{"id":72890,"date":"2024-01-25T16:45:34","date_gmt":"2024-01-25T15:45:34","guid":{"rendered":"https:\/\/dezernat-zukunft.org\/?p=72890"},"modified":"2024-05-15T11:54:03","modified_gmt":"2024-05-15T09:54:03","slug":"unnotige-schwerlastprobe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/unnotige-schwerlastprobe\/","title":{"rendered":"Unn\u00f6tige Schwerlastprobe"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-normal-font-size\"><strong><a href=\"mailto:max.krahe@dezernatzukunft.org\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Max Krah\u00e9<\/a><\/strong>, Leo M\u00fchlenweg<\/p>\n\n\n<p class=\"executivesum\" style=\"border-left: 8px solid #ee6174; text-align: left;\">Nach einem politisch bewegten Jahresanfang hat der Bundeshaushalt 2024 die wichtigste H\u00fcrde passiert. Auch wenn die K\u00fcrzungen in Reaktion auf das Karlsruhe-Urteil milde ausgefallen sind, verbleibt die Regierung auf einem makro\u00f6konomisch unsinnigen Sparkurs. Anl\u00e4sslich der momentanen Lage betrachten wir in diesem Geldbrief m\u00f6gliche politische Konsequenzen, anstatt wie \u00fcblich das \u00d6konomische zu durchleuchten. Die j\u00fcngste Forschung dazu zeigt: Exzessives Sparen schafft Risiken f\u00fcr Politikvertrauen und Demokratie.<\/p>\n<h4><strong>Geisterfahrt in fragilen Zeiten<\/strong><\/h4>\n<p>Letzte Woche hat der Haushaltsausschuss den Bundeshaushalt f\u00fcr 2024 <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/haushalt-246.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">verabschiedet<\/a>. Die K\u00fcrzungen fallen zwar weniger drastisch aus, als zu Beginn des Jahres angenommen. Doch im Vergleich zu seinen internationalen Partnerl\u00e4ndern ist Deutschland nach wie vor auf <strong>finanzpolitischer<\/strong> <strong>Geisterfahrt<\/strong> (Abbildung 1, links): Die USA investieren kr\u00e4ftig in Infrastruktur, in Forschung und Entwicklung, in die Ansiedlung strategischer Industrien und \u2014 dank des Inflation Reduction Acts \u2014 endlich auch in Dekarbonisierung.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> Frankreich verfolgt ein Defizit in stabiler H\u00f6he, balanciert dabei K\u00fcrzungen bei Rente mit Investitionen in Bildung und Verteidigung. Auch in den G7 insgesamt stehen die Zeichen auf stabilen Defiziten, mit sachter Konsolidierung in den kommenden Jahren. Trotz multipler Krisen verfolgt Deutschland hingegen eine Defizitreduktion, die weder makro\u00f6konomisch noch aus Gr\u00fcnden der Schuldentragf\u00e4higkeit angezeigt ist (Abbildung 1, rechts).<\/p>\n<p><strong>Abbildung 1<\/strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-72887  aligncenter\" src=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Abbildung-1_Geldbrief-56_v3-1.png\" alt=\"\" width=\"753\" height=\"620\" srcset=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Abbildung-1_Geldbrief-56_v3-1.png 1600w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Abbildung-1_Geldbrief-56_v3-1-300x247.png 300w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Abbildung-1_Geldbrief-56_v3-1-1024x844.png 1024w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Abbildung-1_Geldbrief-56_v3-1-768x633.png 768w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Abbildung-1_Geldbrief-56_v3-1-1536x1265.png 1536w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Abbildung-1_Geldbrief-56_v3-1-100x82.png 100w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Abbildung-1_Geldbrief-56_v3-1-1184x975.png 1184w\" sizes=\"auto, (max-width: 753px) 100vw, 753px\" \/><\/p>\n<p>Normalerweise w\u00fcrden wir an dieser Stelle die finanzpolitischen und makro\u00f6konomischen Konsequenzen einer solchen Finanzpolitik analysieren. Aber es sind keine normalen Zeiten. Das politische Spektrum fragmentiert sich, neue <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/B%C3%BCndnis_Sahra_Wagenknecht_%E2%80%93_Vernunft_und_Gerechtigkeit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Parteien<\/a> <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/werteunion-parteigruendung-102.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">entstehen<\/a>. Eine Protestwelle gegen Rechtsradikalismus brachte letztes Wochenende <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/demos-gegen-rechts-bilanz-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hunderttausende<\/a> auf die Stra\u00dfe. Und die Bauernproteste machten erneut deutlich, dass nicht nur das Vertrauen in die Regierung, sondern in Politik und Demokratie allgemein auf einem <a href=\"https:\/\/www.dbb.de\/artikel\/vertrauen-in-staatliche-handlungsfaehigkeit-auf-tiefpunkt-gewaltbereitschaft-steigt.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bedenklich<\/a> <a href=\"https:\/\/www.staatsregierung.sachsen.de\/sachsen-monitor-2023-8897.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">niedrigen<\/a> <a href=\"https:\/\/koerber-stiftung.de\/presse\/mitteilungen\/deutsche-verlieren-vertrauen-in-ihre-demokratie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Niveau<\/a> ist. Wir leben, wie <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/oekonom-stefan-kolev-die-welt-erinnert-mich-an-das-jahr-1928-ld.1771579?reduced=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stefan Kolev<\/a> es vor kurzem festhielt, in <strong>fragilen Zeiten<\/strong>.<\/p>\n<p>Anstatt wie \u00fcblich auf das \u00d6konomische zu blicken, werfen wir in diesem Geldbrief ein Schlaglicht auf die <strong>politischen <\/strong><strong>Konsequenzen<\/strong> von Sparhaushalten.<\/p>\n<h4><strong>Sparen hat Risiken<\/strong><\/h4>\n<p>Zun\u00e4chst gilt: Finanzpolitik ist immer <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2023-11\/schuldenbremse-nachtragshaushalt-ampelkoalition-bundesverfassungsgericht-urteil\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Risikoabw\u00e4gung<\/a>. Exzessive Defizite haben ihre Risiken, darunter Inflation, W\u00e4hrungskrisen und, je nach institutionellem Kontext, ein m\u00f6glicher Zahlungsausfall. Genauso aber exzessives Sparen: Neben der <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0022199617301411\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Besch\u00e4digung der wirtschaftlichen Substanz<\/a>, zum Beispiel durch den <a href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/strenge-fiskalregeln-reduzieren-offentliche-investitionen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verfall von Infrastruktur<\/a> und dem <a href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/angebotspolitik-ein-upgrade-ist-faellig\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ausbleiben von Investitionen<\/a>, geh\u00f6ren dazu insbesondere auch politische Risiken.<\/p>\n<p>In einer k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichten Studie finden <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1162\/rest_a_01373\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gabriel et al. (2023)<\/a> zum Beispiel, dass eine Reduktion der \u00f6ffentlichen Ausgaben um ein Prozent<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> zu einem Anstieg der Stimmanteile extremer Parteien um drei Prozentpunkte f\u00fchrt. Dabei spielen sowohl ein R\u00fcckgang der Wahlbeteiligung nicht-extremer W\u00e4hler:innen als auch ein Anstieg der absoluten Stimmen f\u00fcr extreme Parteien eine Rolle.<\/p>\n<p>Ein Teil dieses Effektes l\u00e4uft \u00fcber einen \u00f6konomischen Wirkungskanal: Exzessives Sparen verursacht geringeres Wachstum, h\u00f6here Arbeitslosigkeit und niedrigeres Lohnwachstum (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1162\/rest_a_01373\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gabriel et al. 2023, S. 23-26<\/a>). Die resultierende Unsicherheit und wahrgenommene Ungerechtigkeit \u2014 denn L\u00f6hne fallen in solchen Situationen durchschnittlich mehr als Profite \u2014 frustrieren W\u00e4hler:innen der Mitte und befeuern die Zustimmung f\u00fcr extreme Parteien.<\/p>\n<p>Doch die \u00f6konomischen Effekte sind nicht alles: Rezessionen, die durch exzessives \u00f6ffentliches Sparen ausgel\u00f6st werden, haben im Durchschnitt h\u00f6here politische Kosten als \u201enormale\u201c Rezessionen. Es gibt also einen zweiten Wirkungskanal: Wenn die Politik durch Einsparprogramme einen Abschwung hervorruft, folgt ein zus\u00e4tzlicher Vertrauensverlust in das politische System. Dieser ist gr\u00f6\u00dfer als bei einem \u00f6konomisch \u00e4hnlich schweren Abschwung, der nicht durch Austerit\u00e4t ausgel\u00f6st wurde.<\/p>\n<p>Das Spiegelbild zu Gabriel et al. (2023) findet sich bei <a href=\"https:\/\/linkinghub.elsevier.com\/retrieve\/pii\/S0014292121002749\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Albanese et al. (2022)<\/a>. Sie betrachten die positiven Auswirkungen der Koh\u00e4sionspolitik der EU. Hierf\u00fcr nutzen sie, dass es eine klare geographische Trennlinie zwischen f\u00f6rderf\u00e4higen und nicht f\u00f6rderf\u00e4higen Regionen gibt, wobei sich die Regionen rund um die Trennlinie ansonsten nicht systematisch unterscheiden.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> Vergleicht man die Gemeinden knapp vor der Trennlinie mit denen knapp dahinter, kann man dadurch einen kausalen Effekt identifizieren: Eine zus\u00e4tzliche F\u00f6rdersumme von circa 1% des verf\u00fcgbaren Einkommens reduzierte den Stimmanteil populistischer Parteien um 5 Prozentpunkte.<\/p>\n<p>Dieser Befund macht Mut, dass der Kanal von Sparpolitik zu extremistischen Wahlergebnissen keine Einbahnstra\u00dfe ist. Kluge Fiskalpolitik kann zu einer Reduktion von (Rechts-)Extremismus beitragen.<\/p>\n<h4><strong>Z\u00fcnglein an der Waage<\/strong><\/h4>\n<p>Diese Effekte sind nicht neu. Aber ihre Bedeutung ist heute eine andere. In stabilen Zeiten entscheiden drei Prozentpunkte vielleicht dar\u00fcber, ob eine mitte-links oder eine mitte-rechts Regierung regiert. In unseren Zeiten sind die Konsequenzen gewichtiger.<\/p>\n<p>So zeigt Thiemo Fetzer (<a href=\"https:\/\/pubs.aeaweb.org\/doi\/10.1257\/aer.20181164\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">2019<\/a>), dass der Ausgang des Brexit-Referendums wahrscheinlich durch die exzessive Sparpolitik der konservativen britischen Regierungen der 2010er Jahre entschieden wurde.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Auch bei uns k\u00f6nnten die politischen Auswirkungen von kleinen Stimmverschiebungen signifikant sein. Nimmt man die Effektgr\u00f6\u00dfe von Gabriel et. al (2023), unterstellt illustrativ eine K\u00fcrzung der \u00f6ffentlichen Ausgaben um 1 Prozent (circa 19 Milliarden Euro)<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><sup>[5]<\/sup><\/a> und betrachtet die aktuelle <a href=\"https:\/\/www.wahlrecht.de\/umfragen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Umfrage von INSA<\/a>, dann w\u00fcrde die FDP an der 5-Prozent-H\u00fcrde scheitern und die Parteien der Mitte w\u00fcrden ihre Zweidrittelmehrheit verlieren.<\/p>\n<p><strong>Abbildung 2<\/strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-72876  aligncenter\" src=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Abbildung-2_Geldbrief-56_v2.png\" alt=\"\" width=\"751\" height=\"713\" srcset=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Abbildung-2_Geldbrief-56_v2.png 1600w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Abbildung-2_Geldbrief-56_v2-300x285.png 300w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Abbildung-2_Geldbrief-56_v2-1024x972.png 1024w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Abbildung-2_Geldbrief-56_v2-768x729.png 768w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Abbildung-2_Geldbrief-56_v2-1536x1458.png 1536w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Abbildung-2_Geldbrief-56_v2-100x95.png 100w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Abbildung-2_Geldbrief-56_v2-1184x1124.png 1184w\" sizes=\"auto, (max-width: 751px) 100vw, 751px\" \/><\/p>\n<p>Diese Rechnung dient rein der Illustration. Sie ist keine Projektion, geschweige denn eine Prognose. Dennoch l\u00f6st sie bei uns die Sorge aus, dass eine makro\u00f6konomisch unn\u00f6tige Sparpolitik die Zweidrittelmehrheit der demokratischen Mitte aufs Spiel setzen k\u00f6nnte. Sollten dann Verfassungs\u00e4nderungen notwendig sein \u2014 ob f\u00fcr eine Reform der Schuldenbremse, ein weiteres Sonderverm\u00f6gen, oder f\u00fcr etwas v\u00f6llig anderes \u2014 w\u00e4ren die Herausforderungen gro\u00df.<\/p>\n<h4><strong>Auch das \u201eWie\u201c z\u00e4hlt<\/strong><\/h4>\n<p>Die Literatur zu den politischen Konsequenzen von Finanzpolitik suggeriert jedoch nicht, dass nur ein hohes Defizit ein demokratiefreundliches Defizit ist. Auf das \u201eWie\u201c kommt es an.<\/p>\n<p>So finden Abou-Chadi et al. (<a href=\"https:\/\/twitter.com\/tabouchadi\/status\/1664221266612568066\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">2023<\/a>), dass steigende Mieten Menschen mit niedrigeren Einkommen in die Arme der AfD treiben. Wenn eine \u00fcberdimensionierte Fiskalexpansion \u00fcber nachfrageseitige Inflation zu h\u00f6heren Zinsen f\u00fchrt und damit <a href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/bausektor-meets-zinshammer\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">den Bau abw\u00fcrgt<\/a>, dann w\u00e4re diese Fiskalexpansion gegebenenfalls kontraproduktiv, auch aus Demokratieperspektive, weil sie langfristig die Mieten verteuern k\u00f6nnte. Dies ist nicht das Szenario, in dem wir uns befinden: Die Inflation der letzten zwei Jahre war angebotsseitig getrieben, insbesondere durch <a href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/fossil-fuel-to-the-fire\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Preisspr\u00fcnge bei fossilen Energien<\/a>. Dennoch deuten die Ergebnisse von Abou-Chadi et al. darauf, dass zum Beispiel Planungsbeschleunigung oder ein gezieltes Programm zum Ausbau des sozialen Wohnungsbaus zielf\u00fchrender sein kann als ein breit angelegtes Konjunkturpaket.<\/p>\n<p>Alesina et al. (<a href=\"https:\/\/www.imf.org\/en\/Publications\/WP\/Issues\/2021\/04\/30\/Austerity-and-Elections-50245\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">2021<\/a>) arbeiten heraus, wie wichtig die politische Legitimierung von Sparprogrammen ist. Wenn zum Beispiel eine linke Regierung durch Steuererh\u00f6hungen spart, hat dies vergleichsweise geringe politische Kosten. Durch ihren Wahlsieg und die politische Identifikation mit h\u00f6heren Steuern ist diese Art von Sparprogramm legitimiert. Umgekehrt: Wenn eine rechte Regierung \u00fcber Ausgabenk\u00fcrzungen spart, dann sind auch hier die politischen Kosten vertretbar.<\/p>\n<p>Anders ist es, wenn linke Regierungen \u00fcber Ausgabenk\u00fcrzungen oder rechte Regierungen \u00fcber Steuererh\u00f6hungen sparen.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><sup>[6]<\/sup><\/a> Im Fall einer linken Regierung kosten zum Beispiel Ausgabenkonsolidierungen in H\u00f6he von einem Prozent des BIPs f\u00fcnf Prozentpunkte bei der n\u00e4chsten Wahl, w\u00e4hrend rechte Parteien sogar einige Prozentpunkte gewinnen k\u00f6nnen (Alesina et al. 2021, Tabelle 11, S. 46).<\/p>\n<h4><strong>Wir k\u00f6nnen uns Stabilit\u00e4t leisten<\/strong><\/h4>\n<p>\u00d6konomisch ist ein harter Sparkurs nicht notwendig. Die Zinsquote ist nach wie vor auf einem historisch niedrigen Niveau (s. Abb. 1, rechts). Und selbst der Internationale W\u00e4hrungsfonds, kein stadtbekannter Fiskalrevolution\u00e4r, rief Deutschland dazu auf, die Schuldenbremse zu lockern und mehr Investitionen vorzunehmen (<a href=\"https:\/\/www.imf.org\/en\/Publications\/CR\/Issues\/2023\/07\/14\/Germany-2023-Article-IV-Consultation-Press-Release-Staff-Report-and-Statement-by-the-536350\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">IWF 2023<\/a>).<\/p>\n<p>Politisch ist ein Sparkurs hingegen riskant. Wie die j\u00fcngste Forschung belegt, kann er die Extreme befl\u00fcgeln, besonders, wenn die Regierung nicht f\u00fcr ein solches Programm angetreten ist. Und selbst eine kleine Verschiebung hin zu den Extremen kann gravierende Konsequenzen haben, wie beim Brexit eingetreten oder wie bei der n\u00e4chsten Bundestagswahl durchaus denkbar.<\/p>\n<p>Ist eine fiskalische Schwerlastprobe das, was unsere Demokratie gerade braucht?<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><\/a><\/p>\n<p><strong>Unsere Leseempfehlungen<\/strong><strong>:<\/strong>\u00a0<\/p>\n<ul>\n<li>Im Kontext dieses Geldbriefs empfehlen wir das Buch <a href=\"https:\/\/www.sack.de\/straumann-1931\/9783806240733\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>1931: Die Finanzkrise und Hitlers Aufstieg<\/em><\/a>, von Tobias Straumann. Straumann zeigt eindrucksvoll, wie die Finanzkrise von 1931 und insbesondere die rasch folgende Austerit\u00e4ts-Reaktion den Aufstieg Hitlers erm\u00f6glichten.<\/li>\n<li>Ebenfalls spannend im Kontext von Finanzen und Vertrauen: Ein k\u00fcrzlich erschienenes Papier von <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/abs\/pii\/S014759672300094X\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kim Kellermann (2023)<\/a>, welches die Langzeitfolgen der treuhandgef\u00fchrten Privatisierungen auf W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler in Ostdeutschland dokumentiert. Auch 30 Jahre danach haben Menschen, die im Rahmen der Privatisierungen ihre Jobs verloren haben, geringeres Vertrauen in die Politik, geringeres politisches Interesse und eine geringere Identifikation mit den demokratischen Parteien der Mitte.<\/li>\n<li>Zu guter Letzt empfehlen wir diesen <a href=\"https:\/\/benjaminbraun.org\/posts\/dwa\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Blogpost von Benjamin Braun<\/a>\u00a0zu den gerade erschienenen Verm\u00f6gensverteilungsdaten der EZB. Der Text bietet eine gut verst\u00e4ndliche Erkl\u00e4rung und Analyse der neuen Daten, zusammen mit einer Einordnung ihrer St\u00e4rken und Schw\u00e4chen. Klare Empfehlung!<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<h4><strong>Fu\u00dfnoten<\/strong><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><\/a><\/h4>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Diese Investitionen wurden im Rahmen des Infrastructure Investment and Jobs Act (November 2021), des CHIPS and Science Act (August 2022), und des Inflation Reduction Acts (ebenfalls August 2022) beschlossen. F\u00fcr eine Einordnung der finanz- und wirtschaftspolitischen Wende, die diese drei Gesetze darstellen, siehe <a href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/frischer-wind-in-washington\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">unseren Geldbrief von letztem Sommer<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Ein Prozent der Ausgaben, nicht ein Prozent des BIPs. F\u00fcr Deutschland w\u00e4re dies circa 19 Milliarden Euro.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Insbesondere zeigen sie, dass sich die Regionen nicht in Bezug auf viele andere Treiber unterscheiden, die oft als Ursachen f\u00fcr den Zuwachs von (rechts)extremen Parteien genannt werden, darunter Immigration, Import-Wettbewerb aus China, nationalstaatliche Austerit\u00e4t oder Automatisierung. Ihr Papier zeigt nat\u00fcrlich nicht, dass diese anderen potenziellen Treiber, die auf beiden Seiten ihrer Trennlinie pr\u00e4sent sind, keine Effekte haben; sie k\u00f6nnen aber f\u00fcr den von ihnen angestellten Vergleich ausgeschlossen werden, da sie die Regionen auf beiden Seiten der Trennlinie gleich ber\u00fchren. Dadurch k\u00f6nnen sie den Effekt der EU-F\u00f6rderung besonders gut isolieren.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Durch einen Vergleich von Wahlergebnissen mit den lokal sehr unterschiedlich starken Sozialk\u00fcrzungen ermittelt Fetzer, dass diese Sparma\u00dfnahmen den Stimmanteil der UK Independence Party (UKIP) um 3,5 bis 11,9 Prozentpunkte gesteigert haben. In Kombination mit der gesch\u00e4tzten Korrelation zwischen UKIP- und pro-Brexit Stimmverhalten leitet Fetzer ab, dass die Sparma\u00dfnahmen grob 6 bis 11 Prozentpunkte zum \u201eLeave\u201c-Ergebnis hinzugef\u00fcgt haben. Bei einer Marge von vier Prozent (<a href=\"https:\/\/www.bbc.co.uk\/news\/politics\/eu_referendum\/results\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eLeave\u201c gewann 52%-48%<\/a>) war dies wahrscheinlich entscheidend.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Die Ausgaben des deutschen Gesamtstaates betrugen knapp 1,4 Billionen Euro in den ersten drei Quartalen 2023 (<a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2024\/01\/PD24_013_711.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Destatis 2024<\/a>). Extrapoliert auf ein volles Jahr erg\u00e4be dies Ausgaben von 1,9 Billionen Euro.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> \u201eWe find tax-based consolidations to be very costly for right-leaning governments, whereas their effect tends to be not statistically significant for left-leaning ones. In contrast, expenditure-based consolidations are costly for left-leaning governments but beneficial for right-leaning ones.\u201c (Alesina et al. 2021, S. 31).<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Medienbericht 25.01.2024<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Medienerw\u00e4hnungen und Auftritte<\/strong>\n<ul>\n<li>Am 11.01.24 war Philippa bei\u00a0<a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/gesellschaft\/markus-lanz\/markus-lanz-vom-11-januar-2024-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Markus Lanz<\/a> im ZDF zu Gast und diskutierte dort mit CDU-Politiker Jens Spahn, Journalist Martin Machowecz, und Soziologe Mattias Quent. <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/gesellschaft\/markus-lanz\/markus-lanz-vom-11-januar-2024-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hier<\/a>\u00a0geht es zum Video.<\/li>\n<li>Am 12.01.24 wurde die Lanz-Sendung mit Philippa in der\u00a0<a href=\"https:\/\/www.swp.de\/unterhaltung\/tv\/markus-lanz-heute-gaeste-thema-uhrzeit-zdf-11-01-24-72727751.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">S\u00fcdwest Presse<\/a> erw\u00e4hnt.<\/li>\n<li>Am 23.01.24 hat Niels Annen (MdB) ein\u00a0<a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20240125132621\/https:\/\/www.nielsannen.de\/de\/article\/427756.kurz-geschnackt-philippa-sigl-gl%C3%B6ckner.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Interview<\/a> mit Philippa gef\u00fchrt.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"executivesum\" style=\"border-left: 8px solid #ee6174; text-align: center;\"><em><i data-stringify-type=\"italic\">The\u00a0<b data-stringify-type=\"bold\">Geldbrief<\/b>\u00a0is our newsletter on current developments in economic, fiscal, and monetary policy. We appreciate your feedback and suggestions. Send it to<\/i> max.krahe[at]dezernatzukunft.org<\/em><\/p>\n<hr \/>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einem politisch bewegten Jahresanfang hat der Bundeshaushalt 2024 die wichtigste H\u00fcrde passiert. Auch wenn die K\u00fcrzungen in Reaktion auf das Karlsruhe-Urteil milde ausgefallen sind, verbleibt die Regierung auf einem makro\u00f6konomisch unsinnigen Sparkurs. Anl\u00e4sslich der momentanen Lage betrachten wir in diesem Geldbrief m\u00f6gliche politische Konsequenzen, anstatt wie \u00fcblich das \u00d6konomische zu durchleuchten. Die j\u00fcngste Forschung dazu zeigt: Exzessives Sparen schafft Risiken f\u00fcr Politikvertrauen und Demokratie.<\/p>\n","protected":false},"author":41,"featured_media":72844,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[161],"tags":[55,320,280,185],"class_list":["post-72890","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geldbrief-en","tag-fiscal-policy","tag-lm-2","tag-mk-en","tag-social-policy"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.8 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Unn\u00f6tige Schwerlastprobe - Dezernat Zukunft<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Institut f\u00fcr Makrofinanzen\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/unnoetige-schwerlastprobe\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_US\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Unn\u00f6tige Schwerlastprobe - 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