{"id":73208,"date":"2024-03-07T17:13:32","date_gmt":"2024-03-07T16:13:32","guid":{"rendered":"https:\/\/dezernat-zukunft.org\/?p=73208"},"modified":"2025-03-04T11:21:07","modified_gmt":"2025-03-04T10:21:07","slug":"investitionshemmnis-unsicherheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/investitionshemmnis-unsicherheit\/","title":{"rendered":"Investitionshemmnis Unsicherheit"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-normal-font-size\"><strong><a href=\"mailto:axel.koelschbach@dezernatzukunft.org\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Axel K\u00f6lschbach Ortego<\/a><\/strong>, Nils Kleimeier<\/p>\n\n\n<p class=\"executivesum\" style=\"border-left: 8px solid #ee6174; text-align: left;\">Heute werfen wir einen Blick auf private Investitionen in Deutschland. Eine l\u00e4ngere Phase der Stagnation scheint kein Ende zu nehmen. Geldpolitik und Finanzierungskosten sind daf\u00fcr signifikant, geben aber keine ganz zufriedenstellende Erkl\u00e4rung ab. Basierend auf den neusten Ergebnissen der <em>EIB Investment Survey<\/em> leiten wir her, dass die wirtschaftspolitische Unsicherheit ein besonders wichtiges Hemmnis f\u00fcr private Investitionen in Deutschland ist.<\/p>\n<p>Private Investitionen sind der doppelte Espresso am Montagmorgen: Ohne sie sind anstehende Aufgaben nicht bew\u00e4ltigbar. W\u00e4hrend \u00f6ffentliche Investitionen entscheidend f\u00fcr Bildung, Sicherheit und Infrastruktur sind, sind es die realwirtschaftlichen privaten Investitionen, die unsere Wirtschaftssubstanz dekarbonsieren, digitalisieren und wettbewerbsf\u00e4hig f\u00fcr die Zukunft machen. Die gr\u00f6\u00dften Investitionsprojekte in Deutschland k\u00f6nnt ihr in unserem <a href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/investitionstracker-q4\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Investitionstracker<\/a> verfolgen. In diesem Geldbrief zoomen wir raus und betrachten die Gesamtlage der privaten Investitionen in Deutschland.<\/p>\n<h4><strong>Eine strukturelle <\/strong><strong>Investitionsschw\u00e4che<\/strong><\/h4>\n<p>Die Investitionsrate, das hei\u00dft, das Verh\u00e4ltnis der Investitionen nicht-finanzieller Unternehmen zu ihrer Bruttowertsch\u00f6pfung, betr\u00e4gt in Deutschland etwa 20 Prozent. Das h\u00f6rt sich nach viel an, ist aber vergleichsweise wenig. Unsere europ\u00e4ischen Nachbarn investieren mehr: Spaniens Investitionsrate liegt bei 24 Prozent, die in Frankreich und \u00d6sterreich sogar bei 26 Prozent.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Auf diesem niedrigeren Level erwiesen sich Investitionen in den Krisen der letzten Jahre zwar als resilient, aber auch als wachstumsarm.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Abbildung 1 zeigt sowohl die schnelle Erholung nach Covid als auch die deutsche Stagnation seit 2018.<\/p>\n<p><strong>Abbildung 1<\/strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-73188 aligncenter\" src=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-1.png\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"584\" srcset=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-1.png 1600w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-1-300x234.png 300w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-1-1024x797.png 1024w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-1-768x598.png 768w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-1-1536x1196.png 1536w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-1-100x78.png 100w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-1-1184x922.png 1184w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/p>\n<p>Stand jetzt gibt es keine Anzeichen, dass Deutschland bald aus dieser Investitionsschw\u00e4che herauskommt: Laut der aktuellen <a href=\"https:\/\/www.ifo.de\/pressemitteilung\/2023-12-04\/investitionserwartungen-deutlich-gesunken\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ifo-Konjunkturumfrage<\/a> planen nur etwas mehr als 1 Prozent der Unternehmen (per Saldo) ihre Investitionen zu erh\u00f6hen.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> Angesichts veralteter Infrastrukturen und der dringenden Notwendigkeit einer wirtschaftlichen Transformation stellt dies ein signifikantes Problem dar. Womit erkl\u00e4rt sich das Erlahmen der privaten Investitionen?<\/p>\n<h4>Liegt es an den Finanzierungskosten oder der Inflation?<\/h4>\n<p>Einen Teil der Investitionszur\u00fcckhaltung l\u00e4sst sich auf das finanzielle und geldpolitische Umfeld zur\u00fcckf\u00fchren. Die Finanzierungskonditionen haben sich in den letzten Quartalen signifikant versch\u00e4rft: Die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins erh\u00f6ht, Banken geben dies durch h\u00f6here Kreditzinsen weiter.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Durch den Anstieg der Finanzierungskosten steigen gleichzeitig die Anspr\u00fcche an die Kreditw\u00fcrdigkeit. Messbar wird dies durch Ablehnungen von Kreditantr\u00e4gen. Abbildung 2 bildet die gestiegenen Finanzierungskosten und die Zunahme abgelehnter Kreditantr\u00e4ge ab.<\/p>\n<p><strong>Abbildung 2<\/strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-73190 aligncenter\" src=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-2.png\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"676\" srcset=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-2.png 1600w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-2-300x270.png 300w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-2-1024x922.png 1024w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-2-768x692.png 768w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-2-1536x1383.png 1536w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-2-100x90.png 100w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-2-1184x1066.png 1184w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/p>\n<p>Zwar waren die Zinsen in den letzten Jahren immer noch gering im Verh\u00e4ltnis zur Inflation. Doch Unternehmen schauen durchaus auf nominale Zinsen statt auf Realzinsen, wenn sie Investitionsentscheidungen treffen. Denn f\u00fcr die internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit sind nominale Kosten entscheidend. Au\u00dferdem kann es gut sein, dass die EZB die Zinsen trotz fallender Inflation noch eine Weile angehoben lassen wird \u2013 was einen Anstieg der Realzinsen zur Folge haben wird.<\/p>\n<p>Die Inflation und der hierauf dreschende <a href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/der-zinshammer-wie-zentralbanken-inflation-bekaempfen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zinshammer<\/a> k\u00f6nnen jedoch nicht allein verantwortlich f\u00fcr die anhaltende Investitionsm\u00fcdigkeit sein. Zwar haben nach der <a href=\"https:\/\/www.ifo.de\/publikationen\/2024\/aufsatz-zeitschrift\/unternehmen-investitionen-gestiegene-zinsen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ifo-Konjunkturumfrage<\/a> Unternehmen aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus in den letzten anderthalb Jahren 8,4 Prozent weniger investiert als urspr\u00fcnglich geplant. Doch der Zugang deutscher Unternehmen zu Fremdkapital ist im europ\u00e4ischen Vergleich immer noch herausragend. Nur in Schweden ist der Zugang zu Kapital noch besser.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><sup>[5]<\/sup><\/a> \u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Zudem hatte die Inflation selbst kurzfristig sogar einen positiven Effekt auf Investitionen: Einerseits haben steigende Energiepreise Investitionen in Energieeffizienz angereizt. Andererseits besitzen deutsche Unternehmen Barreserven in H\u00f6he von knapp einem F\u00fcnftel des BIPs.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><sup>[6]<\/sup><\/a> An diesen Reserven nagt die Inflation. Investitionen werden dadurch attraktiver.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\"><sup>[7]<\/sup><\/a><\/p>\n<h4>Andere Hemmnisse wiegen schwerer<\/h4>\n<p>Die Europ\u00e4ische Investitionsbank (EIB) befragt Staaten und Unternehmen nach ihrem Investitionsverhalten sowie danach, worin Firmen Investitionshindernisse sehen. Die j\u00fcngsten Ergebnisse zeigen wir in Abbildung 3. Dort zeigt sich, dass f\u00fcr viele Firmen der Zugang zu Finanzierung ein relativ nachrangiges Hindernis darstellt. Der Fachkr\u00e4ftemangel, Regulierungen und Energiekosten werden deutlich \u00f6fter als zentrale Probleme gesehen. Prominent ist au\u00dferdem die Kategorie \u201eUnsicherheit \u00fcber die Zukunft\u201c, ein Aspekt, auf den wir im Folgenden eingehen.<\/p>\n<p><strong>Abbildung 3<\/strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-73192 aligncenter\" src=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-3.png\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"774\" srcset=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-3.png 1600w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-3-291x300.png 291w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-3-992x1024.png 992w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-3-768x793.png 768w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-3-1488x1536.png 1488w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-3-100x103.png 100w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-3-1184x1222.png 1184w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/p>\n<h4>Investitionen leiden unter wirtschaftspolitischer Unsicherheit<\/h4>\n<p>Im aktuellen Investitionsbericht der EIB gaben 77 Prozent der Unternehmen an, dass Unsicherheit ihre Investitionst\u00e4tigkeit behindert. Dabei betrachten es 39 Prozent als gro\u00dfes und 38 Prozent als kleines Hemmnis. Die Unterscheidung ist wichtig, denn Unternehmen scheinen nur bei einer gro\u00dfen Unsicherheitswahrnehmung Investitionen zur\u00fcckzufahren.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\"><sup>[8]<\/sup><\/a> In den USA nehmen beispielsweise auch ca. 80 Prozent Unsicherheit als Hindernis wahr, doch nur 25 Prozent betrachten es als gro\u00dfes Hemmnis.<\/p>\n<p>Wenn diese Unsicherheit bestehen bleibt, kann sie signifikante Auswirkungen auf Deutschlands Wettbewerbsf\u00e4higkeit haben. Dies zeigt sich in einem Rechenbeispiel: Durchschnittlich t\u00e4tigen Unternehmen Investitionen im Wert von etwa zehn Prozent ihres Kapitalstocks pro Jahr (das ist der Bestand von Ausr\u00fcstung, Maschinen oder Infrastruktur, etc.). Die Unsicherheit d\u00e4mpft diese Investitionsrate um etwa einen Prozentpunkt.<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\"><sup>[9]<\/sup><\/a> Anders ausgedr\u00fcckt: Bei zehn Jahren anhaltender Unsicherheit verlieren wir ein Jahr private bzw. unternehmerische Investitionen.<\/p>\n<h4>Ein messbarer Unsicherheitsanstieg<\/h4>\n<p>Die wirtschaftspolitische Unsicherheit in Europa ist messbar angestiegen. Dies zeigt sich in Abbildungen 4 und 5.<\/p>\n<p><strong>Abbildung 4<\/strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-73194 aligncenter\" src=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-4.png\" alt=\"\" width=\"751\" height=\"655\" srcset=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-4.png 1600w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-4-300x262.png 300w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-4-1024x893.png 1024w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-4-768x670.png 768w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-4-1536x1340.png 1536w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-4-100x87.png 100w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-4-1184x1033.png 1184w\" sizes=\"auto, (max-width: 751px) 100vw, 751px\" \/><\/p>\n<p>Abbildung 4 bildet EIB-Umfragedaten ab. Diese zeigen an, dass die von Unternehmen wahrgenommene Unsicherheit in Deutschland durch die Pandemie auf ein h\u00f6heres Niveau gestiegen ist, aber trotz des Endes der Pandemie nicht sinkt. Die neue Unsicherheit ist politischer Natur: Knapp 40 Prozent der Unternehmen, die gr\u00fcne Investitionen zur\u00fcckfahren, begr\u00fcnden dies mit den unsicheren politischen Rahmenbedingungen.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\"><sup>[10]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Der <a href=\"https:\/\/www.policyuncertainty.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Economic Policy Uncertainty Index<\/a> (Abbildung 5; \u00fcber ihn haben wir bereits in einem <a href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/ueber-unsicherheit-investitionen-und-was-der-staat-tun-kann\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Geldbrief im Dezember<\/a> berichtet) zeigt, dass die politischen Rahmenbedingungen in Deutschland als besonders unsicher wahrgenommen werden.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\"><sup>[11]<\/sup><\/a> In Deutschland ist der Index seit den Energiepreisschocks besonders stark angestiegen \u2014 und er befindet sich nach wie vor auf Krisen-Niveau. Eine Spitze nach dem KTF-Urteil des Bundesverfassungsgerichts im November ist ebenfalls erkennbar.<\/p>\n<p><strong>Abbildung 5<\/strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-73196 aligncenter\" src=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-5.png\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"527\" srcset=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-5.png 1600w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-5-300x211.png 300w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-5-1024x719.png 1024w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-5-768x539.png 768w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-5-1536x1078.png 1536w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-5-100x70.png 100w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abbildung-5-1184x831.png 1184w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/p>\n<h4>Unternehmen m\u00fcssen nicht warten. Sie k\u00f6nnen auch einfach gehen<\/h4>\n<p>Vielleicht ist es intuitiv, dass Unsicherheit Investitionen hemmt. Aber was genau ist der Mechanismus? Eine gro\u00dfe Rolle spielen sogenannte \u201eWait-and-See\u201c-Effekte<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\"><sup>[12]<\/sup><\/a>: Unternehmen warten ab, bis die Unsicherheit sich reduziert. Sie sammeln mehr Informationen und vertagen ihre Investitionen. In einer finanzmathematischen Logik spricht man dabei von sogenannten <em>Realoptionen<\/em>: Wer nicht investiert, bewahrt sich die Option, sp\u00e4ter zu investieren.<\/p>\n<p>Den Wert dieser Option kann man berechnen. Und je h\u00f6her die Unsicherheit, desto h\u00f6her dieser Wert. Steigt er \u00fcber die Opportunit\u00e4tskosten, die mit einer sp\u00e4teren Inbetriebnahme der Unternehmung einhergehen, rechnet es sich, die Investition zu vertagen.<\/p>\n<p>Doch in einer globalisierten Welt warten Unternehmen nicht unbedingt auf eine abnehmende Unsicherheit in Deutschland. Stattdessen kann es zu Ersatzinvestitionen in anderen L\u00e4ndern mit geringerer Unsicherheit kommen, selbst wenn sie eigentlich standortbedingte Kostennachteile mit sich bringen. So will das deutsche Traditionsunternehmen Stihl, Weltmarktf\u00fchrer bei Motors\u00e4gen, eine eigentlich in Ludwigsburg anstehende Reinvestition <a href=\"https:\/\/www.tagblatt.ch\/wirtschaft\/ostschweiz\/wettbewerb-absurd-indiskutabel-warum-fuer-den-deutschen-motorsaegenhersteller-stihl-wil-der-bessere-standort-ist-als-deutschland-ld.2583292?reduced=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">in der Schweiz t\u00e4tigen<\/a>, trotz h\u00f6herer Lohnkosten. Das Ironische hieran: Jahrzehntelang hatte gerade der deutsche Standort von geringer Unsicherheit profitiert.<\/p>\n<h4>Unsicherheit l\u00e4hmt auch den Arbeitsmarkt<\/h4>\n<p>Den unsicherheitsbedingten \u201eWait-and-See\u201c-Effekt findet man auch auf dem Arbeitsmarkt wieder. <a href=\"https:\/\/www.arbeitsagentur.de\/news\/arbeitsmarkt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dieser steht zurzeit noch gut dar<\/a>, was sich anhand der Linse der Unsicherheit auch gut erkl\u00e4ren l\u00e4sst. Unsicherheit wirkt n\u00e4mlich \u00fcber zwei gegenl\u00e4ufige Effekte: Zum einen reduziert Unsicherheit \u00fcber den \u201eWait-and-See\u201c-Effekt die Nachfrage nach Arbeit: Arbeitgeber:innen \u00fcberlegen es sich zweimal, bevor sie neu einstellen, gerade wenn gr\u00f6\u00dfere Investitionen ausbleiben.<\/p>\n<p>Zum anderen scheuen Unternehmen bei hoher Unsicherheit vor K\u00fcndigungen, um f\u00fcr einen m\u00f6glichen Aufschwung ger\u00fcstet zu sein. Man spricht hier von \u201elabour hoarding\u201c,<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\"><sup>[13]<\/sup><\/a> also dem vorsorglichen Horten von Arbeitskr\u00e4ften. Auch Arbeitnehmer:innen trauen sich ihrerseits in einem unsicheren Umfeld weniger oft zu k\u00fcndigen.<\/p>\n<p>Diese beiden gegenl\u00e4ufigen Kan\u00e4le f\u00fchren zu einem kleinen Gesamteffekt auf den Arbeitsmarkt.<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\"><sup>[14]<\/sup><\/a> Darauf sollten wir uns aber nicht ausruhen, denn in einem erlahmten Arbeitsmarkt dauert es l\u00e4nger, bis Menschen im Rahmen von Transformationsprozessen aus schrumpfenden in wachsende Branchen wechseln k\u00f6nnen. Und langfristig werden die negativen Nachfrageeffekte \u00fcberwiegen: Bleiben die Investitionen aus, ist irgendwann mit Arbeitsplatzverlusten zu rechnen.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\"><sup>[15]<\/sup><\/a><\/p>\n<h4>Was tun?<\/h4>\n<p>Wie kann die Unsicherheit reduziert werden? Wir machen keinen Hehl daraus: Die Herstellung von Planungssicherheit ist eine Kunst. Aktionismus hilft nicht, denn schlecht getroffene Entscheidungen werden morgen oft kassiert. Ebenso wenig hilft es, Entscheidungen gar nicht zu treffen oder ewig hinauszuz\u00f6gern.<\/p>\n<p>Auch wir haben kein Patentrezept. Aber vielleicht hilft es, die bekannten St\u00f6rfaktoren im Blick zu halten: <a href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/unnoetige-schwerlastprobe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">unn\u00f6tige und gef\u00e4hrliche Streitereien<\/a> \u00fcber den Haushalt, unentschlossene Schritte zur F\u00f6rderung der Energiewende sowie die Erosion des gesellschaftlichen Konsenses zur wirtschaftlichen Transformation in Richtung Klimaneutralit\u00e4t. <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2024-02\/wirtschaftspolitik-robert-habeck-unternehmenssteuern-investitionen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stimmen<\/a>, die aktuell nach Unternehmenssteuersenkungen rufen, k\u00f6nnten vielleicht in Betracht ziehen, dass die wissenschaftliche Evidenz f\u00fcr den Effekt von Unternehmenssteuersenkungen auf das Wirtschaftswachstum d\u00fcnn ist.<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\"><sup>[16]<\/sup><\/a> Eine vern\u00fcnftigere Finanzpolitik, die weder von \u00f6konomisch-arbitr\u00e4ren Verfassungsregeln gehemmt noch durch Verlust der finanziellen Tragf\u00e4higkeit bedroht wird, w\u00e4re hingegen ein positiver Beitrag.<\/p>\n<p><strong>Unsere Leseempfehlungen:<\/strong>\u00a0<\/p>\n<ul>\n<li>Wir empfehlen, einen Blick in den <a href=\"https:\/\/www.eib.org\/en\/publications\/20230323-investment-report-2023\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Investmentreport der EIB<\/a> zu werfen. Neben einem europ\u00e4ischen \u00dcberblick finden sich dort auch l\u00e4nderspezifische Berichte, zum Beispiel f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.eib.org\/de\/publications\/20230340-econ-eibis-2023-germany\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutschland<\/a>. Das Wirtschaftsministerium hat die Ergebnisse nochmals aus <a href=\"https:\/\/www.bmwk.de\/Redaktion\/DE\/Infografiken\/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik\/2024\/03\/06-digitale-gruene-transfortmation-download.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">seiner Sicht zusammengefasst<\/a>.<\/li>\n<li>Noch brandhei\u00df: Das ifo Institut ver\u00f6ffentlichte heute einen Artikel zur Frage: <a href=\"https:\/\/www.ifo.de\/publikationen\/2024\/aufsatz-zeitschrift\/unternehmen-investitionen-gestiegene-zinsen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wie passen Unternehmen ihre Investitionen an die gestiegenen Zinsen an?<\/a><\/li>\n<li>Was muss technisch f\u00fcr die Dekarbonisierung passieren? Das Buch <a href=\"https:\/\/www.kulturkaufhaus.de\/de\/detail\/ISBN-2244050279964\/Rissman-Jeffrey\/Zero-Carbon-Industry\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zero-Carbon Industry<\/a> von Jeffrey Rissmann liefert einen guten \u00dcberblick.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<h4><strong>Fu\u00dfnoten<\/strong><\/h4>\n<p><a style=\"font-size: revert;\" href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a><span style=\"font-size: revert; color: initial;\"> Investitionsraten nach <\/span><a style=\"font-size: revert;\" href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/eurostat\/databrowser\/view\/NASA_10_KI__custom_2922975\/bookmark\/table?lang=en&amp;bookmarkId=c8b86611-fc01-4187-9eba-3e9ec81c0367\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Eurostat<\/a><span style=\"font-size: revert; color: initial;\">.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Man nennt eine Wirtschaftsgr\u00f6\u00dfe <em>resilient, <\/em>wenn sie sich nach einem Schock schnell erholt: So ist das Investitionsvolumen im Jahre 2020 schlagartig eingebrochen, hat allerdings bereits 2021 das Vorkrisenniveau wieder erreicht. Der Begriff der <em>Resilienz<\/em> ist abzugrenzen von <em>Stabilit\u00e4t <\/em>oder<em> Robustheit<\/em>, siehe Markus Brunnermeier: <em>Die resiliente Gesellschaft. <\/em>Aufbau Verlag (2021).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Der Saldo resultiert aus der Differenz zwischen dem Prozentsatz der Unternehmen, die eine Ausweitung ihrer Investitionen planen, und dem Prozentsatz derer, die beabsichtigen, ihre Investitionen zu reduzieren.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Siehe Seite 10 in <a href=\"http:\/\/www.ecb.europa.eu\/stats\/ecb_surveys\/bank_lending_survey\/pdf\/ecb.blssurvey2023q4~6d56dfebf7.en.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">EZB: <em>The Euro Area Bank Lending Survey.<\/em> Fourth Quarter of 2023<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.ifo.de\/publikationen\/2024\/aufsatz-zeitschrift\/unternehmen-investitionen-gestiegene-zinsen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ifo Schnelldienst digital, 2024, 5, Nr. 3, 01-04, S. 1<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Siehe Abbildung 29 auf Seite 121 in <a href=\"https:\/\/www.eib.org\/en\/publications\/20230323-investment-report-2023\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>EIB Investment Report 2023\/24: <\/em><em>Transforming for Competitiveness<\/em><\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Siehe <a href=\"https:\/\/www.freshfields.de\/49270f\/globalassets\/our-thinking\/campaigns\/freshfields-corporate-cash-barometer\/freshfields_corporate_cash_barometer_2023_presentation.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Freshfields Corporate Cash Barometer 2023<\/a> auf Folie 35.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Siehe Box B auf Seite 107 in <a href=\"https:\/\/www.eib.org\/en\/publications\/20230323-investment-report-2023\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>EIB Investment Report 2023\/24: <\/em><em>Transforming for Competitiveness<\/em>.<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Siehe Atanas Kolev, Timothy Randall.\u00a0<i data-stringify-type=\"italic\"><a href=\"http:\/\/www.eib.org\/en\/publications\/20240131-economics-working-paper-2024-02\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">The Effect of Uncertainty on Investment: Evidence from the EIBIS<\/a>.\u00a0<\/i>EIB Working Paper 2024\/02, S. 18. (Aktualisiert am 13.6., vorher war der Artikel noch unver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> ebenda<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Siehe ifo Schnelldienst digital, 2024, 5, Nr. 3, 01-04, S. 3f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> F\u00fcr jedes Land wird jede Ausgabe von zwei (Europa) bzw. zehn (USA) Tageszeitungen durchsucht und die H\u00e4ufigkeit des Wortes \u201eUnsicherheit\u201c zusammen mit W\u00f6rtern aus dem semantischen Feld Wirtschaft gez\u00e4hlt. Unter anderem wird der Index so normiert, dass pro Land der Durchschnitt der Indexwerte vor 2011 bei 100 liegt. Damit werden l\u00e4nder- und publikationsspezifische Besonderheiten Rechnung getragen. <a href=\"http:\/\/www.policyuncertainty.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weitere Daten und Genaueres zur Methode<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Nicholas Bloom (<em>The Impact of Uncertainty Shocks<\/em>. Econometrica, Volume 77, Issue 3, S. 623-685 (2009)) zeigte, dass diese mit Unsicherheit einhergehende Investitionsfluktuation einen m\u00f6glichen Motor hinter Konjunkturzyklen darstellt.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Sieh z.B. Giulia Giupponi, Camille Landais: <em>Subsidizing Labor Hoarding in Recessions: The Employment &amp; Welfare Effects of Short Time Work. <\/em>Review of Economic Studies, Volume 90, Issue 4, S. 1963-2005 (2023).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Beide gegenl\u00e4ufige Effekte scheinen auch f\u00fcr sich allein genommen klein zu sein, siehe Edouard Schaal: <em>Uncertainty and Unemployment<\/em>. Econometrica, Volume 85, Issue 6, S. 1675-1721 (2017).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Arbeit und Kapital sind \u00f6konomische Komplemente, sodass ein Abbau des Kapitalstocks langfristig weniger Nachfrage nach Arbeit bedeutet. Empirisch belegt ist der langfristige sch\u00e4dliche Effekt von Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt durch Saten Kumar, Yuriy Gorodnichenko, Olivier Coibion: <em>The Effect of Macroeconomic Uncertainty on Firm Decisions<\/em>. Econometrica, Volume 91, Issue 4, S. 1297-1332 (2023).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Sebastian Gechert, Philipp Heimberger: <em>Do Corporate Tax Cuts Boost Economic Growth? <\/em>European Economic Review, Volume 147 (2022).<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Veranstaltungsank\u00fcndigung mit Moritz Schularick <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Am 25.03.24 von 17-18 Uhr findet unser Webinar zur aktuellen Lage im Baugewerbe und bei Klimainvestitionen statt. Als Gast begr\u00fc\u00dfen wir <strong> Dr. Moritz Schularick<\/strong>, Pr\u00e4sident des Kiel Institut f\u00fcr Weltwirtschaft. Wir beginnen mit einem kurzen Input durch Moritz Schularick, gefolgt von einem moderierten Q&amp;A bei dem Max Krah\u00e9 Ihre und Eure Fragen mit einbindet. Zur Anmeldung geht es <a href=\"https:\/\/us02web.zoom.us\/webinar\/register\/WN_Ah7DjiuvR56wJjZfYhMmQQ#\/registration\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"executivesum\" style=\"border-left: 8px solid #ee6174; text-align: center;\"><em><i data-stringify-type=\"italic\">The\u00a0<b data-stringify-type=\"bold\">Geldbrief<\/b>\u00a0is our newsletter on current developments in economic, fiscal, and monetary policy. We appreciate your feedback and suggestions. Send it to<\/i> axel.koelschbach[at]dezernatzukunft.org<\/em><\/p>\n<hr \/>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute werfen wir einen Blick auf private Investitionen in Deutschland. Eine l\u00e4ngere Phase der Stagnation scheint kein Ende zu nehmen. Geldpolitik und Finanzierungskosten sind daf\u00fcr signifikant, geben aber keine ganz zufriedenstellende Erkl\u00e4rung ab. Basierend auf den neusten Ergebnissen der EIB Investment Survey leiten wir her, dass die wirtschaftspolitische Unsicherheit ein besonders wichtiges Hemmnis f\u00fcr private Investitionen in Deutschland ist.<\/p>\n","protected":false},"author":67,"featured_media":73153,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[161],"tags":[325,230,60,266],"class_list":["post-73208","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geldbrief-en","tag-ak-en","tag-geldpolitik-en","tag-monetary-policy","tag-wirtschaftspolitik-en"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.8 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Investitionshemmnis Unsicherheit - Dezernat Zukunft<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Institut f\u00fcr Makrofinanzen\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/investitionshemmnis-unsicherheit\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_US\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Investitionshemmnis Unsicherheit - 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