{"id":78097,"date":"2025-10-01T09:08:30","date_gmt":"2025-10-01T07:08:30","guid":{"rendered":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/?p=78097"},"modified":"2025-10-28T16:09:59","modified_gmt":"2025-10-28T15:09:59","slug":"vollig-losgelost-warum-preise-wie-raketen-steigen-aber-wie-federn-fallen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/vollig-losgelost-warum-preise-wie-raketen-steigen-aber-wie-federn-fallen\/","title":{"rendered":"V\u00f6llig losgel\u00f6st: Warum Preise wie Raketen steigen, aber wie Federn fallen"},"content":{"rendered":"\r\n<p class=\"has-normal-font-size\"><strong><a href=\"mailto:aurora.li@dezernatzukunft.org\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Aurora Li<\/a><\/strong>, Nils Gerresheim<\/p>\r\n<p class=\"executivesum\" style=\"border-left: 8px solid #ee6174; text-align: left;\">Ab 2022 stiegen die Preise im Zementsektor sprunghaft an und verharren seither auf einem hohen Niveau. In der Forschung werden daf\u00fcr meist drei Ursachen genannt: asymmetrische Anpassungskosten, Preiswahrnehmung auf der Nachfrageseite und Marktmacht auf der Angebotsseite. F\u00fcr den Zementmarkt spricht vieles daf\u00fcr, dass vor allem die letzten beiden Faktoren dominieren.<\/p>\r\n<p>Inflation ist ein komplexes Ph\u00e4nomen und muss entsprechend differenziert betrachtet werden. Um ein besseres Verst\u00e4ndnis davon zu gewinnen, wie sich Preise entwickeln, analysieren wir diese regelm\u00e4\u00dfig bis auf die Ebene einzelner Sektoren \u2013 beispielsweise mit unserem <a href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/supply-side-monitor-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Supply Side Monitor<\/a>. So hat z. B. unsere Kollegin Sara Schulte zuletzt die <a href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/kaffee-klima-preise\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Entwicklungen auf dem Kaffeemarkt<\/a> untersucht.<\/p>\r\n<p>In der folgenden Analyse blicken wir auf ein besonderes Muster der Preisbildung, das als \u201eRocket and Feathers\u201c-Ph\u00e4nomen bekannt ist. Dieses beschreibt eine asymmetrische Preisreaktion: W\u00e4hrend Preise bei steigenden Kosten rasch und deutlich ansteigen, wie eine Rakete eben, sinken Preise bei fallenden Kosten deutlich langsamer, \u00e4hnlich einer Feder.<\/p>\r\n<p>Eine solche Preisdynamik konnte in den letzten Jahren am Zementmarkt beobachtet werden (Abbildung 1). Ab 2022 stiegen die Inputkosten in diesem Sektor deutlich, insbesondere durch stark erh\u00f6hte Energiepreise (Abbildung 1). Der Energiekostenanteil betr\u00e4gt in normalinflation\u00e4ren Phasen laut dem <a href=\"https:\/\/www.vdz-online.de\/wissensportal\/publikationen\/zementindustrie-im-ueberblick-2023-2024\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">deutschen Zementverband<\/a> mehr als 30 Prozent an der Bruttowertsch\u00f6pfung. Dazu kam weiterer Kostendruck aufgrund sinkender Nachfrage in der Baubranche, der Hauptabsatzbranche des Zementsektors (Abbildung 2).<\/p>\r\n<p><strong>Abbildung 1<\/strong><\/p>\r\n<div class=\"flourish-embed flourish-chart\" data-src=\"visualisation\/25292985?2303499\"><script src=\"https:\/\/public.flourish.studio\/resources\/embed.js\"><\/script><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/public.flourish.studio\/visualisation\/25292985\/thumbnail\" width=\"100%\" alt=\"chart visualization\" \/><\/noscript><\/div>\r\n<p>Die Preise im Zementsektor bilden sich in der Regel \u00fcber j\u00e4hrliche Preislisten zu Beginn des Jahres, erg\u00e4nzt durch indexierte Aufschl\u00e4ge, beispielsweise f\u00fcr Energiepreiskosten. Dadurch erkl\u00e4rt sich der signifikante Preisanstieg zu Beginn des Jahres 2023. Das <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2023\/10\/PD23_N055_61.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Statistische Bundesamt<\/a> meldete f\u00fcr das erste Halbjahr 2023 einen Anstieg der Zementpreise um rund 42 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Als die Energiepreise ab dem zweiten Halbjahr 2022 sanken und sich die Baubranche allm\u00e4hlig erholte, blieben die Zementpreise konstant auf hohem Niveau.<\/p>\r\n<p><strong>Abbildung 2<\/strong><\/p>\r\n<div class=\"flourish-embed flourish-chart\" data-src=\"visualisation\/25182816?2303499\"><script src=\"https:\/\/public.flourish.studio\/resources\/embed.js\"><\/script><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/public.flourish.studio\/visualisation\/25182816\/thumbnail\" width=\"100%\" alt=\"chart visualization\" \/><\/noscript><\/div>\r\n<p>Im gleichen Zeitraum stiegen die Bruttogeh\u00e4lter nur leicht, und auch der Branchenumsatz in Deutschland folgte weiterhin einem moderaten Aufw\u00e4rtstrend (Abbildung 3). Es gibt daher wenig Hinweise darauf, dass sinkende Energiekosten im selben Ma\u00dfe durch steigende Personalkosten kompensiert wurden.<\/p>\r\n<p><strong>Abbildung 3<\/strong><\/p>\r\n<div class=\"flourish-embed flourish-chart\" data-src=\"visualisation\/25255360?2303499\"><script src=\"https:\/\/public.flourish.studio\/resources\/embed.js\"><\/script><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/public.flourish.studio\/visualisation\/25255360\/thumbnail\" width=\"100%\" alt=\"chart visualization\" \/><\/noscript><\/div>\r\n<p>Was ist also die Ursache einer \u201eRocket and Feathers\u201c-Preisentwicklung? In der Literatur werden vor allem zwei Erkl\u00e4rungsans\u00e4tze hervorgehoben: Asymmetrische Anpassungskosten und variierende Preissensitivit\u00e4t der Nachfrageseite in Kombination mit Marktmacht.<\/p>\r\n<h4>Teure Expansion, g\u00fcnstige Drosselung<\/h4>\r\n<p>Wie <a href=\"https:\/\/www.jstor.org\/stable\/10.1086\/262126\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Peltzman (2000)<\/a> hervorhebt, k\u00f6nnen <strong>asymmetrische Anpassungskosten<\/strong> der Unternehmen das \u201eRocket and Feathers\u201c-Ph\u00e4nomen erzeugen. Inputpreise spiegeln sich nicht unmittelbar und gleichm\u00e4\u00dfig in den marginalen Grenzkosten wider, also jenen zus\u00e4tzlichen Kosten, die bei der Produktion einer weiteren Einheit entstehen.<\/p>\r\n<p>Bei steigenden Inputkosten ist es f\u00fcr Unternehmen vergleichsweise einfach, das Produktionsvolumen zu reduzieren, beispielsweise dadurch die Produktion zu drosseln oder durch die geringere Auslastung bestehender Kapazit\u00e4ten. Eine Ausweitung der Produktion bei sinkenden Kosten erfordert hingegen deutlich h\u00f6here Investitionen, etwa in zus\u00e4tzliche Produktionsanlagen oder die Rekrutierung und Schulung von Personal. Die Kostenstruktur f\u00fcr eine Reduktion versus eine Expansion des Outputs ist somit nicht symmetrisch. In der Folge reagieren Preise auf Kostensteigerungen schneller und ausgepr\u00e4gter als auf Kostensenkungen.<\/p>\r\n<p><strong>Abbildung 4<\/strong><\/p>\r\n<div class=\"flourish-embed flourish-chart\" data-src=\"visualisation\/25301052?2303499\"><script src=\"https:\/\/public.flourish.studio\/resources\/embed.js\"><\/script><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/public.flourish.studio\/visualisation\/25301052\/thumbnail\" width=\"100%\" alt=\"chart visualization\" \/><\/noscript><\/div>\r\n<p>Ein Blick auf die Produktion der deutschen Zementindustrie zeigt ab Anfang 2022 einen deutlichen R\u00fcckgang, der bis Mitte des Jahres anh\u00e4lt und seither auf einem niedrigen Niveau mit leicht negativem Trend verharrt (Abbildung 4, links). Im Gegensatz dazu bewegen sich die Besch\u00e4ftigungszahlen seit 2021 in einem leichten positiven Trend (Abbildung 4, rechts).<\/p>\r\n<p>Die Analyse der gemeldeten Produktionshemmnisse liefert ein differenziertes Bild (Abbildung 5): Neben den stark gestiegenen Energiepreisen waren insbesondere Materialengp\u00e4sse\u00a0 zwischen 2021 und 2023 ein zentraler Hemmfaktor. Auch Kapazit\u00e4tsengp\u00e4sse wurden regelm\u00e4\u00dfig gemeldet. Beide Faktoren verst\u00e4rken den Preisdruck zus\u00e4tzlich zu den Energiekosten. Mit dem R\u00fcckgang der Nachfrage aus der Bauwirtschaft ab Anfang 2022 gingen die Kapazit\u00e4tsengp\u00e4sse im Zementsektor erst mit zeitlicher Verz\u00f6gerung ab Beginn 2023 zur\u00fcck.<\/p>\r\n<p><strong>Abbildung 5<\/strong><\/p>\r\n<div class=\"flourish-embed flourish-chart\" data-src=\"visualisation\/25275105?2303499\"><script src=\"https:\/\/public.flourish.studio\/resources\/embed.js\"><\/script><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/public.flourish.studio\/visualisation\/25275105\/thumbnail\" width=\"100%\" alt=\"chart visualization\" \/><\/noscript><\/div>\r\n<p>Trotz einer leichten Erholung der Baukonjunktur ab Anfang 2023 haben sich die Produktionsvolumina bislang nicht auf das vorherige Niveau zur\u00fcckentwickelt. Eine Erkl\u00e4rung liegt in den hohen Investitionskosten f\u00fcr die Ausweitung von Produktionskapazit\u00e4ten: Laut dem europ\u00e4ischen Zementverband belaufen sich die Kosten f\u00fcr den Aufbau neuer Produktionsanlagen auf <a href=\"https:\/\/cembureau.eu\/about-our-industry\/key-facts-figures\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">rund 150 Millionen Euro pro Million Tonnen Jahreskapazit\u00e4t<\/a>. Dies entspricht einem Investitionsvolumen, das etwa dem Umsatz von 30 Jahren entspricht. Die steigenden Meldungen zu \u00dcberstunden k\u00f6nnen als kurzfristige Ma\u00dfnahme zur Kompensation begrenzter Kapazit\u00e4ten interpretiert werden.<\/p>\r\n<p>Auff\u00e4llig ist jedoch, dass seit 2023 auch die Meldungen zu mangelnden Auftr\u00e4gen deutlich zunehmen (wenn auch volatil). Dieses scheinbar widerspr\u00fcchliche Bild l\u00e4sst sich m\u00f6glicherweise durch die stark regional strukturierten M\u00e4rkte der Zementbranche erkl\u00e4ren, in denen die Auftragslage je nach Standort erheblich variieren kann. Dazu sp\u00e4ter mehr.<\/p>\r\n<h4>Preisblind auf der Nachfrageseite<\/h4>\r\n<p>Ein weiterer Erkl\u00e4rungsansatz f\u00fcr das \u201eRocket and Feathers\u201c-Ph\u00e4nomen beruht auf <strong>variierender Aufmerksamkeit der Nachfrageseite in Kombination mit Marktmacht auf der Angebotsseite<\/strong>. <a href=\"https:\/\/www.jstor.org\/stable\/25593733\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tappata (2009)<\/a> zeigte f\u00fcr die Nachfrageseite: sobald sich Preise ver\u00e4ndern, sind die Nachfrager aufmerksamer. Wenn Produzent:innen wegen gestiegener Kosten ihre Preise erh\u00f6hen, dann beginnt die Nachfrageseite die Preisentwicklung aufmerksamer zu verfolgen und Preise zu vergleichen. In der Folge steigt die Preiselastizit\u00e4t der Nachfrage, was den Wettbewerb innerhalb des Sektors erh\u00f6ht. Unternehmen geraten unter Druck, ihre Margen zu reduzieren und ihre Produkte n\u00e4her an den marginalen Kosten anzubieten.<\/p>\r\n<p>Wenn Inputkosten sinken, bleibt dieser Wettbewerbseffekt jedoch aus. Konsument:innen nehmen die Preisver\u00e4nderungen nicht unmittelbar wahr und akzeptieren bestehende Preise als gegeben. Die Preiselastizit\u00e4t sinkt, es findet keine verst\u00e4rkte Suche nach g\u00fcnstigeren Angeboten statt, und der Wettbewerbsdruck bleibt aus. Tendenziell k\u00f6nnen Unternehmen ihre Preise trotz gesunkener Kosten auf einem hohen Niveau halten.<\/p>\r\n<p>Diese Dynamik l\u00e4sst sich auch im Zementmarkt beobachten. Im Jahr 2022 kam es beispielsweise beim gr\u00f6\u00dften deutschen Zementhersteller, <a href=\"https:\/\/www.boersen-zeitung.de\/unternehmen-branchen\/heidelberg-cement-ringt-mit-energiepreisen-7d33aca4-0e47-11ed-a8b4-07f9801ba5be\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Heidelberg Materials<\/a>, zu au\u00dferordentlichen Anpassungen der Preislisten, obwohl in der Branche \u00fcblicherweise nur j\u00e4hrliche Preis\u00e4nderungen vorgenommen werden. Nachdem die Energiepreise wieder sanken, wurden Preislisten wieder im urspr\u00fcnglichen Rhythmus ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\r\n<h4>Marktmacht statt Wettbewerb<\/h4>\r\n<p>Um das \u201eRocket and Feathers\u201c-Ph\u00e4nomen zu erkl\u00e4ren, bedarf es neben der variierenden Aufmerksamkeit der Nachfrageseite noch einer weiteren Zutat: Marktmacht auf der Angebotsseite.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> Schlie\u00dflich k\u00f6nnte ansonsten bei fallenden Produktionskosten ein Konkurrent die Aufmerksamkeit der Nachfrage durch eine Preissenkung auf sich ziehen und somit Marktanteile gewinnen. Schnell w\u00fcrde ein Preiskampf entstehen, der die Margen auffrisst.<\/p>\r\n<p>In der Realit\u00e4t funktioniert Wettbewerb allerdings selten so reibungslos. Stattdessen haben Unternehmen h\u00e4ufig zumindest lokale Marktmacht. Ein typischer Grund hierf\u00fcr sind <strong>Suchkosten<\/strong> nach einem passenden Anbieter.<\/p>\r\n<p>Ein anschauliches Beispiel ist die Suche nach dem g\u00fcnstigsten Benzinpreis. Wenn keine Preisinformationen verf\u00fcgbar sind, m\u00fcssen Kund:innen physisch mehrere Tankstellen anfahren, was mit Aufwand und Kosten verbunden ist. Daher wird h\u00e4ufig beim ersten Anbieter getankt, sofern der Preis akzeptabel erscheint. Dieses Ph\u00e4nomen ist in der \u00f6konomischen Literatur als <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/abs\/pii\/0022053171900135\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Diamond-Paradoxon<\/a> bekannt.<\/p>\r\n<p>Auch ein <strong>oligopolistisches Marktumfeld<\/strong> kann Marktmacht beg\u00fcnstigen. In solchen Strukturen ist die Nachfrage oft wenig elastisch, da der Wettbewerbsdruck gering ist. Eintrittsbarrieren und hohe Kapitalkosten verhindern den Zugang neuer Anbieter. Unternehmen k\u00f6nnen daher ihre Preise \u00fcber den Grenzkosten halten, ohne unmittelbare Konsequenzen bef\u00fcrchten zu m\u00fcssen.<\/p>\r\n<p>Im Zementsektor ist lokale Marktmacht besonders ausgepr\u00e4gt. Der Markt ist stark regional organisiert, was vor allem auf die <a href=\"https:\/\/www.vdz-online.de\/wissensportal\/publikationen\/zementindustrie-im-ueberblick-2023-2024\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">physikalischen Eigenschaften des Produkts<\/a> zur\u00fcckzuf\u00fchren ist: Zement hat ein hohes Gewicht bei gleichzeitig niedrigem Warenwert pro Tonne. Transportkosten machen daher einen erheblichen Anteil der Gesamtkosten aus. Bei einem durchschnittlichen Warenwert von rund 64 Euro pro Tonne fallen etwa 10 Euro Transportkosten an. Der <a href=\"https:\/\/www.vdz-online.de\/wissensportal\/publikationen\/zementindustrie-im-ueberblick-2023-2024\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">deutsche Zementverband<\/a> weist darauf hin, dass Transporte \u00fcber eine Distanz von mehr als 300 Kilometern wirtschaftlich kaum sinnvoll sind.<\/p>\r\n<p>Diese Kostenstruktur f\u00fchrt zu regionalen Marktsegmenten mit oligopolartigen Strukturen und entsprechend heterogenen Preisniveaus. Die hohen Investitionskosten f\u00fcr den Bau neuer Zementwerke stellen zudem eine klare Eintrittsbarriere dar.<\/p>\r\n<p>Eine weitere potenzielle Ursache f\u00fcr Marktmacht k\u00f6nnen <strong>explizite oder implizite Preiskoordinierungen<\/strong> sein. Dieser Aspekt wird in der \u00f6konomischen Literatur regelm\u00e4\u00dfig diskutiert, wenngleich empirische Belege begrenzt sind. <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0954349X25000591\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weber et al. (2025)<\/a> zeigen, dass breite Inputkostenschocks als implizites Koordinationssignal wirken: Unternehmen gehen davon aus, dass auch ihre Wettbewerber die Preise anheben werden, und k\u00f6nnen daher ihre Mark-ups, also den prozentualen Aufschlag auf die Kosten zur Bestimmung des Verkaufspreises, stabil halten. Bei h\u00f6heren Kosten und Preisen steigt dadurch der Gewinn je Einheit und, wenn L\u00f6hne verz\u00f6gert nachziehen, auch die Profitquote.<\/p>\r\n<p>Auch im Zementsektor wurde auf die Gefahr marktmachtsteigernder Verhaltenskoordinierung hingewiesen. Das <a href=\"https:\/\/www.bundeskartellamt.de\/SharedDocs\/Publikation\/DE\/Sektoruntersuchungen\/Sektoruntersuchung%20Zement%20und%20Transportbeton.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundeskartellamt<\/a> ver\u00f6ffentlichte im Jahr 2017 einen Bericht, der die potenziellen Risiken solcher Koordinierung hervorhebt. Die oligopolartige Marktstruktur bietet grunds\u00e4tzlich g\u00fcnstige Voraussetzungen f\u00fcr abgestimmtes Verhalten. Zus\u00e4tzlich begr\u00fcndet sie ihre Untersuchung darin, dass es auch in der Vergangenheit Kartelle im Zementsektor gegeben hat.<\/p>\r\n<h4>Zementunternehmen mit Beinfreiheit<\/h4>\r\n<p>Das \u201eRocket and Feathers\u201c-Ph\u00e4nomen, bei dem Preise bei steigenden Kosten rasch anziehen, aber bei sinkenden Kosten nur langsam oder gar nicht zur\u00fcckgehen, ist in vielen Sektoren zu beobachten. F\u00fcr einen \u00dcberblick lohnt sich ein Blick in unseren <a href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/supply-side-monitor-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Supply Side Monitor<\/a>, der monatlich unter anderem Preis- und Produktionsentwicklungen abbildet.<\/p>\r\n<p>Die Ursachen f\u00fcr eine solche Preisentwicklung sind sektorspezifisch und k\u00f6nnen sich gegenseitig verst\u00e4rken. Im Zementmarkt deutet vieles darauf hin, dass die stark regional segmentierte Marktstruktur und die geringe Preiselastizit\u00e4t der Nachfrage es Unternehmen erm\u00f6glichen, Preise \u00fcber den Grenzkosten zu halten. Ob asymmetrische Anpassungskosten bei der Kapazit\u00e4tsausweitung eine wesentliche Rolle spielen, bleibt offen, da die gemeldeten Produktionshemmnisse ein uneinheitliches Bild zeigen.<\/p>\r\n<p>Eine differenzierte Analyse der Preisbildungsmechanismen bleibt daher auch in Zukunft zentral, um Preisentwicklungen in diesem und \u00e4hnlichen M\u00e4rkten besser zu verstehen.<\/p>\r\n<h4><strong>Unsere Leseempfehlungen:<\/strong>\u00a0<\/h4>\r\n<ul>\r\n<li>Wer wissen will, was Bierpreise \u00fcber die deutsche Wirtschaft verraten, sollte in die aktuelle Folge des Podcasts \u201eDie Geldfrage\u201c (<a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/episode\/0l34LaqbSWqEga8oL4JVcL\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spotify<\/a>, <a href=\"https:\/\/podcasts.apple.com\/be\/podcast\/was-das-oktoberfest-%C3%BCber-unsere-wirtschaft-verr%C3%A4t\/id1808368800?i=1000727310488\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Apple Podcast<\/a>) reinh\u00f6ren.<\/li>\r\n<li>Das <a href=\"https:\/\/budgetlab.yale.edu\/research\/short-run-effects-2025-tariffs-so-far\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Yale Budget Lab<\/a> zeigt kompakt die bisherigen Auswirkungen der US-Z\u00f6lle auf den US-Haushalt, Preise, Handel und Arbeitsmarkt.<\/li>\r\n<li>Ein Jahr nach dem Draghi-Report analysiert <a href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/e5516e69-8251-4d4a-8b70-6a438ba701d9\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">FT-Kolumnist Martin Sandu<\/a> den Weg zu einem einheitlichen europ\u00e4ischen Unternehmensrecht \u2013 Knackpunkt f\u00fcr einen zuk\u00fcnftigen Einheitsmarkt.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<h4><strong>Medienbericht 25.09.2025<\/strong><\/h4>\r\n<p><strong>Medienerw\u00e4hnungen und Auftritte<\/strong><\/p>\r\n<ul>\r\n<li><strong>R\u00fcckblick<\/strong>\r\n<ul>\r\n<li>Am 14.09.2025 war <strong>Philippa Sigl Gl\u00f6ckner<\/strong> mit Heidi Reichinnek und Michael Br\u00f6cker zu Gast bei <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/caren-miosga\/rueckschau\/schadet-linke-politik-unserem-wohlstand-frau-reichinnek,miosga-sendung-204.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Caren Miosga<\/a> in ihrem Talkformat in der ARD.<\/li>\r\n<li>Am 15.09.2025 ver\u00f6ffentlichten <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien-und-film\/talkshow\/tv-kritik-caren-miosga-was-haben-sie-denn-gegen-reiche-frau-reichinnek-accg-110685561.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die FAZ<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/kultur\/tv-streaming\/article410000372\/miosga-reichinnek-linke-charlie-kirk-attentat-steuern.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Berliner Morgenpost<\/a> und die <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/panorama\/fernsehen\/linke-reichinnek-fordert-umverteilung-und-lobt-nrw-ergebnis-v1_aid-134910071\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rheinische Post<\/a> TV-Kritiken zum Auftritt mit <strong>Philippa Sigl-Gl\u00f6ckner<\/strong> bei Caren Miosga.<\/li>\r\n<li>Am 17.09.2025 ver\u00f6ffentlichte das Wirtschaftsmagazin <a href=\"https:\/\/www.surplusmagazin.de\/lohn-loehne-armut-niedrigloehne-lebensqualitaetminimum\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Surplus<\/a> einen Gastbeitrag von <strong>Levi Henze<\/strong> zum Lebensqualit\u00e4tsminimum.<\/li>\r\n<li>Am 21.09.2025 war <strong>Florian Schuster-Johnson<\/strong> im <a href=\"https:\/\/think-beyondtheobvious.com\/zeitfenster-verpasst-geld-verprasst-zukunft-verspielt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BTO Podcast<\/a> zu Gast und sprach \u00fcber den schrumpfenden fiskalischen Spielraum im Bundeshaushalt.<\/li>\r\n<li>Am 21.09.2025 berichtete das <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/kolumnen\/beyond-the-obvious-die-schuldenpolitiker-muessen-endlich-platz-machen-und-gehen\/100156436.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Handelsblatt<\/a> in einen Artikel \u00fcber den <a href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/growth-and-budget-lab\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fiscal-Space-Indikator<\/a> und den Berechnungen des Dezernat Zukunft.<\/li>\r\n<li>Am 23.09.2025 war <strong>Florian Schuster-Johnson<\/strong> zu Gast im WDR 5 Podcast <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/mediathek\/audio\/wdr5\/wdr5-politikum\/audio-handlungsspielraum-des-haushalts-religioeser-urlaub-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Politikum<\/a> und sprach \u00fcber den aktuellen Haushalt und den sinkenden Spielraum f\u00fcr Regierungshandeln.<\/li>\r\n<li>Am 23.09.2025 war <strong> Florian Schuster-Johnson<\/strong> bei NTV im Interview zu Gast und hat \u00fcber den Bundeshaushalt 2026 gesprochen und ob dieser Wachstumsimpulse setzt.<\/li>\r\n<li>Am 23.09.2025 hat die <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/finanzminister-klingbeil-sondervermoegen-zinsen-li.3316082?reduced=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SZ<\/a> unsere <a href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/growth-and-budget-lab\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Berechnungen zum Haushalt und unseren Fiscal-Space-Indikator<\/a><\/li>\r\n<li>Am 25.09.2025 hat <a href=\"https:\/\/www.bloomberg.com\/news\/articles\/2025-09-25\/industriestrompreis-bundesregierung-plant-3-5-4-mrd-euro-entlastung-bis-2029?embedded-checkout=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bloomberg<\/a> in einem Artikel Niklas Illenseer zur Finanzierung des Industriestrompreises aus dem KTF zitiert.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<li>Ausblick\r\n<ul>\r\n<li>Am 01.10.25 findet das n\u00e4chste <strong>Ideas of Energy<\/strong> Event statt. Dieses Mal geht es um die Rolle der Wissenschaft in der Energiewende. Als Expertin ist Doris Segets,\u00a0Professorin f\u00fcr Verfahrenstechnik elektrochemischer Funktionsmaterialien an der Universit\u00e4t Duisburg-Essen, zu Gast. <a href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/events\/ideas-of-energy-energy-and-science\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hier geht es zur Anmeldung<\/a>.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<hr \/>\r\n<p><strong>Fu\u00dfnoten<\/strong><\/p>\r\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.jstor.org\/stable\/10.1086\/262126\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Peltzman (2000)<\/a> findet keine verst\u00e4rkt asymmetrische Preissetzung in Sektoren mit h\u00f6herer Konzentration (gemessen am Herfindahl-Hirschman-Index), wobei jeweils der Gesamtmarkt betrachtet wird. Dies steht nicht im Widerspruch zu unseren Aussagen, da wir Marktmacht als die F\u00e4higkeit definieren, Preise dauerhaft \u00fcber den marginalen Kosten zu halten. Diese Marktmacht ergibt sich in unserem Fall vor allem aus der Regionalit\u00e4t der M\u00e4rkte, in denen nur wenige Wettbewerber aktiv sind.<\/p>\r\n<p class=\"executivesum\" style=\"border-left: 8px solid #ee6174; text-align: center;\"><em><i data-stringify-type=\"italic\">Der <strong>Geldbrief<\/strong> ist unser Newsletter zu aktuellen Fragen der Wirtschafts-, Fiskal- und Geldpolitik. \u00dcber Feedback und Anregungen freuen wir uns. Zusendung an aurora.li[at]dezernatzukunft.org<\/i><\/em><\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit 2022 stiegen Zementpreise sprunghaft an, kommen aber nicht wieder runter. <\/p>\n","protected":false},"author":96,"featured_media":78107,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[161],"tags":[390,55,230,287,265,323,438,403],"class_list":["post-78097","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geldbrief-en","tag-al-en","tag-fiscal-policy","tag-geldpolitik-en","tag-js-en","tag-klima-en","tag-ng","tag-nga-en","tag-ni-en"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.8 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>V\u00f6llig losgel\u00f6st: Warum Preise wie Raketen steigen, aber wie Federn fallen - 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