{"id":77962,"date":"2025-08-28T17:00:43","date_gmt":"2025-08-28T15:00:43","guid":{"rendered":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/?p=77962"},"modified":"2025-08-28T17:16:46","modified_gmt":"2025-08-28T15:16:46","slug":"euro-als-leitwahrung-ja-aber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/euro-als-leitwahrung-ja-aber\/","title":{"rendered":"Euro als Leitw\u00e4hrung? Ja, aber \u2026"},"content":{"rendered":"\r\n<p class=\"has-normal-font-size\"><strong><a href=\"mailto:nils.gerresheim@dezernatzukunft.org\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Nils Gerresheim<\/a><\/strong>, Dr. Max Krah\u00e9<\/p>\r\n<p class=\"executivesum\" style=\"border-left: 8px solid #ee6174; text-align: left;\">Die unvorhersehbare Politik der US-Regierung macht den US-Dollar als Leitw\u00e4hrung weniger verl\u00e4sslich. Das bietet die M\u00f6glichkeit, die Rolle des Euros zu st\u00e4rken. Wollen wir das? Um diese Frage zu beantworten, quantifizieren wir die Vor- und Nachteile und kommen auf die klassische \u00d6konomen-Antwort: \u201eJa, aber \u2026\u201c Denn ein internationalerer Euro k\u00f6nnte Zinsen dr\u00fccken, aber w\u00fcrde dem Export schaden. Unser Modell quantifiziert diese gegenl\u00e4ufigen Effekte und zeigt, dass diese sich gr\u00f6\u00dftenteils aufheben. Zudem benennen wir zwei zentrale offene Fragen, die f\u00fcr eine fundierte Entscheidung beantwortet werden m\u00fcssen: Lassen sich die Exportnachteile durch geschickte Politik abfedern? Welche Umverteilungseffekte l\u00f6st ein st\u00e4rkerer Euro aus?<\/p>\r\n<p>Die erratische Politik von Donald Trump schw\u00e4cht die Verl\u00e4sslichkeit der USA und damit des US-Dollars. Gegen\u00fcber dem Euro verlor die US-W\u00e4hrung allein 2025 \u00fcber 13 Prozent an Wert (<a href=\"https:\/\/www.ecb.europa.eu\/stats\/policy_and_exchange_rates\/euro_reference_exchange_rates\/html\/eurofxref-graph-usd.en.html\">EZB<\/a>). Damit verst\u00e4rkt Trump einen l\u00e4ngerfristigen Trend: Der Anteil, den US-Dollarreserven an den weltweiten Zentralbank-Fremdw\u00e4hrungsreserven (inkl. Gold) ausmachen, sank von 2015 bis 2024 von etwa 62 Prozent auf 47 Prozent (<a href=\"https:\/\/data.imf.org\/en\/datasets\/IMF.STA:COFER\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">IWF<\/a>) (Abbildung 1).<\/p>\r\n<h4><strong>Gelegenheit, aber kein Selbstl\u00e4ufer<\/strong><\/h4>\r\n<p>Das schafft die Gelegenheit, die internationale Rolle des Euros zu st\u00e4rken. Doch dies ist kein Selbstl\u00e4ufer. Statt aus dem US-Dollar in den Euro zu wechseln, substituieren viele Zentralbanken aktuell zu Gold. Der Euro-Anteil an Reserveeinlagen blieb seit 2015 grob konstant, w\u00e4hrend der Goldanteil von 9 Prozent auf 19 Prozent stieg (<a href=\"https:\/\/data.imf.org\/en\/datasets\/IMF.STA:COFER\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">IWF<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.gold.org\/goldhub\/data\/gold-reserves-by-country\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">World Gold Council<\/a>).<\/p>\r\n<p><strong>Abbildung 1<\/strong><\/p>\r\n<div class=\"flourish-embed flourish-chart\" data-src=\"visualisation\/24840537?2303499\"><script src=\"https:\/\/public.flourish.studio\/resources\/embed.js\"><\/script><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/public.flourish.studio\/visualisation\/24840537\/thumbnail\" width=\"100%\" alt=\"chart visualization\" \/><\/noscript><\/div>\r\n<p>Langfristig ist Gold als Ersatz f\u00fcr eine Leitw\u00e4hrung jedoch ungeeignet. Gold ist illiquide, preislich volatil und schafft durch langsames Mengenwachstum deflation\u00e4ren Druck. Hier k\u00f6nnte der Euro ansetzen.<\/p>\r\n<p>Wollen wir das? Die Ma\u00dfnahmen, die die internationale Rolle des Euros st\u00e4rken k\u00f6nnen \u2013 darunter eine gro\u00dfvolumige Ausgabe von Eurobonds, eine echte Kapitalmarkt- und Bankenunion oder die Schaffung neuer Euro-Swaplines \u2013 sind kontrovers. Lohnen sie sich?<\/p>\r\n<h4><strong>Eine Reservew\u00e4hrung genie\u00dft Privilegien \u2026<\/strong><\/h4>\r\n<p>Eine Reservew\u00e4hrung bringt drei Vorteile:<\/p>\r\n<ul>\r\n<li>Wohlstandseffekte,<\/li>\r\n<li>zyklische Effekte und<\/li>\r\n<li>nicht-monet\u00e4re Vorteile.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<p>Der wichtigste Wohlstandseffekt sind <strong>niedrigere Zinsen<\/strong>. Durch die h\u00f6here globale Nachfrage nach Anlagen in der Reservew\u00e4hrung wird es g\u00fcnstiger, sich in dieser W\u00e4hrung Geld zu leihen. Die Kosten von Immobilienkrediten, Investitionskapital und Staatsverschuldung sinken, die Wirtschaft wird belebt. Zugleich sinkt die nat\u00fcrliche Zinsrate, also jener Zins, der die Inflation stabil h\u00e4lt, aufgrund der systemischen Nachfrageverschiebung. Deswegen wirken die niedrigen Zinsen nicht inflation\u00e4r. Zudem sind heimische Unternehmen und Verbraucher geringerem Wechselkursrisiko ausgesetzt, wenn im Welthandel Rechnungen in eigener W\u00e4hrung gestellt werden. Dieses Risiko ist insbesondere bei Energieimporten relevant.<\/p>\r\n<p>Dies sind die strukturellen Vorz\u00fcge einer Reservew\u00e4hrung. Zus\u00e4tzlich gibt es zyklische Vorteile: In Krisenzeiten fl\u00fcchten Investoren in \u201e<strong>sichere H\u00e4fen<\/strong>\u201c, in der Vergangenheit insbesondere in US-Dollar-Anlagen.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> Die Zinsen der Leitw\u00e4hrung werden also gerade dann besonders stark gedr\u00fcckt, wenn ein Konjunkturimpuls besonders wichtig ist: in Rezessionen und Krisen.<\/p>\r\n<p>Zuletzt bringt eine Reservew\u00e4hrung viele <strong>nicht-monet\u00e4re Vorteile<\/strong>. Sie schafft Sanktionsm\u00f6glichkeiten und sch\u00fctzt gegen Finanzsanktionen anderer Staaten. Sie erm\u00f6glicht es au\u00dferdem, einen sanften Einfluss auf die internationale Kreditvergabe auszu\u00fcben.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Diese k\u00f6nnte die EZB zum Beispiel nutzen, um internationale Dekarbonisierungsinvestitionen zu unterst\u00fctzen. <a href=\"https:\/\/www.brookings.edu\/articles\/why-the-fed-and-ecb-parted-ways-on-climate-change-the-politics-of-divergence-in-the-global-central-banking-community\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hier wirkt die Federal Reserve eher bremsend<\/a>.<\/p>\r\n<h4><strong>\u2026 und bringt B\u00fcrden<\/strong><\/h4>\r\n<p>Neben den zahlreichen Vorteilen bringt eine Reservew\u00e4hrung B\u00fcrden mit sich. Durch die erh\u00f6hte Nachfrage nach der Reservew\u00e4hrung wertet diese typischerweise auf. Laut einer IWF-Sch\u00e4tzung war der US-Dollar beispielsweise 2023 um 5-10 Prozent \u00fcberbewertet (<a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/markets\/europe\/trumps-dollar-logic-confusion-2024-10-16\/?utm_source=chatgpt.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Reuters<\/a>).<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> Dies ist Gift f\u00fcr die Industrie: Einerseits w\u00fcrden europ\u00e4ische G\u00fcter in Fremdw\u00e4hrungen teurer werden. <strong>Die Exporte w\u00fcrden sinken<\/strong>. Andererseits w\u00fcrden Importe f\u00fcr europ\u00e4ische Konsumenten g\u00fcnstiger. Das ist gut f\u00fcr die Kaufkraft, macht es aber wahrscheinlich, dass europ\u00e4ische Firmen <strong>auch zuhause Marktanteile verlieren<\/strong>. So ist die heimische Industrie doppelt unter Druck.<\/p>\r\n<p>Ein weiterer Nachteil einer Reservew\u00e4hrung ist das Spiegelbild ihrer zyklischen Vorteile. \u00c4hnlich wie die Zinsen in Krisenzeiten besonders sinken, steigen auch die Wechselkurse dann besonders stark an. Experten wie Markus Brunnermeier oder Kenneth Rogoff sch\u00e4tzen zwar, dass die positiven zyklischen Effekte \u00fcberwiegen, belastbare Zahlen fehlen jedoch bislang (<a href=\"https:\/\/www.piie.com\/blogs\/realtime-economics\/2025\/preserving-global-safe-asset-status-us-treasuries-and-us-dollar#:~:text=Supplying%20global%20reserve%20assets%20has,term%20disadvantage\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Peterson Institute<\/a>, <a href=\"https:\/\/yalebooks.yale.edu\/book\/9780300275315\/our-dollar-your-problem\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Our Dollar, Your Problem<\/a>).<\/p>\r\n<p>Schlie\u00dflich gibt es <strong>nicht-monet\u00e4re Kosten<\/strong>: Barry Eichengreen (<a href=\"https:\/\/academic.oup.com\/economicpolicy\/article-abstract\/34\/98\/315\/5528255\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">2019<\/a>) betont, dass eine Reservew\u00e4hrung eine starke milit\u00e4rische Absicherung voraussetzt. Das ist nicht nur teuer, sondern wirft f\u00fcr Deutschland und Europa schwierige Fragen auf: Unter welcher F\u00fchrung sollte ein europ\u00e4isches Milit\u00e4r organisiert werden und wo darf es zum Einsatz kommen? Wie kann eine geteilte Bedrohungseinsch\u00e4tzung und eine gemeinsame strategische Kultur geschaffen werden? Inwiefern w\u00e4re die EU bereit milit\u00e4rische Mittel einzusetzen, um W\u00e4hrungspartner geopolitisch abzusichern?<\/p>\r\n<p><strong>Die Vorteile \u00fcberwiegen<\/strong><\/p>\r\n<p>Vor- und Nachteile gibt es also viele. Was \u00fcberwiegt? Dazu haben wir eine quantitative Analyse durchgef\u00fchrt. Diese basiert auf der Methodologie einer <a href=\"https:\/\/www.mckinsey.com\/~\/media\/mckinsey\/featured%20insights\/global%20capital%20markets\/an%20exorbitant%20privilege\/mgi_an_exorbitant_privilege_implications%20of%20reserve_currencies_full_discussion_paper.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">McKinsey-Studie<\/a> aus 2008, die wir adaptiert und aktualisiert haben. Da sie nur die wichtigsten Wohlstandseffekte abdeckt und Parameter verwendet, zu denen es in der Wissenschaft sehr unterschiedliche Sch\u00e4tzungen gibt, sind ihre Ergebnisse mit Vorsicht zu genie\u00dfen.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a><\/p>\r\n<p>Zwei Schlussfolgerungen lassen sich dennoch ziehen. Erstens: <strong>Unter dem Strich w\u00fcrde Europa gewinnen<\/strong>. \u00dcber die verschiedenen Szenarien hinweg, mit denen wir die inh\u00e4rente Unsicherheit unserer Quantifizierung abbilden, sind die Nettoeffekte auf das BIP stets positiv. Sie belaufen sich auf etwa 0,1 bis gut 0,8 Prozent des BIPs (siehe Abbildung 2).<\/p>\r\n<p><strong>Abbildung 2<\/strong><\/p>\r\n<div class=\"flourish-embed flourish-chart\" data-src=\"visualisation\/24794490?2303499\"><script src=\"https:\/\/public.flourish.studio\/resources\/embed.js\"><\/script><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/public.flourish.studio\/visualisation\/24794490\/thumbnail\" width=\"100%\" alt=\"chart visualization\" \/><\/noscript><\/div>\r\n<h4><strong>Die Brutto-Effekte dominieren den Nettoeffekt<\/strong><\/h4>\r\n<p>Zweitens: Die Gr\u00f6\u00dfe der Bruttoeffekte dominiert den Nettoeffekt. Sowohl die positiven Effekte niedrigerer Zinsen als auch die negativen Auswirkungen der W\u00e4hrungsaufwertung auf die Industrie sind gr\u00f6\u00dfer und gewichtiger als der positive Gesamteffekt auf das BIP. Summiert man ihre absoluten Werte, belaufen sie sich im Durchschnitt der verschiedenen Szenarien auf das <strong>sechsfache des Nettoeffektes <\/strong>(siehe Abbildung 3).<\/p>\r\n<p><strong>Abbildung 3<\/strong><\/p>\r\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-77954\" src=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250828_GB98_Abb3_KE.png\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"783\" srcset=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250828_GB98_Abb3_KE.png 1600w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250828_GB98_Abb3_KE-287x300.png 287w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250828_GB98_Abb3_KE-980x1024.png 980w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250828_GB98_Abb3_KE-768x802.png 768w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250828_GB98_Abb3_KE-1471x1536.png 1471w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250828_GB98_Abb3_KE-100x104.png 100w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250828_GB98_Abb3_KE-1184x1237.png 1184w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/p>\r\n<p>Doch selbst diese Zahlen untersch\u00e4tzen noch die sektoralen Verschiebungen, die eine Euro-Internationalisierung verursachen k\u00f6nnte. In unserem mittleren Szenario sehen wir (aufgrund der W\u00e4hrungsaufwertung) Erstrundeneffekte von ca. 11 Prozent weniger Exporten und 5 Prozent mehr Importen. In unserem Extremszenario wachsen diese Effekte auf 32 Prozent weniger Exporte und 22 Prozent mehr Importe an.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><sup>[5]<\/sup><\/a> Diese Erstrundeneffekte schlagen nicht Eins-zu-eins auf das BIP durch, denn die Sektoren passen sich an das neue Umfeld an. Auch w\u00fcrden die h\u00f6heren Importmengen durch niedrigere Importpreise verw\u00e4ssert. Doch sie verdeutlichen, dass ein st\u00e4rkerer Euro starke Verschiebungen ausl\u00f6sen w\u00fcrde.<\/p>\r\n<p>Auch auf der Haben-Seite w\u00fcrde eine st\u00e4rkere internationale Rolle des Euros Ver\u00e4nderungen ausl\u00f6sen. Einige Sektoren profitieren besonders stark von niedrigeren Zinsen. Gerade der Bausektor, kapitalintensive und innovationsfokussierte Unternehmen k\u00f6nnten hier die Gewinner sein. Ebenfalls w\u00fcrde der Finanzsektor wachsen, um den erh\u00f6hten Bedarf an Euro-Finanz- und Zahlungsdienstleistungen abzudecken.<\/p>\r\n<p>Zuletzt profitiert auch die \u00f6ffentliche Hand: Durch Zinsen, die in unserer Analyse 40 bis 200 Basispunkte niedriger ausfallen k\u00f6nnten, sind f\u00fcr die Eurozonen-Regierungen <strong>Zinskostenersparnisse in H\u00f6he eines mittleren zwei- bis dreistelligen Milliardenbetrags<\/strong> denkbar.<\/p>\r\n<h4><strong>Aufs Ganze gehen, abschichten oder aussteigen?<\/strong><\/h4>\r\n<p>Aus dieser Analyse sind verschiedene Handlungsempfehlungen ableitbar. Denkbar scheinen uns die folgenden drei:<\/p>\r\n<ul>\r\n<li><strong>Aufs Ganze gehen<\/strong>: Ein st\u00e4rkerer, international genutzter Euro k\u00f6nnte die w\u00e4hrungs- und geldpolitische Planke eines neuen europ\u00e4ischen Wachstums- und Sicherheitsmodells werden. Niedrigere Kapitalkosten w\u00fcrden helfen, von Industrieexporten zu technologischen Dienstleistungen und innovationsintensiven Produkten, zum Beispiel im Energie- und Dekarbonisierungsbereich, f\u00fcr den heimischen Markt zu wechseln. Gleichzeitig w\u00fcrde die Abh\u00e4ngigkeit von einzelnen Exportm\u00e4rkten organisch reduziert werden. Geopolitisch w\u00fcrden sich neue milit\u00e4rische und geldpolitische St\u00e4rken erg\u00e4nzen. Zu l\u00f6sen w\u00e4re jedoch <a href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/jenseits-von-maastricht-wie-europa-an-souveranitat-gewinnen-kann\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die Frage, welche politischen Institutionen eine solche Neuausrichtung entscheiden und legitimieren k\u00f6nnten<\/a>, wie sie umzusetzen sei und wie ihre Verlierer kompensiert werden k\u00f6nnten.<\/li>\r\n<li><strong>Abschichten<\/strong>: Angesichts der gro\u00dfen Bruttoeffekte w\u00e4re eine alternative Ableitung, sich auf die Aspekte der Euro-Internationalisierung zu fokussieren, die innenpolitisch weniger disruptiv w\u00e4ren. Ein Ziel k\u00f6nnte es zum Beispiel sein, die europ\u00e4ische Abh\u00e4ngigkeit von US- Swaplines und Zahlungssystemen zu reduzieren, ohne Aufwertungseffekte auszul\u00f6sen. Ob eine W\u00e4hrung sich teil-internationalisieren l\u00e4sst, ist jedoch \u2013 unseres Wissens \u2013 eine noch ungel\u00f6ste Forschungsfrage.<\/li>\r\n<li><strong>Aussteigen<\/strong>: Sollte Abschichten nicht m\u00f6glich sein, st\u00fcnde als dritte Empfehlung die Option im Raum, das M\u00f6glichkeitsfenster verstreichen zu lassen und aus dem Rennen um globale W\u00e4hrungsdominanz auszusteigen. Dies w\u00fcrde den Euro schwach halten, was die industrielle Basis st\u00fctzt. Ob diese w\u00e4hrungspolitische Schw\u00e4che ausreichen w\u00fcrde, um einerseits den <a href=\"https:\/\/www.cer.eu\/publications\/archive\/policy-brief\/2025\/how-german-industry-can-survive-second-china-shock\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">industriellen Wettbewerbsdruck<\/a> aus China und andererseits die Energiekostennachteile gegen\u00fcber den USA und anderen L\u00e4ndern auszugleichen, sei dahingestellt.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<p>Offen sind folgende Fragen: Ist es m\u00f6glich, die Nachteile einer Reservew\u00e4hrung zu begrenzen, insbesondere die damit einhergehende W\u00e4hrungs\u00fcberbewertung? Kann die Geld- und W\u00e4hrungspolitik bestimmte internationale Sicherheits- oder Dekarbonisierungsziele unterst\u00fctzen, ohne jene sektoralen Umw\u00e4lzungseffekte auszul\u00f6sen, die eine umfassende Internationalisierung ausl\u00f6sen w\u00fcrde? Falls ja, mit welchen konkreten Ma\u00dfnahmen? Dazu in Zukunft mehr von uns.<a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><\/a><\/p>\r\n<h4><strong>Unsere Leseempfehlungen:<\/strong>\u00a0<\/h4>\r\n<ul>\r\n<li>In der Folge \u201c<a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/episode\/24RncvJIah2RpcJw0WRLsu?si=ea21a4da12d04295\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kann der Euro den Dollar beerben?<\/a>\u201d (30. Mai 2025) unseres Podcasts \u201eDie Geldfrage\u201c bieten wir weitere Einblicke in die Funktion einer Reservew\u00e4hrung und das Potenzial des Euro. Dieses Thema diskutiere ich ebenfalls im The Pioneer-Artikel \u201e<a href=\"https:\/\/www.thepioneer.de\/originals\/others\/articles\/das-fenster-ist-offen-der-euro-als-globale-waehrung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Das Fenster ist offen: Der Euro als globale W\u00e4hrung<\/a>\u201c.<\/li>\r\n<li>Eine weitere Diskussion zu den Vor- und Nachteilen einer Reservew\u00e4hrung sowie den globalen Vorteilen des USD als Reservew\u00e4hrung bietet der Peterson Institute Artikel \u201e<a href=\"https:\/\/www.piie.com\/blogs\/realtime-economics\/2025\/preserving-global-safe-asset-status-us-treasuries-and-us-dollar#:~:text=Supplying%20global%20reserve%20assets%20has,term%20disadvantage\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Preserving the global safe asset status of US Treasuries and the US dollar is in everyone\u2019s interest<\/a>\u201c von Markus Brunnermeier.<\/li>\r\n<li>Das Buch \u201e<a href=\"https:\/\/yalebooks.yale.edu\/book\/9780300275315\/our-dollar-your-problem\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Our Dollar, Your Problem<\/a>\u201c von Kenneth Rogoff bietet tiefere Einblicke in die Rolle des USD als Reservew\u00e4hrung und geht insbesondere auf geo\u00f6konomische Effekte ein.<\/li>\r\n<li>Das Papier von <a href=\"https:\/\/academic.oup.com\/economicpolicy\/article-abstract\/34\/98\/315\/5528255?redirectedFrom=fulltext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Eichengreen, Mehl und Chi\u0163u (2019)<\/a> untersucht die Relevanz \u00f6konomischer und geopolitischer Faktoren f\u00fcr Reservew\u00e4hrungen.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<hr \/>\r\n<p><strong>Fu\u00dfnoten<\/strong><\/p>\r\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Dieser Mechanismus begr\u00fcndet das sogenannte \u201eDollar-Smile\u201c: Der Dollar ist immer dann besonders gefragt, wenn es den USA entweder besonders gut geht \u2014 dann wollen internationale Investoren am Boom partizipieren \u2014 oder wenn es den USA besonders schlecht geht, denn dann kriselt es wahrscheinlich weltweit, was die Anleger in den sicheren Hafen, also den US-Dollar, treibt.<\/p>\r\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> In einer gro\u00dfen Krise ben\u00f6tigen oft auch ausl\u00e4ndische Akteure Liquidit\u00e4t von der Zentralbank der Reservew\u00e4hrung. So waren zum Beispiel die europ\u00e4ischen Gro\u00dfbanken in der gro\u00dfen Finanzkrise von 2008 auf kurzfristige Kredite von der US Federal Reserve angewiesen (entweder direkt, \u00fcber ihre US-Niederlassungen, oder indirekt, indem die EZB mittels ihrer Dollar-Swaplinie die europ\u00e4ischen M\u00fctterkonzerne mit US-Dollarn versorgte). Diese Abh\u00e4ngigkeit in der Krise wirft einen Schatten auf das Verhalten auch in normalen Zeiten: \u00dcber die Bedingungen, die die relevante Zentralbank an ihre Liquidit\u00e4tsvergabe kn\u00fcpft, kann sie einen sanften Einfluss auf die internationale Kreditvergabe aus\u00fcben.<\/p>\r\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Eine Zentralbank k\u00f6nnte dem mit einer k\u00fcnstlichen Abwertung entgegenwirken, allerdings w\u00fcrde das mit erheblichen potenziellen Nebenwirkungen einhergehen. Einerseits ist im IWF-Gr\u00fcndungsvertrag festgelegt, dass man sich durch Wechselkursmanipulation keinen unlauteren Wettbewerbsvorteil verschaffen darf (<a href=\"https:\/\/www.imf.org\/external\/pubs\/ft\/aa\/index.htm#art4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">IWF<\/a>). Andererseits kann eine Abwertung Inflationsdruck erzeugen, sollte sie die Wirtschaft \u00fcber das Produktionspotenzial hinaus beleben. Operativ geht sie au\u00dferdem oft mit dem Aufbau gro\u00dfer Auslandsverm\u00f6gen einher, die wiederum unter W\u00e4hrungs- und Wertverlustrisiko stehen und ab einer bestimmten Gr\u00f6\u00dfe politisch kontrovers werden k\u00f6nnen.<\/p>\r\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Um die Sch\u00e4tzung handhabbar zu halten, fokussieren wir uns ausschlie\u00dflich auf die Wohlstandseffekte. Viele der verwendeten Parameter (Wie stark steigt das BIP bei einem gegebenen Kapitalkostenvorteil? Wie reagieren Import- und Exportmengen auf eine Euro-Aufwertung?) sind aus Studien entnommen, die sie urspr\u00fcnglich f\u00fcr andere Verwendungszwecke sch\u00e4tzen, und unter denen es teils gro\u00dfe Differenzen gibt. Dies machen wir durch neun Szenarioberechnungen transparent, die sich aus der Kombination von drei Erstrundenszenarien und drei Elastizit\u00e4tsszenarien, die Feedbackeffekte abbilden. Eine vollst\u00e4ndige Beschreibung unserer Methodologie folgt in einer separaten Publikation.<\/p>\r\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> In diesem Szenario nehmen wir eine Aufwertung des Euros von 25 Prozent an. Wir orientieren uns an einer Sch\u00e4tzung von BBVA (<a href=\"https:\/\/www.bbvaresearch.com\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Equilibrium-of-the-EUR-USD-exchange-rate-A-long-term-perspective.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">2025<\/a>), die eine handelsgewichtete Wechselkursabwertung des Euro zwischen 2010 und 2024 von 4,7 Prozent auf Basis r\u00fcckl\u00e4ufiger Euro-Zentralbankreserven ermittelt. Extrapoliert man dies auf einen Anstieg der Zentralbankreserven hin zum aktuellen USD-Niveau, erg\u00e4be sich eine 25-prozentige \u00dcberbewertung des Euro. Ber\u00fccksichtigt man, dass der Euro gegen\u00fcber dem USD allein 2025 bereits \u00fcber 13 Prozent aufgewertet hat, erscheint dies nicht unplausibel als Obergrenze (<a href=\"https:\/\/www.ecb.europa.eu\/stats\/policy_and_exchange_rates\/euro_reference_exchange_rates\/html\/eurofxref-graph-usd.en.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">EZB<\/a>).<\/p>\r\n<p class=\"executivesum\" style=\"border-left: 8px solid #ee6174; text-align: center;\"><em><i data-stringify-type=\"italic\">Der <strong>Geldbrief<\/strong> ist unser Newsletter zu aktuellen Fragen der Wirtschafts-, Fiskal- und Geldpolitik. \u00dcber Feedback und Anregungen freuen wir uns. Zusendung an nils.gerresheim[at]dezernatzukunft.org<\/i><\/em><\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die unvorhersehbare Politik der US-Regierung macht den US-Dollar als Leitw\u00e4hrung weniger verl\u00e4sslich. 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