{"id":76551,"date":"2025-03-27T17:00:44","date_gmt":"2025-03-27T16:00:44","guid":{"rendered":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/?p=76551"},"modified":"2025-03-31T07:29:27","modified_gmt":"2025-03-31T05:29:27","slug":"haben-wir-die-kapas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/haben-wir-die-kapas\/","title":{"rendered":"Haben wir die Kapas?"},"content":{"rendered":"\r\n<p class=\"has-normal-font-size\"><strong><a href=\"mailto:max.krahe@dezernatzukunft.org\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Dr. Max Krah\u00e9<\/a><\/strong><\/p>\r\n<p class=\"executivesum\" style=\"border-left: 8px solid #ee6174; text-align: left;\">Das Fiskalpaket ist beschlossen. Die Finanzm\u00e4rkte haben es gut verdaut. Aber haben wir die realen Kapazit\u00e4ten, um daraus neue Waren und Dienstleistungen zu machen? Oder gehen die Staatsausgaben am Ende in die Preise? Eine erste Analyse zeigt: f\u00fcr Verteidigung scheinen ausreichend Kapazit\u00e4ten verf\u00fcgbar. Bei der Infrastruktur sind hingegen Flaschenh\u00e4lse absehbar. Eine schrittweise Steigerung der Ausgaben sowie kapazit\u00e4tssteigernde Ma\u00dfnahmen werden hier entscheidend sein.<\/p>\r\n<p>Im <a href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/von-schmerz-stabilitats-und-wachstumszinsen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">letzten Geldbrief<\/a> analysierten wir die Finanzmarktreaktion auf das Fiskalpaket. Unser Schluss: H\u00f6here Renditen spiegeln vor allem h\u00f6here Wachstumserwartungen und die Erwartung, dass die Zentralbank mittels Zinserh\u00f6hungen die Preisstabilit\u00e4t wahren wird.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a><\/p>\r\n<p>Aber: M\u00e4rkte k\u00f6nnen sich irren. Risiken k\u00f6nnen falsch bepreist sein. Was sagt uns eine direkte Analyse der Inflationsrisiken?<\/p>\r\n<p>Hierf\u00fcr werfen wir einen Blick auf die relevanten Sektoren. Gro\u00dfe Teile der vom Fiskalpaket erm\u00f6glichten Ausgaben gehen voraussichtlich in zwei Bereiche: Infrastruktur, f\u00fcr die das Baugewerbe gebraucht wird, und Verteidigung. Wie ist die Lage dort? Gibt es die Kapazit\u00e4ten, um mehr Nachfrage zu verarbeiten? F\u00fcr die Inflation ist das entscheidend. Denn fehlen diese Kapazit\u00e4ten, so ist es wahrscheinlich, dass neue Auftr\u00e4ge nur die Preise hochtreiben, in der Summe aber nicht zu mehr Baut\u00e4tigkeit oder R\u00fcstungsproduktion f\u00fchren.<\/p>\r\n<h4>Verteidigung: Die Kapazit\u00e4ten sind da<\/h4>\r\n<p>Ein Gro\u00dfteil der R\u00fcstungsindustrie ist eingruppiert im Sektor \u201eSonstiger Fahrzeugbau\u201c (nach <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Methoden\/Klassifikationen\/Gueter-Wirtschaftsklassifikationen\/klassifikation-wz-2008.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">WZ 2008 Klassifikation<\/a>: 30), so insbesondere der Flugzeugbau (30.3), der Schiffbau (30.1) und die Herstellung milit\u00e4rischer Kampffahrzeuge (30.4).<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Dominiert wird der Sektor vom Flugzeugbau, mit gut 50 Prozent des sektoralen Umsatzes, der Besch\u00e4ftigten und der Lohnsumme.<\/p>\r\n<p>In diesem Sektor ist die Zeitenwende klar erkennbar (Abbildung 1). Nach 2022 stieg die Kapazit\u00e4tsauslastung von ihrem historischen Durchschnitt, circa 80 Prozent, auf nun \u00fcber 90 Prozent. Gleichzeitig melden am aktuellen Rand nur noch f\u00fcnf Prozent der Firmen einen Auftragsmangel als Produktionshindernis, im Gegensatz zu grob 30 Prozent in der Vor-Corona-Zeit. In den zwei Jahren nach Februar 2022 schoss der Anteil der Firmen, die ihre Produktion aufgrund von Arbeitskr\u00e4ftemangel eingeschr\u00e4nkt sahen, auf knapp 70 Prozent. Dieser Flaschenhals scheint sich aber wieder zu l\u00f6sen.<\/p>\r\n<p><strong>Abbildung 1<\/strong><\/p>\r\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-76544\" src=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250326_GB83_Abb1_v1_KE-1.png\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"928\" srcset=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250326_GB83_Abb1_v1_KE-1.png 1600w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250326_GB83_Abb1_v1_KE-1-242x300.png 242w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250326_GB83_Abb1_v1_KE-1-827x1024.png 827w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250326_GB83_Abb1_v1_KE-1-768x950.png 768w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250326_GB83_Abb1_v1_KE-1-1241x1536.png 1241w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250326_GB83_Abb1_v1_KE-1-100x124.png 100w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250326_GB83_Abb1_v1_KE-1-1184x1465.png 1184w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/p>\r\n<p>Welche zus\u00e4tzlichen Summen k\u00f6nnte der Sektor plausibel absorbieren? Ann\u00e4herungsm\u00e4\u00dfig nehme ich an, dass eine Mobilisierung der brachliegenden Kapazit\u00e4ten eine proportionale (reale) Umsatzsteigerung erm\u00f6glichen w\u00fcrde. Angesichts eines <a href=\"https:\/\/www-genesis.destatis.de\/datenbank\/online\/url\/18aebd3d\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gesamtumsatz<\/a> von grob 60 Milliarden Euro \u00fcbersetzen sich die 10 Prozent an ungenutzten Kapazit\u00e4ten<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> damit in circa 6 Milliarden Euro an m\u00f6glichem zus\u00e4tzlichem j\u00e4hrlichen Auftragsvolumen. Ein Anstieg der Verteidigungsausgaben von 2 auf 2,5 Prozent des BIPs w\u00fcrde diese Kapazit\u00e4ten voll aussch\u00f6pfen.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a><\/p>\r\n<p>Dar\u00fcber hinaus ist die Lage in den folgenden f\u00fcnf r\u00fcstungsrelevanten Sektoren entscheidend: die Herstellung von Metallerzeugnissen, inkl. Waffen und Munition (nach <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Methoden\/Klassifikationen\/Gueter-Wirtschaftsklassifikationen\/klassifikation-wz-2008.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">WZ 2008 Klassifikation<\/a>: 25) die Herstellung von Datenverarbeitungsger\u00e4ten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (26), die Herstellung von Kraftwagen und -teilen (29), der Maschinenbau (28), sowie die weitere Elektroindustrie (27). Dies sind die Sektoren, die die R\u00fcstungsindustrie beliefern und von denen weitere Kapazit\u00e4ten am ehesten in Richtung R\u00fcstung verschoben werden k\u00f6nnten, sollten die Verteidigungsausgaben deutlich \u00fcber 2,5 Prozent des BIPs anwachsen.<\/p>\r\n<p>Diese Industrien sind allesamt unterausgelastet. W\u00e4hrend ihre Kapazit\u00e4tsauslastung 2018 noch in Richtung 90 Prozent tendierte, fiel sie \u2013 schon vor Corona \u2013 deutlich ab und lag zuletzt bei nur 77 Prozent (Abbildung 1). Damit sind sie gegenl\u00e4ufig zur Entwicklung im Sonstigen Fahrzeugbau. Bei einem Gesamtumsatz von gut 1,2 Billionen Euro pro Jahr (2023, <a href=\"https:\/\/www-genesis.destatis.de\/datenbank\/online\/url\/f8844e0a\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Destatis<\/a>) liegen hier \u2013 unter der gleichen Proportionalit\u00e4tsannahme \u2013 knapp 280 Milliarden Euro an j\u00e4hrlicher Kapazit\u00e4t brach.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><sup>[5]<\/sup><\/a><\/p>\r\n<p><strong>Abbildung 2<\/strong><\/p>\r\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-76538\" src=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250321_GB83_Abb2_v1_KE-1.png\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"793\" srcset=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250321_GB83_Abb2_v1_KE-1.png 1600w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250321_GB83_Abb2_v1_KE-1-284x300.png 284w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250321_GB83_Abb2_v1_KE-1-969x1024.png 969w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250321_GB83_Abb2_v1_KE-1-768x812.png 768w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250321_GB83_Abb2_v1_KE-1-1453x1536.png 1453w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250321_GB83_Abb2_v1_KE-1-100x106.png 100w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250321_GB83_Abb2_v1_KE-1-1184x1251.png 1184w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/p>\r\n<p>Auch ein Blick auf die von Firmen gemeldeten Produktionshindernisse macht klar, dass hier Kapazit\u00e4ten zur Verf\u00fcgung stehen. Sowohl der Arbeitskr\u00e4fte- als auch der Materialmangel haben zuletzt merklich abgenommen und werden jetzt deutlich weniger oft als Produktionshindernisse gemeldet. Begrenzend wirkt hingegen der Auftragsmangel, der am aktuellen Rand die Produktion von gut 50 Prozent aller Firmen einschr\u00e4nkt.<\/p>\r\n<p><strong>Abbildung 3<\/strong><\/p>\r\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-76540\" src=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250321_GB83_Abb3_v1_KE-1.png\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"814\" srcset=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250321_GB83_Abb3_v1_KE-1.png 1600w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250321_GB83_Abb3_v1_KE-1-276x300.png 276w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250321_GB83_Abb3_v1_KE-1-944x1024.png 944w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250321_GB83_Abb3_v1_KE-1-768x833.png 768w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250321_GB83_Abb3_v1_KE-1-1416x1536.png 1416w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250321_GB83_Abb3_v1_KE-1-100x109.png 100w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250321_GB83_Abb3_v1_KE-1-1184x1285.png 1184w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/p>\r\n<p>Diese makro\u00f6konomische Betrachtung l\u00e4sst es plausibel erscheinen, dass die deutsche Industrie einen Aufwuchs der R\u00fcstungsausgaben gut verarbeiten k\u00f6nnte. Bleibt er im mittleren einstelligen Milliardenbereich, k\u00f6nnte ihn die bestehende R\u00fcstungsindustrie mit organischem Wachstum verarbeiten. Ginge der Aufwuchs deutlich dar\u00fcber hinaus, m\u00fcssten Kapazit\u00e4ten aus anderen r\u00fcstungsnahen Industrien verschoben werden. Angesichts der aktuellen Lage in diesen Sektoren scheint dies m\u00f6glich und ist <a href=\"https:\/\/www.economist.com\/business\/2025\/03\/06\/as-germanys-defence-stocks-go-ballistic-armsmakers-are-tooling-up\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">in Teilen bereits unterwegs<\/a>, unterst\u00fctzt von arbeitsmarktpolitischen Ma\u00dfnahmen wie den neuen <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/von-job-zu-job-93378438.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Arbeitsmarkt-Drehscheiben<\/a> der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit.<\/p>\r\n<h4>Infrastruktur: Flaschenh\u00e4lse absehbar<\/h4>\r\n<p>Wie ist die Lage in Bezug auf Infrastruktur? Kann das Baugewerbe ein zus\u00e4tzliches j\u00e4hrliches Volumen von grob 40 Milliarden Euro verarbeiten?<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><sup>[6]<\/sup><\/a> Der aktuelle Umsatz der Branche war zuletzt knapp <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Branchen-Unternehmen\/Bauen\/Tabellen\/betriebe.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">190 Milliarden Euro j\u00e4hrlich<\/a>, davon gut 110 Milliarden Euro im Bauhauptgewerbe und knapp 80 Milliarden im Ausbaugewerbe.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\"><sup>[7]<\/sup><\/a> Geht man davon aus, dass Infrastrukturausgaben \u00fcberproportional in das Bauhauptgewerbe fallen, k\u00f6nnte dort eine Aktivit\u00e4tssteigerung von bis zu einem Drittel notwendig sein.<\/p>\r\n<p>Ein erster Blick ist dabei vielversprechend (siehe Abbildung 4, links). Das gr\u00f6\u00dfte Hindernis der Baut\u00e4tigkeit ist seit Anfang 2023 der Auftragsmangel. Auch wenn immer noch 25 bis 30 Prozent der Firmen \u00fcber Arbeitskr\u00e4ftemangel klagen und seit Mitte 2022 ein nicht zu vernachl\u00e4ssigender Anteil vor Finanzierungsengp\u00e4ssen steht, suggeriert dies, dass Reserven vorhanden sind und mittels neuen Geldes abgerufen werden k\u00f6nnten.<\/p>\r\n<p><strong>Abbildung 4<\/strong><\/p>\r\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-76542\" src=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250325_GB83_Abb4_v1_KE-1.png\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"983\" srcset=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250325_GB83_Abb4_v1_KE-1.png 1600w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250325_GB83_Abb4_v1_KE-1-229x300.png 229w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250325_GB83_Abb4_v1_KE-1-781x1024.png 781w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250325_GB83_Abb4_v1_KE-1-768x1007.png 768w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250325_GB83_Abb4_v1_KE-1-1172x1536.png 1172w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250325_GB83_Abb4_v1_KE-1-1563x2048.png 1563w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250325_GB83_Abb4_v1_KE-1-100x131.png 100w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250325_GB83_Abb4_v1_KE-1-1184x1552.png 1184w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/p>\r\n<p>Herausfordernder wird die Lage, wenn man die Gr\u00f6\u00dfenordnung der abrufbaren Kapazit\u00e4ten sch\u00e4tzt. Im Hochbau ist die aktuelle Kapazit\u00e4tsauslastung 20 Prozentpunkte unter ihrem historischen Durchschnitt, im Tiefbau 5 bis 10 Punkte (siehe Abbildung 4, rechts). Klar zu erkennen ist dabei die Zinswende, die seit 2022 die T\u00e4tigkeit im Hochbau drosselt, insbesondere den privaten Wohnungsbau. Diese Unterauslastungen implizieren verf\u00fcgbare Kapazit\u00e4ten von circa 12 Milliarden Euro im Hochbau, 10 Milliarden Euro im Tiefbau.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\"><sup>[8]<\/sup><\/a><\/p>\r\n<p>Geht man davon aus, dass die Mehrausgaben aus dem Infrastruktursonderverm\u00f6gen sich h\u00e4lftig auf Hoch- und Tiefbau verteilen, k\u00f6nnte zun\u00e4chst in beiden F\u00e4llen nur grob die H\u00e4lfte des verf\u00fcgbaren Geldes verbaut werden. Ein Ausgabenpfad, der die Infrastrukturinvestitionen in den kommenden Jahren um 20 Milliarden Euro pro Jahr hochf\u00e4hrt, scheint also realistisch. Der Versuch, sofort die vollen 40 Milliarden pro Jahr zu verbauen, w\u00fcrde hingegen mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Preise gehen.<\/p>\r\n<p>Da die Bedarfe im Hochbau tendenziell leicht geringer, <a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\"><sup>[9]<\/sup><\/a> die Kapazit\u00e4ten hingen leicht gr\u00f6\u00dfer sind, k\u00f6nnte das Tempo dort h\u00f6her sein. Gerade bei Schienen, Stra\u00dfen und Br\u00fccken ist jedoch ein gradueller Aufwuchs und eine langfristige Planung angezeigt, damit die Mehrausgaben nicht in die Preise gehen und die Unternehmen die Sicherheit haben, in eine Steigerung ihrer Kapazit\u00e4ten zu investieren. Auch gegen einen drohenden Arbeitskr\u00e4ftemangel m\u00fcsste pr\u00e4ventiv vorgegangen werden, damit die Kapazit\u00e4ten nachhaltig anwachsen k\u00f6nnen.<\/p>\r\n<p>Die <a href=\"https:\/\/x.com\/PhilippaSigl\/status\/1902439571792818230\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kompatibilit\u00e4t eines solchen Pfades mit den EU-Fiskalregeln<\/a>, die tendenziell ein Vorziehen von Ausgabensteigerungen anreizen, ist noch zu kl\u00e4ren. Sie w\u00fcrde davon abh\u00e4ngen, in welchem Tempo sich die Ausgaben in anderen Bereichen ver\u00e4ndern; sowie davon, ob die Regeln und\/oder ihre Auslegung in den kommenden Jahren konstruktiv weiterentwickelt werden.<\/p>\r\n<h4>Die Gesamtschau<\/h4>\r\n<p>Die Analyse zeigt: Die deutsche R\u00fcstungsindustrie hat wahrscheinlich ausreichende Kapazit\u00e4ten, um eine Steigerung der Verteidigungsausgaben auf 2,5 Prozent zu verdauen. Falls geplant wird, deutlich dar\u00fcber hinauszugehen, w\u00e4re es zentral, m\u00f6gliche Hindernisse f\u00fcr eine Verschiebung von Kapazit\u00e4ten aus r\u00fcstungsnahen Industrien in die R\u00fcstung zu identifizieren und aufzul\u00f6sen.<\/p>\r\n<p>Im Bereich der Infrastruktur sind hingegen erhebliche Kapazit\u00e4tsausweitungen erforderlich, bis das neue Sonderverm\u00f6gen in einem Tempo von mehr als 20 Milliarden Euro pro Jahr verbaut werden kann. Eine schrittweise Steigerung der Ausgaben sowie kapazit\u00e4tssteigernde Ma\u00dfnahmen werden hier entscheidend sein.<\/p>\r\n<p>Offen ist noch, inwiefern der Arbeitsmarkt eine harte Begrenzung f\u00fcr die Umsetzung des Fiskalpakets werden k\u00f6nnte. Einerseits sind erhebliche Reserven bei Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund erkennbar; andererseits ist nicht offensichtlich, ob das Tempo, in dem Aus-, Um- und Fortbildungen Menschen in die relevanten Sektoren bewegen k\u00f6nnen, heute schon ausreichend ist. Hier sind weitere Analysen erforderlich.<a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><\/a><\/p>\r\n<p><strong>Unsere Leseempfehlungen:<\/strong><\/p>\r\n<ul>\r\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.economist.com\/business\/2025\/03\/06\/as-germanys-defence-stocks-go-ballistic-armsmakers-are-tooling-up\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Der Economist<\/a><\/em> hat sich vor drei Wochen mit der Verschiebung von Kapazit\u00e4ten aus r\u00fcstungsnahen Industrien in die R\u00fcstungsindustrie selbst besch\u00e4ftigt. Seine Schlussfolgerung: Die Verschiebung ist bereits in vollem Gange.<\/li>\r\n<li><em>FragDenStaat<\/em> hat eine n\u00fctzliche <a href=\"https:\/\/fragdenstaat.de\/artikel\/exklusiv\/2025\/03\/koalitionsverhandlungen-cducsuspd\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sammelseite<\/a> aufgesetzt, auf der die Verhandlungsergebnisse der Arbeitsgruppen der Koalitionsverhandlung ver\u00f6ffentlicht werden, sowie Links zur Zusammensetzung der Verhandlungsgruppen und zum Zeitplan zur Verf\u00fcgung gestellt werden.<\/li>\r\n<li>Piero Cipollone, Mitglied des EZB Direktoriums, hat Mitte Februar eine <a href=\"https:\/\/www.ecb.europa.eu\/press\/key\/date\/2025\/html\/ecb.sp250218~cc20f3518c.en.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wichtige Rede zur Verk\u00fcrzung der EZB-Bilanz<\/a> Er zitiert darin EZB-Forschung die sch\u00e4tzt, dass die Ankaufprogramme APP und PEPP auf ihrem H\u00f6hepunkt 2021 die Risikopr\u00e4mien auf 10-j\u00e4hrige Staatsanleihen im Euroraum um knapp 180 Basispunkte reduziert haben. Mit dem Abbau dieser Programme wird der Effekt bis Ende 2025 auf unter 80 Basispunkte abschmelzen.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<hr \/>\r\n<p><strong>Fu\u00dfnoten<\/strong><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><\/a><\/p>\r\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Zwar erwarten die Finanzm\u00e4rkte auch einen leichten Anstieg der Inflation, doch mit 0,1 Prozent f\u00e4llt dieser moderat aus.<\/p>\r\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Der Bau von Schienenfahrzeugen (30.2) wird ebenfalls dem Sonstigen Fahrzeugbau zugeordnet, ebenso die Herstellung von Motorr\u00e4dern (30.91) und Fahrr\u00e4dern (30.92). Diese machen zusammen ca. 25 Prozent der Ums\u00e4tze, Besch\u00e4ftige und Lohnsumme im Sektor aus, wobei der Schienenfahrzeugbau allein f\u00fcr ca. 20 Prozent verantwortlich ist.<\/p>\r\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Hier ist die genau Formulierung im Fragebogen der ifo-Konjunkturumfrage Verarbeitendes Gewerbe relevant. Diese lautet: &#8220;Die Ausnutzung unserer Anlagen (betriebs\u00fcbliche Vollausnutzung = 100%) betr\u00e4gt gegenw\u00e4rtig [X]%&#8221;. Es wird also bewusst nicht nach der Auslastung relativ zur absolute Vollauslastung gefragt wird (die wahrscheinlich nur unter Verschlei\u00df und kurzfristig erreicht werden kann), sondern relativ zur <em>betriebs\u00fcblichen <\/em>Vollauslastung. Damit kann ist eine Auslastung von 100 Prozent durchaus vorstellbar.<\/p>\r\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Ein solcher Aufwuchs entspr\u00e4che 22 Milliarden Euro in absoluten Zahlen. Die Aufteilung von Verteidigungsausgaben auf Personal, Betrieb und Material liegt im historischen Schnitt bei circa 50 Prozent Personal, 20 Prozent Betrieb, 30 Prozent Material, so dass ein Aufwuchs von 22 Milliarden Euro ca. 7-11 Milliarden Euro an zus\u00e4tzlichen Beschaffungsausgaben implizieren w\u00fcrde (je nachdem, welcher Anteil an Betriebskosten auf die Beschaffung von Milit\u00e4rg\u00fctern entf\u00e4llt, z.B. Munition und bestimmte Ersatzteile, und wie viel auf zivile G\u00fcter, z.B. Treibstoff und medizinisches Material). Im historischen Durchschnitt entfallen grob 80 Prozent der Beschaffungsausgaben auf deutsche Firmen. Dies impliziert ein zus\u00e4tzliches Auftragsvolumen von 6-9 Milliarden Euro.<\/p>\r\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Selbst wenn \u2013 entgegen der relevanten Formulierung im Fragebogen, siehe Fu\u00dfnote 3 \u2013 die realistische Maximalauslastung bei 90 Prozent der Kapazit\u00e4ten l\u00e4ge (so dass nur gut 150 Milliarden Euro an Kapazit\u00e4ten brachl\u00e4gen), und von diesen wiederum nur 10 Prozent geeignet w\u00e4ren, um innerhalb von ein bis zwei Jahren tats\u00e4chlich R\u00fcstungsg\u00fcter zu produzieren, w\u00fcrde dies die verf\u00fcgbaren realwirtschaftlichen Kapazit\u00e4ten also vervierfachen, von 5 auf 20 Milliarden Euro.<\/p>\r\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Dies entspr\u00e4che einem Abfluss des neuen Sonderverm\u00f6gens \u00fcber 12 Jahre.<\/p>\r\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Das Bauhauptgewerbe erfasst den Rohbau von Geb\u00e4uden (Hochbau) sowie den Bau von Stra\u00dfen, Schienen, Br\u00fccken, Tunneln, usw. (Tiefbau). Das Ausbaugewerbe umfasst im Wesentlichen die Innenausstattung von Geb\u00e4uden, darunter die Klempnerei, die Gas-, Wasser- und Elektroinstallation, Glaser-, Maler-, Lackier und Tapezierarbeiten und Fu\u00dfboden-, Fliesen- und Plattenlegerei.<\/p>\r\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Die <a href=\"https:\/\/www-genesis.destatis.de\/datenbank\/online\/url\/7700739f\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">j\u00e4hrlichen Ums\u00e4tze<\/a> in Hoch- und Tiefbau lagen 2024 bei circa 40 bzw. 50 Milliarden Euro. Nimmt man an, dass bei ausreichender Nachfrage die Auslastung in beiden Bereichen bis auf 90 Prozent gesteigert werden k\u00f6nnte \u2013 hier erneut der Hinweis, dass die ifo Konjunkturumfrage die Auslastung im Vergleich zur <em>betriebs\u00fcblichen<\/em> Vollausnutzung abfragt, wobei die Frage im Bauhauptgewerbe nur auf Maschinen abstellt \u2013, so w\u00e4ren im Hochbau circa 30 Prozentpunkt an Kapazit\u00e4ten abrufbar, im Tiefbau circa 20. Dies entspricht 12 und 10 Milliarden Euro.<\/p>\r\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> In unserer Bedarfssch\u00e4tzung (<a href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/was-kostet-eine-sichere-lebenswerte-und-nachhaltige-zukunft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Heilman et al. 2024<\/a>) ist die Verteilung genau h\u00e4lftig, wenn man die Posten Bahn und Stra\u00dfen (Tiefbau) mit den Baubedarfen bei Kitas, Schulen, Universit\u00e4ten, Krankenh\u00e4usern und im sozialen Wohnungsbau (Hochbau) vergleicht. Z\u00e4hlt man allerdings den Posten \u00d6PNV zum Tiefbau (was in voller Gr\u00f6\u00dfe eine \u00dcbersch\u00e4tzung w\u00e4re, da ein erheblicher Anteil dieses Posten auf Betriebskosten und die Beschaffung von Bussen und Stra\u00dfenbahnen entf\u00e4llt) w\u00e4re die Verteilung 43 Prozent Hochbau, 57 Prozent Tiefbau. Eine plausible Verteilung der Bedarfe auf Hoch- und Tiefbau liegt also zwischen 50-50 und 43-57.<\/p>\r\n<p class=\"executivesum\" style=\"border-left: 8px solid #ee6174; text-align: center;\"><em><i data-stringify-type=\"italic\">The\u00a0<b data-stringify-type=\"bold\">Geldbrief<\/b>\u00a0is our newsletter on current developments in economic, fiscal, and monetary policy. We appreciate your feedback and suggestions. Send it to max.krahe[at]dezernatzukunft.org<\/i><\/em><\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Finanzm\u00e4rkte haben das Fiskalpaket gut verdaut. Aber haben wir die realen Kapazit\u00e4ten zur Umsetzung? F\u00fcr Verteidigung scheinen ausreichend Kapazit\u00e4ten verf\u00fcgbar. Bei der Infrastruktur sind hingegen Flaschenh\u00e4lse absehbar. 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