{"id":69324,"date":"2023-02-23T17:00:00","date_gmt":"2023-02-23T16:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dezernat-zukunft.org\/?p=69324"},"modified":"2024-12-19T17:15:22","modified_gmt":"2024-12-19T16:15:22","slug":"europas-gordischer-knoten-warum-stagniert-italien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dezernatzukunft.org\/en\/europas-gordischer-knoten-warum-stagniert-italien\/","title":{"rendered":"Europas gordischer Knoten: Warum stagniert Italien?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-normal-font-size\"><strong><a href=\"mailto:max.krahe@dezernatzukunft.org\">Max Krah\u00e9<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n<p class=\"executivesum\" style=\"border-left: 8px solid #ee6174; text-align: left;\">Eine zentrale Lektion unseres <a href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/suggestions-for-sgp-reform-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Papiers<\/a> zu Reformoptionen des Stabilit\u00e4ts- und Wachstumspakt war: in Italien liegt der Hund begraben. Das Land und seine Staatsschuld sind zu gro\u00df, als dass ein Ausfall mit den \u00fcblichen Mitteln aufgefangen werden kann. Ein Zahlungsausfall k\u00f6nnte das Ende der Eurozone bedeuten. Mehr Sparen scheint zur Vermeidung dieses Super-GAUs aber nur begrenzt zielf\u00fchrend zu sein: nicht Italiens Staatshaushalte, sondern ein Ausbleiben des Wachstums sind die Wurzel des Problems. Um m\u00f6gliche Auswege aus diesem Dilemma besser zu verstehen, haben wir Italiens j\u00fcngere Wirtschaftsgeschichte untersucht. Unsere <a href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/understanding-italys-stagnation\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schlussfolgerung<\/a>: Es gab gro\u00dfe Reformen in den letzten drei\u00dfig Jahren. Doch ihre inneren Widerspr\u00fcche vertieften die Malaise. Jetzt gilt es, ein koh\u00e4rentes Reformprogramm zu entwickeln, das Italiens Institutionen st\u00e4rkt, seine Industriestruktur auf Vordermann bringt und Investitionen erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Italiens wirtschaftliche Stagnation betrifft uns alle. Wird das Land zahlungsunf\u00e4hig, drohen sein Austritt aus der Eurozone, und damit tiefe politische und wirtschaftliche Zerw\u00fcrfnisse, vielleicht sogar das Ende der Eurozone. Bleibt es aber beim Niedrigwachstum der letzten 20 Jahre, so kann Italiens Schuldentragf\u00e4higkeit nur durch niedrige Leitzinsen und geringe <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/weltwirtschaft\/italien-staatsfinanzen-staatsanleihe-101.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spreads<\/a> gesichert werden. Erstere k\u00f6nnen f\u00fcr die Eurozone insgesamt unangemessen sein. Letztere sicherzustellen, k\u00f6nnte politisch kontrovers werden.<\/p>\n<p>Um die Zukunft der Eurozone zu sichern, gilt es also die Ursachen von Italiens Niedrigwachstum zu verstehen, damit diese behoben werden k\u00f6nnen. In diesem Geldbrief fassen wir die Ergebnisse <a href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/understanding-italys-stagnation\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">eines Papiers<\/a> zusammen, das wir letzte Woche zu diesem Thema ver\u00f6ffentlicht haben.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a><\/p>\n<h4><strong>Beim Wachstum dr\u00fcckt der Schuh<\/strong><\/h4>\n<p>Der <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20221117123335\/https:\/\/www.stern.de\/news\/lindner-ruft-italien-zu--soliden-staatsfinanzen--auf-32887556.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stern<\/a> schreibt von Italiens \u201eRekordschulden\u201c und berichtet, dass Finanzminister Lindner das Land zu \u201esoliden Staatsfinanzen\u201c ermahnt. Ein erster Blick auf die Daten zeigt jedoch, dass Italien vor allem an Niedrigwachstum leidet, nicht an exzessiven Staatsausgaben. Es war das Wachstum, das um das Jahr 2008 eingebrochen ist, nicht die Verschuldung, die explodiert ist (Abbildung 1, links). Und unter Annahme realistischer Parameter w\u00e4re selbst eine gravierende Haushaltkonsolidierung (wir modellieren 3% BIP an Ausgabenk\u00fcrzungen im Jahr 2008, siehe <a href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/understanding-italys-stagnation\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">S. 7-9 des Papiers<\/a>) deutlich weniger zielf\u00fchrend als das Sicherstellen von mit Deutschland vergleichbaren Wachstumsraten (Abbildung 1, rechts).<\/p>\n<p><strong>Abbildung 1<\/strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-69304\" src=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-1-3.png\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"621\" srcset=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-1-3.png 1600w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-1-3-300x248.png 300w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-1-3-1024x847.png 1024w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-1-3-768x636.png 768w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-1-3-1536x1271.png 1536w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-1-3-100x83.png 100w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-1-3-1184x980.png 1184w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/p>\n<p>Bei einem genaueren Blick auf Italiens Wachstum wiederum wird schnell klar: Die Probleme liegen im Produktivit\u00e4tswachstum. So gab es bis 2008 zwar noch BIP-Wachstum, doch wurde dies ab dem Jahr 2000 fast ausschlie\u00dflich durch eine Ausweitung des Arbeitsvolumens getragen (Abbildung 2, links). Das kann kurzfristig hilfreich sein, hat aber eine nat\u00fcrliche Obergrenze.<\/p>\n<p>In Bezug auf das Produktivit\u00e4tswachstum hat Italien bereits in den 1980er den Anschluss an Deutschland und Frankreich verloren. Seit der Jahrtausendwende ist es fast vollends zum Erliegen gekommen (Abbildung 2, rechts).<\/p>\n<p><strong>Abbildung 2<\/strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-69307\" src=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-2-2.png\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"639\" srcset=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-2-2.png 1600w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-2-2-300x256.png 300w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-2-2-1024x872.png 1024w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-2-2-768x654.png 768w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-2-2-1536x1308.png 1536w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-2-2-100x85.png 100w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-2-2-1184x1009.png 1184w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/p>\n<h4><strong>Ursachenforschung<\/strong><\/h4>\n<p>Was ist die Ursache f\u00fcr das geringe Produktivit\u00e4tswachstum in Italien? In unserem Papier untersuchen wir drei Erkl\u00e4rungen. Alle drei liefern hilfreiche Erkenntnisse, aber keine davon ist f\u00fcr sich allein genommen \u00fcberzeugend.<\/p>\n<p>Der erste Ansatz sieht die Hauptursache in einem angeblichen <strong>Reformstau<\/strong>. \u201e<a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/ezb-rat-trifft-sich-zur-sondersitzung-a-eb30c24a-69a9-493f-95b9-d8328f94df02\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Es r\u00e4cht sich nun, dass sich Italien seit Jahren den notwendigen Reformen verschlie\u00dft<\/a>\u201c, so zum Beispiel J\u00f6rg Kr\u00e4mer, Chefvolkswirt der Commerzbank. Ein allgemeiner Reformstau ist jedoch nicht zu beobachten. So gab es in den letzten 30 Jahren umfangreiche Steuer-, Arbeitsmarkt-, und wettbewerbsrechtliche Reformen, flankiert durch Reformen im politischen System selbst, insbesondere im Wahlrecht und der Parteienfinanzierung.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Diese Reformen haben zum Beispiel den italienischen Arbeitsmarkt umstrukturiert, insbesondere durch die Normalisierung flexibler und prek\u00e4rer Arbeitsverh\u00e4ltnisse f\u00fcr junge Menschen sowie durch die Teilzeitarbeit f\u00fcr Frauen (Abbildung 3, links). Sie haben ebenfalls die Erwerbsbeteiligung \u00e4lterer Menschen signifikant erh\u00f6ht (Abbildung 3, rechts), so dass Italien heute das <a href=\"https:\/\/twitter.com\/maxkrahe\/status\/1625021746397970433?s=20\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">h\u00f6chste tats\u00e4chliche Renteneintrittsalter<\/a> hat. Auch auf der fiskalischen Seite gab es intensive Anstrengungen: Von 1992 bis 2011 f\u00fchrte Italien mehr Ma\u00dfnahmen zur Haushaltskonsolidierung durch als jedes andere gro\u00dfe Industrieland (<a href=\"https:\/\/www.imf.org\/external\/pubs\/ft\/wp\/2011\/wp11128.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Devries et al. 2011<\/a>).<\/p>\n<p>Richtig ist, dass die Reformen oft hart umk\u00e4mpft waren, nach zwei Schritten vorw\u00e4rts teils ein Schritt zur\u00fcck folgte und dass sie \u2013 wie in Deutschland \u2013 einen systematischen Unterschied zwischen gut gesch\u00fctzten Kernbelegschaften und einem flexibilisiertem Niedriglohnbereich erschaffen haben, der durch Niedrigwertsch\u00f6pfung produktivit\u00e4tssenkend wirkt. Nicht ein Ausbleiben von Reformen, sondern ihre inneren Widerspr\u00fcche scheinen das Problem zu sein.<\/p>\n<p><strong>Abbildung 3<\/strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-69272\" src=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-3-2.png\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"592\" srcset=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-3-2.png 1600w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-3-2-300x237.png 300w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-3-2-1024x808.png 1024w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-3-2-768x606.png 768w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-3-2-1536x1212.png 1536w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-3-2-100x79.png 100w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-3-2-1184x934.png 1184w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/p>\n<p>Ein zweiter Ansatz argumentiert, dass es vor allem Italiens <strong>Euromitgliedschaft<\/strong> war, die wachstumshinderlich gewirkt hat. Dieser Ansatz birgt wichtige Erkenntnisse, indem er auf die Wechselwirkungen zwischen der Europ\u00e4ischen Wirtschafts- und W\u00e4hrungsunion und Italiens Binnenwirtschaft hinweist. Zu diesen Wechselwirkungen geh\u00f6rt einerseits die Absenkung des Zinsniveaus auf italienische Staatsanleihen, die die Zinskosten stark gesenkt hat (Abbildung 4, links); andererseits aber auch:<\/p>\n<ul>\n<li>die Unm\u00f6glichkeit, \u00fcber Wechselkursanpassungen auf Verschiebungen in relativer Wettbewerbsf\u00e4higkeit zu reagieren, was Deutschlands langj\u00e4hrige Unterschreitung des Inflationsziels zu einem Problem f\u00fcr Italien machte;<\/li>\n<li>die europ\u00e4ischen Fiskalregeln, die Italien in den Jahren nach 2008\/09 in kontraproduktive Sparma\u00dfnahmen zwangen;<\/li>\n<li>oder die Privatisierungswelle der 1990er, die auf die rasche Erzielung hoher Einnahmen optimiert war, um die Euro-Konvergenzkriterien zu erreichen. Durch Tempo und Zielsetzung hinterlie\u00df sie eine Altlast an investitionsschwachen und dividendenstarken Firmen in gesch\u00fctzten Sektoren und reduzierte die Anzahl an global agierenden Gro\u00dfunternehmen in wettbewerbsexponierten Sektoren, die in Italien vormals oft in Staatshand waren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dennoch kann auch diese Erkl\u00e4rung den Knoten nicht vollst\u00e4ndig aufl\u00f6sen. Wenn es vor allem die durch die Fiskalregeln mitverursachten Sparma\u00dfnahmen waren, die f\u00fcr Italiens Malaise verantwortlich waren, warum f\u00fchrte auch die Fiskalexpansion von 1998 bis 2005 zu keinen Produktivit\u00e4tssteigerungen (Abbildung 4, links)? Warum gelingt es italienischen Firmen nicht, aus den gro\u00dfen Absatzm\u00e4rkten des europ\u00e4ischen Binnenmarktes gen\u00fcgend Nachfrage zu ziehen? Und auch wenn die Schwierigkeiten interner Abwertungen weitl\u00e4ufig bekannt sind, warum f\u00fchren diese in Italien zum v\u00f6lligen Erliegen des Produktivit\u00e4tswachstum, w\u00e4hrend es in Spanien weiterhin Produktivit\u00e4tswachstum gab, wenn auch wellenhaft und langsam (Abbildung 2, rechts)?<\/p>\n<p>Ein dritter Ansatz fokussiert sich auf die <strong>Unternehmensebene<\/strong>. Produktivit\u00e4t, Wettbewerbsf\u00e4higkeit und Wertsch\u00f6pfung spielen sich weitgehend in Unternehmen ab. Welche Erkenntnisse lassen sich also aus Untersuchungen zu italienischen Firmen ziehen? Drei Ergebnisse stechen hier ins Auge. Erstens, ein Kompositionseffekt: In allen L\u00e4ndern sind kleine Firmen weniger produktiv als gro\u00dfe. Im internationalen Vergleich hat Italien jedoch besonders viele kleine und sehr kleine Firmen (Abbildung 4, rechts). Daher ist die durchschnittliche Firmenproduktivit\u00e4t geringer, obwohl mittlere und gro\u00dfe Unternehmen in Italien genauso produktiv sind wie ihre deutschen und franz\u00f6sischen Konkurrenten.<\/p>\n<p><strong>Abbildung 4<\/strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-69274\" src=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-4-1.png\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"630\" srcset=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-4-1.png 1600w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-4-1-300x252.png 300w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-4-1-1024x860.png 1024w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-4-1-768x645.png 768w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-4-1-1536x1290.png 1536w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-4-1-100x84.png 100w, https:\/\/dezernatzukunft.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Abbildung-4-1-1184x995.png 1184w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/p>\n<p>Zweitens gibt es in Italien besonders viele Firmen, in denen das <em>gesamte<\/em> Management aus der oder den Eigent\u00fcmerfamilien stammt. W\u00e4hrend Familien<em>unternehmen<\/em> \u2013 sprich Firmen, die in Familienbesitz sind und die oft einen CEO aus der oder den Eigent\u00fcmerfamilien haben \u2013 im europ\u00e4ischen Vergleich \u00fcblich sind, ist das sogenannte \u201efamily <em>management<\/em>\u201c eine italienische Besonderheit, die f\u00fcr die kleinere Gr\u00f6\u00dfe und daher insgesamt geringere Produktivit\u00e4t italienischer Firmen mitverantwortlich ist (<a href=\"https:\/\/www.bancaditalia.it\/pubblicazioni\/qef\/2018-0422\/index.html?com.dotmarketing.htmlpage.language=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bugamelli et al 2018<\/a>).<\/p>\n<p>Drittens gibt es eine Reihe weiterer Rahmenbedingungen, die italienischen Firmen das Wachstum erschweren, darunter das langsame Justizsystem, abnehmende aber nach wie vor \u00fcberdurchschnittliche Korruption und organisiertes Verbrechen, sowie die Qualit\u00e4t der \u00f6ffentlichen Verwaltung, insbesondere auf der lokalen Ebene (siehe S. 29-37 <a href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/suggestions-for-sgp-reform-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">unseres Papiers<\/a>).<\/p>\n<p>Der Blick auf die Unternehmensebene ist also hilfreich, doch auch er kann Italiens Stagnation nicht alleine erkl\u00e4ren. Denn dieser Ansatz ist weitestgehend blind f\u00fcr Interaktionen zwischen makro- und mikro\u00f6konomischen Effekten. So ist bekannt, dass Arbeitsm\u00e4rkte besser den \u00dcbergang aus niedrig- in h\u00f6herproduktive Arbeit erm\u00f6glichen, wenn die Wirtschaft insgesamt expandiert (<a href=\"https:\/\/econpapers.repec.org\/paper\/zbwvfsc17\/168162.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bachmann et al. 2022<\/a>) und dass Arbeitsmarktreformen w\u00e4hrend einer Rezession oft kontraproduktiv sind (<a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/abs\/pii\/S0014292118301120\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gehrke und Weber 2018<\/a>). Grunds\u00e4tzlich haben IWF-Forscherinnen festgestellt, dass Strukturreformen im Kontext schwacher Konjunktur weniger erfolgsversprechend sind und dass diese zusammen mit expansiver Geld- und Fiskalpolitik durchgef\u00fchrt werden sollten (<a href=\"https:\/\/www.imf.org\/en\/Publications\/WP\/Issues\/2016\/12\/31\/When-Do-Structural-Reforms-Work-On-the-Role-of-the-Business-Cycle-and-Macroeconomic-Policies-43790\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bordon et al. 2016<\/a>). Dies war in Italien nicht der Fall.<\/p>\n<h4><strong>Ein Drama in zwei Akten<\/strong><\/h4>\n<p>Wie k\u00f6nnte also eine Synthese dieser drei Erkl\u00e4rungen aussehen? Am besten, so scheint es uns, gelingt dies historisch, insbesondere mittels der Beschreibung von zwei Schl\u00fcsselmomenten.<\/p>\n<p>Ein erster Schl\u00fcsselmoment war die Reformwelle der 1990er Jahre. Diese war ausgel\u00f6st durch die Erkenntnis, dass das Nachkriegswachstumsmodell ersch\u00f6pft war und Italiens Wirtschaft international den Anschluss verlor (siehe Abbildung 2 rechts, die Entkoppelung in den 1980ern). Die W\u00e4hrungskrise im September 1992 verdeutlichte den Ernst der Lage. Die knappen Reformmehrheiten sowie der neoliberale Zeitgeist dieser \u00c4ra sorgten jedoch daf\u00fcr, dass der Reformmix dieser Zeit doppelt inkoh\u00e4rent war. <strong>Mikro\u00f6konomisch<\/strong> haben verschiedene Strukturreformen gegenl\u00e4ufige Anreize gesetzt: So setzte die Privatisierung des Bankensystems und der verbesserte Schutz von Minderheitsaktion\u00e4ren Anreize, Firmen vor allem \u00fcber einen Markt f\u00fcr Unternehmenskontrolle zu \u00fcberwachen. Ineffiziente Firmen w\u00fcrden dann aufgekauft und umgekrempelt werden. Durch die Aufhebung des Verbots f\u00fcr Banken, Anteile an Nichtfinanzunternehmen zu halten sowie durch daraus resultierende Querbeteiligungen wurde genau dieser Mechanismus jedoch geschw\u00e4cht. Das Ergebnis: schlechtes Management wird nur schwach kontrolliert. \u00c4hnlich widerspr\u00fcchlich war das Ergebnis der Arbeitsmarktreformen: Indem Arbeitsm\u00e4rkte liberalisiert wurden, sollte eine Verschiebung von Arbeitskr\u00e4ften von weniger in mehr produktive Arbeitspl\u00e4tze forciert werden. Dieselben Reformen nahmen jedoch Firmen die Anreize, in langfristiges Training und Produktivit\u00e4tssteigerungen zu investieren, da Arbeitskr\u00e4fte flexibler und g\u00fcnstiger wurden. <strong>Makro\u00f6konomisch <\/strong>wurden die diversen Strukturreformen mit harten Sparma\u00dfnahmen kombiniert. Dies hat, wie wir heute wissen, ihre Effektivit\u00e4t ausgebremst.<\/p>\n<p>Ein zweiter Schl\u00fcsselmoment war die Beibehaltung dieses Reformmix nach der Finanz- und Eurokrise. Obwohl die schlechten Ergebnisse dieses Ansatzes mittlerweile erkennbar waren (siehe zB <a href=\"https:\/\/www.tandfonline.com\/doi\/abs\/10.1080\/01402380701500280?journalCode=fwep20\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">De Cecco 2007<\/a>), wurde am grundlegenden Rezept \u2013 liberalisierende Strukturreformen und Austerit\u00e4t \u2013 festgehalten. Im Gegensatz zur Reformwelle der 1990er Jahre scheint die Erkl\u00e4rung f\u00fcr dieses Festhalten weniger in der italienischen Innenpolitik<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> und eher in der <strong>Architektur der Eurozone<\/strong> und den <strong>Beschl\u00fcssen der dortigen Entscheidungstr\u00e4ger<\/strong> zu liegen (<a href=\"https:\/\/www.cambridge.org\/core\/journals\/italian-political-science-review-rivista-italiana-di-scienza-politica\/article\/abs\/italy-and-the-fiscal-compact-why-does-a-country-commit-to-permanent-austerity\/A0ED598B25BF9BA6EC6282ED3BC54ED0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Moschella 2017<\/a>). Insbesondere hatte die italienische Politik und Verwaltung (rationalerweise) Angst vor dem Spread auf italienische Staatsanleihen, denen sie durch die Architektur der Eurozone ausgesetzt war. Da diese M\u00e4rkte und die marktbestimmenden politischen Akteure in Berlin und Br\u00fcssel immer noch auf das Paradigma der 1990er Jahre setzten, musste die italienische Politik ein weiteres Jahrzehnt diesem Ansatz folgen, obwohl bereits ernsthafte Zweifel an ihm aufgekommen waren.<\/p>\n<p>Das Ergebnis dieser zwei Schl\u00fcsselmomente ist, dass Italien Ende der 1990er in eine Stagnationsfalle geriet und aus dieser bis heute nicht entkommen ist. Dies war besonders sch\u00e4dlich, da genau in diesem Zeitraum die IT-Revolution ihr volles Ausma\u00df erreichte und durch die EU-Osterweiterung und den WTO-Beitritt Chinas industrielle Produktionsketten neu ausgerichtet wurden. Firmen wie Mercedes, VW oder Audi haben durch Teil-Auslagerung ihrer Produktion nach Osteuropa und durch IT-getriebene Koordinierung und Automatisierung Kosten senken k\u00f6nnen. Deutschland, \u00d6sterreich und andere nord- und mitteleurop\u00e4ische Nationen verkn\u00fcpften sich zum <em>Central European Manufacturing Core<\/em> (<a href=\"https:\/\/www.routledge.com\/Crisis-in-the-European-Monetary-Union-A-Core-Periphery-Perspective\/Celi-Ginzburg-Guarascio-Simonazzi\/p\/book\/9780367878627\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Celi et al 2018<\/a>). Damit konnten hochwertige Kerngesch\u00e4ftsfelder in Deutschland gehalten und die Produktivit\u00e4t insgesamt gesteigert werden. Chinas h\u00e4rtere Konkurrenz konnte abgefangen werden, gleichzeitig war genug Finanzkraft da, um im chinesischen Markt zu investieren und davon zu profitieren. Ausgebremst durch die widerspr\u00fcchlichen Reformen der 1990er konnte Italien diese Chancen nicht nutzen. &nbsp;Dies schuf Pfadabh\u00e4ngigkeiten, die nun durch rein marktgesteuerte Investitionen schwer zu \u00fcberwinden sind.<\/p>\n<h4><strong>Was tun?<\/strong><\/h4>\n<p>Was folgt aus dieser Analyse? Unser Papier ist diagnostisch. Es leistet nicht die schwierige Detailarbeit, die n\u00f6tig w\u00e4re, um ein belastbares, neues und dem italienischen Kontext gerecht werdendes Reformprogramm zu entwickeln. Dennoch weist es in Richtung gewisser Grunds\u00e4tze: Umfassende Strukturreformen scheinen nach wie vor erforderlich, jedoch sollte ihre Sto\u00dfrichtung neu gedacht werden. Anstelle von Wirtschafts- und Arbeitsmarktliberalisierung k\u00f6nnte die St\u00e4rkung und Verbesserung von Justiz, Verwaltung, und Anreizen f\u00fcr gutes Firmenmanagement<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a> in den Vordergrund r\u00fccken. Zweitens sollten die investitionshemmenden Fehler der letzten 30 Jahre vermieden werden, indem neue Strukturreformen in einen angemessenen Rahmen eingebettet werden. Dazu geh\u00f6ren Investitionen in Bildung, Energie, Gesundheit und Verkehrsinfrastruktur, wie bereits im Rahmen des NRRP anvisiert, sowie ein mindestens neutraler <em>Fiscal Stance<\/em> und eine nicht exzessiv bremsende Geldpolitik, mit der ein positiver Makrorahmen geschaffen wird. Drittens scheint eine neue Industriepolitik notwendig, um die Kern-Peripherie-Dynamik zu \u00fcberwinden, die sich durch die verpasste IT-Revolution und das Entstehen des <em>Central European Manufacturing Core <\/em>aufgebaut hat. Vor diesem Hintergrund k\u00f6nnte der Ansatz einer positiven Konditionalit\u00e4t &#8211; d. h. die Verkn\u00fcpfung von Bedingungen mit zus\u00e4tzlichen Ressourcen, wie bei NextGenEU geschehen &#8211; vielversprechend sein. Dieser half Italien bereits, vergleichsweise gut durch die Corona-Krise zu kommen. Auf seine ersten Erfolge k\u00f6nnte man aufbauen.<\/p>\n<hr>\n<h4><strong> Fu\u00dfnoten<\/strong><\/h4>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Das Papier ist auf Englisch. Eine deutsche \u00dcbersetzung wird in n\u00e4chster Zeit folgen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Diese werden im Papier ausf\u00fchrlich auf S. 15-24 beschrieben.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Wobei auch hier der europ\u00e4ische Kontext bereits in den 1990ern eine entscheidende Rolle spielte, jedoch eher als Instrument, das von innenpolitischen Akteuren strategisch eingesetzt wurde (siehe <a href=\"https:\/\/academic.oup.com\/book\/7819\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dyson and Featherstone 1999<\/a>)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Dies bezieht sich insbesondere auf Reformen im Finanzmarkt. Traditionell gibt es zwei Mechanismen, die von der Finanzseite disziplinierend auf Firmenmanagements einwirken: Der Markt f\u00fcr Unternehmenskontrolle (wo dieser gut funktioniert f\u00fchrt schlechtes Management zu niedrigen Aktienkursen, die wiederum zu feindlichen \u00dcbernahmen einladen, im Rahmen derer das alte Management dann durch neues ersetzt wird) oder die Einflussnahme von Hausbanken. Diese beiden Mechanismen stehen in einem gewissen Spannungsverh\u00e4ltnis \u2014 Kontrolle durch Hausbanken setzt gut funktionierende Banken voraus und funktioniert besser, wenn dem Management feindlich gesonnene Aktion\u00e4re einfacher ignoriert werden k\u00f6nnen, was jedoch den \u201cMarkt f\u00fcr Unternehmenskontrolle\u201d-Mechanismus ausbremst. In Italien scheint zurzeit keiner der beiden Mechanismen optimal zu funktionieren.<\/p>\n<hr>\n<h4><strong>Medien- und Veranstaltungsbericht 23.02.2023<\/strong><\/h4>\n<ul>\n<li><strong>Erw\u00e4hnungen und Zitate:<\/strong>\n<ul>\n<li>\n<p style=\"margin: 0cm;\"><span style=\"font-family: 'Open Sans',sans-serif;\">Am 02.02.23 sprachen Janek Steitz und Thomas Losse-M\u00fcller im Podcast <\/span><a href=\"https:\/\/www.21staatskunst.de\/podcast\/folge-16-janek-steitz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"font-family: 'Open Sans',sans-serif;\">21Staatskunst<\/span><\/a><span style=\"font-family: 'Open Sans',sans-serif;\"> \u00fcber die Bedeutung \u00f6ffentlicher Infrastruktur in der Klimatransformation, soziale Gerechtigkeit und besondere Aufgaben von Land und Kommunen bei den notwendigen Investitionen.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p style=\"margin: 0cm;\"><span style=\"font-family: 'Open Sans',sans-serif;\">Am 14.02.23 wurde das Italienpapier von Max Krah\u00e9 in der <\/span><a href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/cfaa2461-bc26-40d2-b18f-b1f798d97b3d\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"font-family: 'Open Sans',sans-serif;\">further reading Liste<\/span><\/a><span style=\"font-family: 'Open Sans',sans-serif;\"> der Financial Times erw\u00e4hnt.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p style=\"margin: 0cm;\"><span style=\"font-family: 'Open Sans',sans-serif;\">Am 16.02.23 wurde Janek Steitz in <\/span><a href=\"https:\/\/newrepublic.com\/article\/170565\/inflation-reduction-act-europe-climate?utm_medium=social&amp;utm_campaign=EB_TNR&amp;utm_source=Twitter#Echobox=1676398066-11\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"font-family: 'Open Sans',sans-serif;\">The New Republic<\/span><\/a><span style=\"font-family: 'Open Sans',sans-serif;\"> zum IRA zitiert.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p style=\"margin: 0cm;\"><span style=\"font-family: 'Open Sans',sans-serif;\">Am 16.02.23 wurde Philippa in der <\/span><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/spd-kommission-plaene-1.5751365?reduced=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"font-family: 'Open Sans',sans-serif;\">SZ<\/span><\/a><span style=\"font-family: 'Open Sans',sans-serif;\"> \u00fcber die neue SPD-Kommission Steuern zitiert.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p style=\"margin: 0cm;\"><span style=\"font-family: 'Open Sans',sans-serif;\">Am 20.02.23 wurde das Italienpapier von Max Krah\u00e9 in <\/span><a href=\"https:\/\/twitter.com\/BrettonWooder\/status\/1627608490469388291\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"font-family: 'Open Sans',sans-serif;\">Il Fatto Quotidiano<\/span><\/a><span style=\"font-family: 'Open Sans',sans-serif;\"> erw\u00e4hnt.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p style=\"margin: 0cm;\"><span style=\"font-family: 'Open Sans',sans-serif;\">Am 21.02.23 wurde das Italienpapier von Max Krah\u00e9 im EuroIntelligence Newsletter erw\u00e4hnt.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p style=\"margin: 0cm;\"><span style=\"font-family: 'Open Sans',sans-serif;\">Am 22.02.23 hat Kristina an der Berliner Charit\u00e9 eine Diskussion zu &#8220;Brauchen wir die Quoten Charit\u00e9?&#8221; moderiert. Auf dem Panel waren Carla Eysel (Vorst\u00e4ndin f\u00fcr Personal und Pflege der Charit\u00e9), Anna Riecken (Bundesfamilienministerium), Martin Speer (HeforShe Botschafter). <\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Veranstaltungen:<\/strong>\n<ul>\n<li>F\u00fcr Kurzentschlossene: Heute Abend am 23.02.23 um 19 Uhr findet unser n\u00e4chstes Open House Webinar mit Steffen Murau statt. Er stellt seinen 2022 erschienenen Artikel \u201e<a href=\"https:\/\/journals.sagepub.com\/doi\/10.1177\/10245294221118661\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">International monetary hierarchy through emergency US-dollar liquidity: A key currency approach<\/a>\u201d vor und wir diskutieren \u00fcber die Ursachen und die Struktur der Hierarchie im internationalen W\u00e4hrungssystem. Inwiefern und warum gilt: Euro schl\u00e4gt britisches Pfund, Schweizer Franken t\u00fcrkische Lira, und der U.S.-Dollar sowieso alle? Zur Registrierung geht es hier.<\/li>\n<li>Am 28.02.23 ist Philippa bei einem Hearing im EU-Parlament zu Gast. Das Thema ist \u201eReview of the EU economic governance framework\u201d. <a href=\"https:\/\/multimedia.europarl.europa.eu\/de\/webstreaming\/european-parliamentary-week-2023-plenary-session-review-of-eu-economic-governance-framework-exchange_20230228-0900-SPECIAL-OTHER\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hier<\/a> kann die Sitzung live verfolgt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"executivesum\" style=\"border-left: 8px solid #ee6174; text-align: center;\"><em>Der&nbsp;<strong>Geldbrief<\/strong> ist unser Newsletter zu aktuellen Fragen der Geldpolitik und der Finanzm\u00e4rkte. \u00dcber Feedback und Anregungen freuen wir uns und erbitten deren Zusendung an max.krahe<\/em><em>[at]dezernatzukunft.org<\/em><\/p>\n<hr>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine zentrale Lektion unseres Papiers zu Reformoptionen des Stabilit\u00e4ts- und Wachstumspakt war: in Italien liegt der Hund begraben. Das Land und seine Staatsschuld sind zu gro\u00df, als dass ein Ausfall mit den \u00fcblichen Mitteln aufgefangen werden kann. Ein Zahlungsausfall k\u00f6nnte das Ende der Eurozone bedeuten. Mehr Sparen scheint zur Vermeidung dieses Super-GAUs aber nur begrenzt zielf\u00fchrend zu sein: nicht Italiens Haushalte, sondern ein Ausbleiben des Wachstums sind die Wurzel des Problems. Um m\u00f6gliche Auswege aus diesem Dilemma besser zu verstehen, haben wir Italiens j\u00fcngere Wirtschafsgeschichte untersucht. Unsere Schlussfolgerung: Es gab gro\u00dfe Reformen in den letzten drei\u00dfig Jahren. Doch ihre inneren Widerspr\u00fcche vertieften die Malaise. Jetzt gilt es, ein koh\u00e4rentes Reformprogramm zu entwickelt, das Italiens Institutionen st\u00e4rkt, seine Industriestruktur auf Vordermann bringt und Investitionen erm\u00f6glicht.<\/p>\n","protected":false},"author":41,"featured_media":69287,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[161],"tags":[289,227,174,55,228,280,266],"class_list":["post-69324","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geldbrief-en","tag-economic-policy-en","tag-europa-en","tag-europe","tag-fiscal-policy","tag-fiskalpolitik-en","tag-mk-en","tag-wirtschaftspolitik-en"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.8 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Europas gordischer Knoten: Warum stagniert Italien? - Dezernat Zukunft<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Institut f\u00fcr Makrofinanzen\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/dezernatzukunft.org\/europas-gordischer-knoten-warum-stagniert-italien\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_US\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Europas gordischer Knoten: Warum stagniert Italien? 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