentliche-finanzen-data.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">auch gelang<\/a> \u2013 vor allem aber, weil die Wirtschaft <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Wirtschaft\/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt\/BIP-Langfristig.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">kr\u00e4ftig wuchs<\/a>, die Zinsen <a href=\"https:\/\/www.bundesbank.de\/resource\/blob\/650692\/729295ed9ff719e58a6791df437f4135\/mL\/s510ttdiskont-data.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">niedrig waren<\/a> und man sich anderweitig Haushaltsspielraum schaffte.<\/p>\r\n<h4>Die fast unsichtbare Steuererh\u00f6hung<\/h4>\r\n<p>Haushaltsl\u00f6cher wurden in dieser Zeit regelm\u00e4\u00dfig mit Mehrwertsteuererh\u00f6hungen gestopft. Schon im Jahr 1978 erh\u00f6hte die Bundesregierung den Regelsatz auf 12 Prozent, bereits ein Jahr sp\u00e4ter auf 13 Prozent, 1983 dann unter Stoltenberg nochmal auf 14 Prozent. Kaum eine Ma\u00dfnahme bringt so viel Spielraum mit einer kleinen \u00c4nderung: Ein Punkt mehr bringt heute <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/kommentare\/kommentar-umsatzsteuer-das-objekt-der-begierde-jeder-neuen-regierung\/100074712.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gesch\u00e4tzt 16 Milliarden Euro Mehreinnahmen<\/a>.<\/p>\r\n<p><strong>Abbildung 1<\/strong><\/p>\r\n<div class=\"flourish-embed flourish-chart\" data-src=\"visualisation\/25675087?2303499\"><script src=\"https:\/\/public.flourish.studio\/resources\/embed.js\"><\/script><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/public.flourish.studio\/visualisation\/25675087\/thumbnail\" width=\"100%\" alt=\"chart visualization\" \/><\/noscript><\/div>\r\n<p>Eine weitere Lehre der deutschen Sparhistorie lautet: Wenn der Bund konsolidiert, dann immer in den zwei gleichen Bereichen \u2013 Verkehr und Verteidigung. Auch unter Helmut Kohl <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/bleibt-in-deckung-a-62deb80e-0002-0001-0000-000014022961\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wurde regelm\u00e4\u00dfig beklagt<\/a>, dass Infrastrukturprojekte aufgeschoben oder zusammengestrichen werden, die Verteidigungsausgaben fielen rapide \u2013 bayerische Prestigeprojekte wie das Kampfflugzeug J\u00e4ger 90 waren schon damals <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/100-milliarden-in-den-wind-a-37d99c0e-0002-0001-0000-000013529575\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ausgenommen<\/a>.<\/p>\r\n<h4>Die 1990er: Konsolidierung im Namen der Einheit<\/h4>\r\n<p>Mit der Wiedervereinigung wiederholte sich das Ritual \u2013 diesmal im gr\u00f6\u00dferen Ma\u00dfstab. Die Kosten der Einheit sprengten jede vorherige Planung: Rentenangleichung, Infrastruktur, Zinsen, insolvente Unternehmen auf der Bilanz der Treuhand. Das Haushaltsdefizit stieg, die <a href=\"https:\/\/www.bundesbank.de\/resource\/blob\/702922\/108c7cfa52b46ee6f5d2a769b975e36a\/mL\/1992-annual-report-data.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundesbank warnte vor Inflation<\/a>. 1993 erh\u00f6hte die Regierung die Mehrwertsteuer auf 15 Prozent \u2013 offiziell zur <a href=\"https:\/\/taz.de\/Ab-1993-zwei-Prozent-mehr-Mehrwertsteuer\/!1723585\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Anpassung an die Verbrauchssteuern<\/a> der Handelspartner, faktisch aber um Haushaltsl\u00f6cher zu stopfen und den zwischenzeitlichen Wegfall des Solidarit\u00e4tszuschlags zu kompensieren.<\/p>\r\n<p>Auch der Streit um Priorit\u00e4ten (wieder ging es um Verkehr und Verteidigung) flammte erneut auf. Mitte der 1990er wurde die Deutsche Bahn in eine Aktiengesellschaft im vollst\u00e4ndigen Bundesbesitz \u00fcberf\u00fchrt. Ziel war es, den Bundeshaushalt zu entlasten und den Schienenverkehr wirtschaftlicher zu machen. Doch die Bahnreform brachte neue Herausforderungen: Die starke Ausrichtung der einzelnen Unternehmensbereiche auf ihre betriebswirtschaftlichen Kennziffern schw\u00e4chte das Gesamtsystem, die Entflechtung erschwerte klare Zust\u00e4ndigkeiten und die angestrebte Eigenwirtschaftlichkeit stellte sich nicht ein. Nach und nach \u00fcbernahm der Bund wieder die Finanzierungslast und eine <a href=\"https:\/\/www.bundesrechnungshof.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Berichte\/2006\/sonderbericht-finanzierung-bundesschienenwege-volltext.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Entlastung des Bundeshaushalts blieb aus<\/a>: 1998 wurden aus urspr\u00fcnglich zinslosen Darlehen f\u00fcr Aus- und Neubauinvestitionen Baukostenzusch\u00fcsse, ab 2003 flossen auch Zusch\u00fcsse f\u00fcr Bestandsnetzinvestitionen.<\/p>\r\n<p>Die 1990er wurden zum Jahrzehnt des wiederkehrenden Sparens. Die Wiedervereinigung kostete, die Wirtschaft wuchs nur moderat und die Arbeitslosigkeit blieb hoch. Aus realwirtschaftlicher Perspektive h\u00e4tte die Bundesregierung kreditfinanzierte Finanzierungsspielr\u00e4ume gut gebrauchen k\u00f6nnen. Realzinsen von <a href=\"https:\/\/www.bundesbank.de\/resource\/blob\/691382\/42eb50d7b985006fdd6c1a992a610742\/mL\/1996-11-kapitalmarktzinsen-data.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00fcber f\u00fcnf Prozent<\/a> machten Kredite aber sehr teuer, siehe Abbildung 2 (heute liegt der Realzins <a href=\"https:\/\/www.bundesbank.de\/de\/statistiken\/geld-und-kapitalmaerkte\/zinssaetze-und-renditen\/erwartete-realzinssaetze\/erwartete-realzinssaetze-772400\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bei 0,6 Prozent<\/a>, nahe dem Spitzenwert der letzten 20 Jahre).<\/p>\r\n<p><strong>Abbildung 2<\/strong><\/p>\r\n<div class=\"flourish-embed flourish-chart\" data-src=\"visualisation\/25916338?2303499\"><script src=\"https:\/\/public.flourish.studio\/resources\/embed.js\"><\/script><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/public.flourish.studio\/visualisation\/25916338\/thumbnail\" width=\"100%\" alt=\"chart visualization\" \/><\/noscript><\/div>\r\n<p>Aus Finanzierungsperspektive gab es einen starken Anreiz zu sparen. Entsprechend erh\u00f6hte Finanzminister Waigel unter anderem die Beitr\u00e4ge zur Arbeitslosenversicherung deutlich, hob die Mineral\u00f6lsteuer an, f\u00fchrte 1993 die Zinsabschlagsteuer, 1995 dauerhaft den Soli ein. Die Bundesbank drohte mit den <a href=\"https:\/\/www.bundesbank.de\/resource\/blob\/691232\/5c41c66ed0c30eb5105bb691f1f0c36a\/472B63F073F071307366337C94F8C870\/1991-06-monatsbericht-data.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Finanzm\u00e4rkten, deren Ergiebigkeit nicht unbegrenzt sei<\/a>, und forderte die Durchsetzung eines schnellen Defizitabbaus ein. 1996 legte die Bundesregierung ein Programm vor, das Unternehmen entlasten und \u00f6ffentliche Haushalte konsolidieren sollte. Vorgesehen waren Einsparungen des Bundes in H\u00f6he von 25 Milliarden D-Mark \u2013 die L\u00e4nder sollten denselben Betrag einsparen. \u201eSparpaket\u201c wurde 1996 zum <a href=\"https:\/\/gfds.de\/aktionen\/wort-des-jahres\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wort des Jahres<\/a> gek\u00fcrt. 1997 musste die Mehrwertsteuer schlie\u00dflich wieder herhalten \u2013 und wurde diesmal auf 16 Prozent erh\u00f6ht. Die Begr\u00fcndung: die Haushaltsl\u00fccke. 1999 erkl\u00e4rte der <a href=\"https:\/\/www.economist.com\/special\/1999\/06\/03\/the-sick-man-of-the-euro\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Economist<\/a> Deutschland zum \u201esick man of Europe\u201c, attestierte ihm einen \u201eaufgeblasenen Sozialstaat\u201c und \u201e\u00fcberm\u00e4\u00dfige Arbeitskosten\u201c.<\/p>\r\n<h4>2000er: Die Selbstbindung der Schuldenbremse<\/h4>\r\n<p>Mit der rot-gr\u00fcnen Regierung begann eine neue Variante derselben Geschichte. Nach der Asienkrise und der Dotcom-Blase stand der Haushalt weiter unter Druck. Die Versteigerung der 3G-Mobilfunkfrequenzlizenzen (UMTS) im Jahr 2000 brachte dem Bund einmalige Einnahmen von fast 100 Milliarden D-Mark \u2013 die Mittel flossen <a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/14\/042\/1404237.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">weitgehend in die Schuldentilgung<\/a>. Fiskalisch war das in einer Zeit hoher Zinsen nachvollziehbar: teure Altverbindlichkeiten abzul\u00f6sen, hilft dauerhaft Spielr\u00e4ume im Bundeshaushalt zu schaffen. Gleichzeitig schn\u00fcrte Finanzminister Hans Eichel flei\u00dfig Sparpakete: Wieder wurden Investitionen gek\u00fcrzt, wieder wurden kurzfristige Einnahmen gesucht.<\/p>\r\n<p>Und es passierte, was immer passiert, wenn nach Geld gesucht wird: 2007 folgte die n\u00e4chste Mehrwertsteuererh\u00f6hung, diesmal auf 19 Prozent \u2013 um Lohnnebenkosten zu senken, gr\u00f6\u00dftenteils aber <a href=\"https:\/\/doku.iab.de\/kurzber\/2006\/kb2906.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">um Neuverschuldung zu reduzieren<\/a>. Kurzfristig gelang das, auch dank Wachstum: Der Saldo war positiv und die Schuldenquote sank leicht. Langfristig aber blieb der Befund derselbe wie in den 1980ern und 1990ern: fehlende Investitionen, wachsende Infrastrukturdefizite, eine br\u00fcchige Einnahmenbasis. Die Schuldenbremse von 2009, geboren aus der Krise, kodifizierte schlie\u00dflich diese Haltung: Sparen wird Verfassungsprinzip.<\/p>\r\n<h4>W\u00e4re eine Mehrwertsteuererh\u00f6hung heute so schlimm?<\/h4>\r\n<p>Wir denken: ja. Nicht nur weil die Botschaft <em>\u201eWir haben es mit dem Sparen leider nicht geschafft, daf\u00fcr zahlen Sie jetzt alle\u201c<\/em> politisch herausfordernd w\u00e4re. Sondern auch, weil eine h\u00f6here Mehrwertsteuer den Konsum \u2013 und damit die Wirtschaft \u2013 weiter schw\u00e4chen w\u00fcrde. Besonders betroffen w\u00e4ren Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen, f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.562886.de\/17-31-1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Konsum den gr\u00f6\u00dften Teil ihrer Ausgaben<\/a> ausmacht.<\/p>\r\n<p>Au\u00dferdem hat sich der private Konsum von den Krisen der vergangenen Jahre kaum erholt. Auf den pandemiebedingten Einbruch folgte ein kurzer Aufschwung, der mit der Energiekrise 2022 abrupt endete. Seither stagniert der Konsum weitgehend. Prognosen, die von einer kr\u00e4ftigen Erholung ausgingen, wurden inzwischen <a href=\"https:\/\/www.wirtschaftsdienst.eu\/inhalt\/jahr\/2024\/heft\/11\/beitrag\/wie-sich-konsum-und-einkommen-entwickeln.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">nach unten korrigiert<\/a>. Bis heute liegt der Konsum deutlich unter dem Trendniveau von vor Corona (Abbildung 3).<\/p>\r\n<p><strong>Abbildung 3<\/strong><\/p>\r\n<div class=\"flourish-embed flourish-chart\" data-src=\"visualisation\/25795653?2303499\"><script src=\"https:\/\/public.flourish.studio\/resources\/embed.js\"><\/script><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/public.flourish.studio\/visualisation\/25795653\/thumbnail\" width=\"100%\" alt=\"chart visualization\" \/><\/noscript><\/div>\r\n<p>In den 2000er Jahren war eine schwache Konsumentwicklung verkraftbar, weil der Export die geringe Nachfrage kompensierte. China entdeckte deutsche Autos und das europ\u00e4ische Ausland \u2013 nun in einer W\u00e4hrungsunion mit Deutschland \u2013 trug den Rest bei. Damit ging das Wachstum in den fr\u00fchen 2000ern fast vollst\u00e4ndig auf den Au\u00dfenhandel zur\u00fcck, rund die H\u00e4lfte auf den Handel mit anderen Eurol\u00e4ndern (Abbildung 4).<\/p>\r\n<p><strong>Abbildung 4<\/strong><\/p>\r\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-78202\" src=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/20251030_GB102_Abb4_vd1_KE.png\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"711\" srcset=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/20251030_GB102_Abb4_vd1_KE.png 1600w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/20251030_GB102_Abb4_vd1_KE-300x284.png 300w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/20251030_GB102_Abb4_vd1_KE-1024x970.png 1024w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/20251030_GB102_Abb4_vd1_KE-768x728.png 768w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/20251030_GB102_Abb4_vd1_KE-1536x1455.png 1536w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/20251030_GB102_Abb4_vd1_KE-100x95.png 100w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/20251030_GB102_Abb4_vd1_KE-1184x1122.png 1184w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/p>\r\n<p>Heute ist diese Rettung aus dem Ausland unwahrscheinlich. China baut seine eigenen Autos und die USA haben angek\u00fcndigt, nicht l\u00e4nger \u201econsumer of last ressort\u201c sein zu wollen. Eine Mehrwertsteuererh\u00f6hung birgt daher das Risiko, die wirtschaftliche Lage weiter zu verschlechtern, mit direkten Folgen f\u00fcr den Bundeshaushalt: 100.000 zus\u00e4tzliche B\u00fcrgergeldbezieher*innen kosten <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/posts\/enzo-weber_b%C3%BCrgergeld-arbeitslosigkeit-activity-7368974567681204224-cilh\/?originalSubdomain=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">laut Enzo Weber<\/a> rund drei Milliarden Euro. Mit etwas Pech k\u00f6nnte eine Mehrwertsteuersenkung ihr Ziel \u2013 das Schlie\u00dfen der Haushaltsl\u00fccke \u2013 also verfehlen, weil sie durch eine Schw\u00e4chung der Wirtschaft neue L\u00fccken schafft.<\/p>\r\n<h4>Wie gelingt die Konsolidierung?<\/h4>\r\n<p>In einer wirtschaftlichen Schw\u00e4chephase 30 Milliarden Euro einzusparen, ist schwierig. Ein offensichtlicher Weg w\u00e4re, einige der kostspieligen Wahlgeschenke aus dem Koalitionsvertrag zur\u00fcckzunehmen (Ja, wir wissen, dass das politisch nicht plausibel ist). Denn ein erfolgreicher Sparkurs gelingt nur unter einer Voraussetzung: eine kompromisslos-super-ultra-fokussierte Wirtschafts-, Arbeitsmarkt- und Finanzpolitik, unter der sich alle Beteiligten jeden Morgen fragen und daran messen lassen, wie sie ihre verf\u00fcgbaren Mittel am effektivsten auf Wachstum und nicht-subventionierte Besch\u00e4ftigung ausrichten k\u00f6nnen.<\/p>\r\n<p>Viele Programme aus dem Koalitionsvertrag d\u00fcrften eine solche \u00dcbung nicht \u00fcberstehen \u2013 zu breit, zu ungezielt, zu hohe Mitnahmeeffekte. Aber nur durch klare Priorisierung senkt man den strukturellen Kreditbedarf: Wenn dauerhaft mehr Menschen ihr eigenes Geld verdienen. Wenn dauerhaft mehr Unternehmen rentabel sind. Und wenn Bundesressorts nicht l\u00e4nger aus Prinzip an eigenen Programmen festhalten (insbesondere, wenn andere Ressorts \u00c4hnliches machen), sondern sich gemeinsam fragen, was der sinnvollste Mitteleinsatz ist.<\/p>\r\n<p>Politisch mag das unbequem bis schwierig sein \u2013 welches Ministerium gibt schon gerne Gelder auf. Aber so viel Ehrlichkeit sollte sein: Ohne diese Bereitschaft werden die Sparversuche misslingen.<\/p>\r\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><\/a><strong>Unsere Leseempfehlungen:<\/strong>\u00a0<\/p>\r\n<ul>\r\n<li>Dieser <a href=\"https:\/\/rhg.com\/research\/the-hangover-foreign-carmakers-china-strategies\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel<\/a> der Rhodium Group zeichnet nach, wie China f\u00fcr ausl\u00e4ndische Autobauer vom Gewinnbringer zum Verlustfaktor geworden ist.<\/li>\r\n<li>In der <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/mobilitaet\/2025-10\/europaeische-autoindustrie-eu-china-usa-subventionen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ZEIT<\/a> kommentieren Lucas Guttenberg, Nils Redeker und Sander Tordoir wie der deutschen Autoindustrie geholfen werden kann.<\/li>\r\n<li>Diese <a href=\"https:\/\/www.ifo.de\/publikationen\/2025\/monographie-autorenschaft\/konzeption-eines-integrierten-sozialtransfersystems\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Analyse des ifo<\/a> diskutiert Reformans\u00e4tze f\u00fcr das heutige Transfersystem und zeigt, dass sowohl ein integriertes Transfersystem \u201eaus einem Guss\u201c als auch die Zusammenlegung von Wohngeld und Kinderzuschlag Strukturen vereinfachen und Hinzuverdienstm\u00f6glichkeiten verbessern w\u00fcrden.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h4><strong>Medienbericht 30.10.2025<\/strong><\/h4>\r\n<p><strong>Medienerw\u00e4hnungen und Auftritte<\/strong><\/p>\r\n<ul>\r\n<li><strong>R\u00fcckblick<\/strong>\r\n<ul>\r\n<li>Am 16.10.2025 erschien ein Meinungsbeitrag von <strong>Philippa Sigl-Gl\u00f6ckner <\/strong>bei <a href=\"https:\/\/www.surplusmagazin.de\/bildung-wirtschaft-kosten-investitionen-hebel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Surplus<\/a> zu Bildungs- und Finanzpolitik.<\/li>\r\n<li>Am 21.10.2025 wurde <strong>Philippa Sigl-Gl\u00f6ckner <\/strong>in der <a href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/bc18dfca-2120-43bc-b522-d48352b63457?shareType=nongift\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Financial Times<\/a> zu Determinanten der Wettbewerbsf\u00e4higkeit der deutschen Industrie zitiert.<\/li>\r\n<li>Am 22.10.2025 wurde <strong>Niklas Illenseer<\/strong> in der <a href=\"https:\/\/taz.de\/Klimakrise-in-Bruessel\/!6122951\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">taz<\/a> zum EU Emissions Trading System 2 (EU ETS 2) zitiert.<\/li>\r\n<li>Am 23.10.2025 erschien eine Folge des Podcasts <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/studio-9-der-tag-mit-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eDer Tag mit\u2026\u201c<\/a> vom Deutschlandfunk Kultur mit <strong>Philippa Sigl-Gl\u00f6ckner<\/strong>.<\/li>\r\n<li>Am 26.10.2025 war <strong>Philippa Sigl-Gl\u00f6ckner <\/strong>zu Gast beim Sonntags-Stammtisch des <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/oekonomin-zweifelt-am-comeback-der-deutschen-exportstaerke,V0jf6kW\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BR<\/a> und diskutierte mit Christoph Schwennicke (T-Online) u.a. zum Reformbedarf in der Wirtschafts- und Sozialpolitik.<\/li>\r\n<li>Am 26.10.2025 zitierte die <a href=\"https:\/\/taz.de\/Klimaschutz-in-Gefahr\/!6122325\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">taz<\/a> <strong>Niklas Illenseer <\/strong>zur Verwendung der Mittel des KTF (Klima- und Transformationsfonds).<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<li><strong>Ausblick<\/strong>\r\n<ul>\r\n<li>Am 03.11.2025 findet ab 19 Uhr das n\u00e4chste <a href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/events\/ideas-of-energy-energy-and-history-839\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Event<\/a> der englischsprachigen Veranstaltungsreihe \u201e<strong>Ideas of Energy<\/strong>\u201c statt, dieses Mal im Global Public Policy Institute, Reinhardtstra\u00dfe 7, 10117 Berlin. Zum Thema \u201e<strong>Energy and History<\/strong>\u201c wird <strong>Jean-Baptiste Fressoz <\/strong>sprechen, Historiker am Centre national de la recherche scientifique (CNRS) und Autor des Buches\u202f<em>More and More and More<\/em>. Hier geht es zur <a href=\"https:\/\/docs.google.com\/forms\/d\/e\/1FAIpQLScDhKaOWBcyY4VuPaKpDOZP-7jm-LcT7naW7IduqyasEOTK5A\/viewform\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Anmeldung<\/a>.<\/li>\r\n<li style=\"list-style-type: none;\">\u00a0<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<hr \/>\r\n<p><strong>Fu\u00dfnoten<\/strong><\/p>\r\n<p class=\"executivesum\" style=\"border-left: 8px solid #ee6174; text-align: center;\"><em><i data-stringify-type=\"italic\">Der <strong>Geldbrief<\/strong> ist unser Newsletter zu aktuellen Fragen der Wirtschafts-, Fiskal- und Geldpolitik. \u00dcber Feedback und Anregungen freuen wir uns. Zusendung an philippa.sigl-gloeckner[at]dezernatzukunft.org<\/i><\/em><\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie wird die 30-Milliarden-Euro-L\u00fccke im Haushalt 2027 geschlossen?<\/p>\n","protected":false},"author":39,"featured_media":78206,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[161],"tags":[55,403,281],"class_list":["post-78209","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geldbrief-en","tag-fiscal-policy","tag-ni-en","tag-psg-en"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.8 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Droht jetzt die Mehrwertsteuererh\u00f6hung? - Dezernat Zukunft<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Wie wird die 30-Milliarden-Euro-L\u00fccke im Haushalt 2027 geschlossen?\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/droht-jetzt-die-mehrwertsteuererhohung\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_US\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Droht jetzt die Mehrwertsteuererh\u00f6hung? 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